Archiv für Juni 2007




Hofpfisterei

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 28. Juni 2007 von Markus Sorger

Meine Exfreundin war aus München und sie hat mir bei den Besuchen in Ihrer Heimatstadt unter anderem die Hofpfisterei nahegebracht. Und seit dem ich jetzt mit Max in München bin habe ich sie auch schon oft besucht. Die Pfisterei, nicht meine Ex. Nun werdet Ihr Euch wahrscheinlich fragen, was das denn ist. Nun, die Hofpfisterei ist eigentlich eine ganz normale Bäckerei. Nur daß es sie seit rund 700 Jahren gibt und daß sie schon eine Ökobäckerei war, als das Wort noch nicht mal ansatzweise erfunden war. Diese lange Erfahrung schmeckt man einfach. Tolle Brote, die auch nach ein paar Tagen noch wirklich gut sind, die leckersten Brezen Münchens und außerdem noch luftgetrocknete Würste, bei denen es mir schon aus dem Mund sabbert, wenn ich nur an sie denke. Euch allen sei also bei Eurem nächsten Münchenaufenthalt ein Besuch einer der Filialen ans Herz gelegt.

Deutsche Meisterschaft

Ein Beitrag zum Themengebiet Schwachsinn, geschrieben am 26. Juni 2007 von Markus Sorger

Gerade las ich in der Musikwoche, daß es mal wieder Zeit für die Deutschen Luftgitarrenmeisterschaften ist. Und weil dieses Thema mein Blog ja gewissermaßen berührt (mehr Show geht kaum), muß ich hier natürlich darüber berichten. Für alle, die sich daran noch beteiligen möchten, gibt es genaue Infos bei der GAGF (German Air Guitar Federation … daß es so was gibt … ); alle die sich’s ansehen wollen besuchen einfach die Seiten des Admiralspalasts, in dem das Spektakel am 28.07. steigt. Allen Beteiligten wünsche ich auf jeden Fall viel Spaß !

Züge sind auch nur Menschen

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 26. Juni 2007 von Markus Sorger

zwei ICE - Züge küssen sich

Was man daran sieht, daß auch Züge sich küssen. „Sie“ hat sogar die Augen halb geschlossen. Ist das nicht romantisch ?

Hey, hier kommt Alex

Und von diesem Kollegen hier haben die Hosen sogar mal einen Song geschrieben. Kein Wunder, daß der Gute sich langweilt, wenn er einfach so abgestellt wird.

Best Western Hotel in Leverkusen

Ein Beitrag zum Themengebiet Hotels, geschrieben am 26. Juni 2007 von Markus Sorger

Mein Zimmer im Best Western Hotel Leverkusen; Bild größerklickbar

Direkt neben dem Forum und damit für uns wirklich ideal gelegen ist das Best Western Hotel in Leverkusen. Eigentlich ein schönes Hotel mit richtig großen Zimmern, das allerdings schon einige Jahre auf dem Buckel hat und das merkt man dann doch. Von den Möbeln und der Ausstattung her hatte das Haus bestimmt mal vier Sterne. Wie viele es aktuell sind kann ich Euch nicht sagen. Jedenfalls ist der Pool „wegen eines technischen Defekts zur Zeit geschlossen“; das soll aber schon zwei Jahre so sein, sagt ein Gerücht.

Dieses Hotel hinterläßt wieder mal einen zwiespältigen Eindruck. Auf der einen Seite die Ausstattung, denen man die guten Zeiten noch ansieht. Eine Klimaanlage im Zimmer, die bestimmt mal richtig teuer war. Dann aber eine etwas … melancholische … Stimmung, weil im Detail dann rumgeflickt, der Service im Haus auf’s Minimum heruntergeschraubt wurde. Schade eigentlich.

Aufbau Marilyn in Leverkusen

Ein Beitrag zum Themengebiet Marilyn — das Musical, geschrieben am 26. Juni 2007 von Markus Sorger

Blick vom Rollenboden des Forums in Leverkusen auf die Bühne beim Aufbau von marylin - das Musical; Bild größerklickbar

Am Sonntag bin ich nach der Max – Show direkt in den Zug gestiegen, um meinen maxfreien Tag in Leverkusen beim Aufbau des Marilyn – Musicals zu verbringen. So eine Musicalneuentwicklung ist schon eine spannende Sache; vieles wird zwischendurch noch geändert, manchmal stößt man auf „wunde Stellen“ in der Vorbereitung und manchmal fügen sich auch Dinge, von denen man annahm, daß es ein größeres Problem werden könne, ganz harmonisch ineinander. Schön ist auch der Prozess der „Familienwerdung“. Die Truppe bleibt ja jetzt für mehrere Wochen zusammen und so gibt es eine Menge neue Leute kennenzulernen.

Nichtsdestotrotz ist gerade die technische Einrichtung echte Arbeit, die im Schichtdienst geleistet wird. Wenn die Beleuchter beispielsweise ihre Lichtstimmungen programmieren, können sie niemand anderen auf der Bühne gebrauchen, der ständig „Licht, ich brauche Licht wenn ich arbeiten soll“ brüllt. Also sind die Lichtler immer Nachts zwischen 22:00 und 06:00 Uhr auf der Bühne, wenn alle anderen schlafen. Tagsüber gibt es das Tagteam der Beleuchtungsabteilung, die ein paar Kleinigkeiten richten, die Tonkollegen, Kulissenbauer, Videotechniker, die Requisite, Kostümabteilung und Maske, die sich auch schon mal häuslich einrichten; ein buntes Gewusel eben.

Natürlich kann ich Euch vor der Premiere keine richtigen Photos zeigen; das versteht Ihr, oder ?  Manches verändert sich vielleicht noch und zwischendurch probende Darsteller photographiert man sowieso nicht; sie müssen sich ja erst noch in ihre Rolle einfinden. So bleibt also erst nur ein kleiner Einblick vom Rollenboden des Theaters aus, den Ihr Euch auch größerklicken könnt.

Blick in einen der Marilyn - Proberäume im Forum Leverkusen; Bild größerklickbar

Ebenfalls größerklicken könnt Ihr diesen Blick in einen der zahlreichen Proberäume. Das Forum in Leverkusen ist ideal als Probelocation, weil es nicht nur eine passend große Bühne, sondern auch zahlreiche Nebenräume hat, in denen einzelne Gruppen parallel üben können.

Heute, also am Dienstag Mittag muß ich in Leverkusen schon wieder los, weil ich abends ja wieder in München die Palastrevue callen muß. Leider genau in dem Moment, in dem wirklich gut aussehende Proben auf der fast fertigen Hauptbühne beginnen. Schade. Aber ich werde Euch in den laufenden Wochen noch von diesem Musical berichten. Wer interessiert ist: in der ersten Juliwoche gibt es Previews (also so was wie öffentliche Generalproben) in Leverkusen, Premiere wird dann im Schauspielhaus Hamburg sein, wo das Musical im Sommer zu sehen ist. Im Herbst könnt Ihr Euch das Stück im Admiralspalast Berlin ansehen; weitere Städte befinden sich in Planung. Die Termine findet Ihr auf der Homepage.

Die erste Woche mit Max in München

Ein Beitrag zum Themengebiet Das Palastorchester mit seinem Sänger Max Raabe, Marilyn — das Musical, geschrieben am 26. Juni 2007 von Markus Sorger

Jaaaa…. und jetzt kommt gewissermaßen ein Zeitloch, in das ich fiel.  Der Aufbau letzten Montag lief bis auf ein kleines Hindernis, das sich mit Hilfe der Polizei zur Seite räumen lies (ich berichtete ja schon) völlig glatt und ereignislos. Genau so war es mit den Shows. Alles normal und ohne weiteren Vorkommnisse. Für alle, die die Palastrevue (so richtig mit Kulissen, Dekoumbauten und Ballettmädels, eine echte Revue eben) noch nicht gesehen haben, bietet sich jetzt letztmalig die Chance, das Stück im Deutschen Theater München noch zu sehen. Am 08.07. ist endgültig Schluß, dann ist das Werk abgespielt und verschwindet auf immer im Lager. Dafür sind neue große Dinge in der Planung.

Während ich also Abends meinen Inspizientendienst im Theater leistete, organisierte ich tagsüber die Technik für Marilyn. Und das hielt mich ganz schön in Atem, so daß die Woche wie im Fluge an mir vorüberflog und es einfach nichts berichtenswertes gibt. Tut mir ja leid.

Ruhe

Ein Beitrag zum Themengebiet im Netz, geschrieben am 26. Juni 2007 von Markus Sorger

In den letzten Wochen las ich in der Zeitung mehrfach, daß den Ermittlungsbehörden einige entscheidende Festnahmen in der Spammerszene gelungen sei. Unter anderem sei der Hauptverantwortliche für etwa 30% des Weltspamaufkommens eingebuchtet worden. Ich maß diesen Meldungen keine echte Bedeutung zu; zu oft hört man groben Schwachsinn aus der Ermittlerszene (wenn ich allein an die derzeitige Situation in Deutschland denke wird mir deutlich schlecht). Tatsache ist aber: von über 100 Spamkommentaren am Tag ist die Rate auf ein bis drei Spams gesunken. Das ist tatsächlich beträchtlich. Und so will ich den Internetgrünen meinen Respekt bekunden und Dank zollen. Möge die Ruhe ein wenig anhalten.

Vorbesichtigung im Forum Leverkusen

Ein Beitrag zum Themengebiet Marilyn — das Musical, geschrieben am 24. Juni 2007 von Markus Sorger

Schnittansicht im Forum Leverkusen; Bild größerklickbar

Während meine Kollegen noch fleißig in Duisburg abbauten bin ich letzten Samstag noch schnell nach Leverkusen zu einer Vorbesprechung. Im Forum Leverkusen wird nämlich für „Marilyn — das Musical“ geprobt, eine Tourneeproduktion, die wir mit unserer Firmenmarke KLANGSCHMIEDE technisch betreuen.

Blick von der Bühne ins Publikum im Forum Leverkusen; Bild größerklickbar

Dieses Musical gab es bisher nur als Festeinbau im Gärtnerplatztheater München und so setzten wir uns zusammen und schauten, wie man das technisch auf die Straße bekommen kann. Ich denke, es wird uns ganz gut gelingen (toi, toi, toi).

100 Jahre Deloitte in Deutschland

Ein Beitrag zum Themengebiet Industriejobs, geschrieben am 24. Juni 2007 von Markus Sorger

Festakt bei der Deloitte - Geburtstagsfeier

Am Freitag war es dann so weit: alles stand, war geprobt, funktionierte und sah auch noch gut aus. Und so konnte die Geburtstagsfeier starten. Nach Begrüßungsgetränken und ersten Häppchen im Freien (das Wetter spielte Gott sei Dank mit; danach sah es die Tage zuvor nicht aus) gab’s einen Festakt mit Rück- und Ausblicken…

Spielshow beim Deloitte - Jubiläum

… Akrobatik, Musik und einer Quizshow, bei der es Reisen zu gewinnen gab. Leider durfte ich da nicht mitmachen, weil ich kein Deloitte – Mitarbeiter bin. Bemerkenswert war, daß ich mal wieder mit einem meiner Vorurteile aufräumen durfte. Für mich waren Finanzleute in meiner Vorstellung immer etwas dröge, langweilige und kleinkarrierte Leute. Weit gefehlt !  Es ging hier sehr locker und sehr witzig her.

Für uns war der Quizpart eine kleine Herausforderung, war die Lichtsteuerung doch mit den Buzzerknöpfen gekoppelt. Was beim Aufbau erst etwas tricky war, funktionierte aber dann ganz hervorragend. Danke an Andrew, der dem Lichtpult über MIDI die Verständigung zur Buzzerelektronik beibrachte.

Hinter den Kulissen beim Deloitte - Festakt

Hier seht Ihr mal in die Regie des Festakts hinter der Bühne. Von dort kamen die Inhalte auf den Leinwänden, wurden die Kameras gesteuert und gewissermaßen auch der Moderator. Als „Fernsteuerung“ hatte der nämlich einen kleinen Knopf im Ohr, mit dem die Regie ihm Anweisungen und Informationen zuflüstern konnte. Beliebte Scherze („Deine Hose ist offen“, oder „Du hast Popel an der Nase“), die unweigerlich und reflektorisch zu bestimmten Bewegungen führen, haben wir uns aber nicht erlaubt, obwohl sie selbst bei Profis immer wieder funktionieren.

Der Dinnerbereich beim Deloitte - Jubiläum

Nach dem Festakt dann das Dinner. Hier hatte sich die Gastro etwas ganz besonderes einfallen lassen: statt der üblichen runden Tische gab es lange Tafeln, die so hoch waren, daß man daran ganz bequem auf Barhockern sitzen konnte. Ich finde das sehr kommunikativ, denn so kann man sich ganz locker auch mal zu anderen Leuten stellen und ein wenig klönen, was bei den üblichen Tischen halt nicht so ohne weiteres geht.

Eine der Partybühnen beim Deloitte - Geburtstag

 Später gab’s dann noch Livemusik auf verschiedenen Bühnen. Oben seht Ihr die Bühne im Dinnerbereich der Kraftzentrale, …

Die Kraftzentrale im Landschaftspark Nord von außen

 … die von uns in Firmenfarbe beleuchtete Kraftzentrale von außen …

Kraftzentrale und Spannbauzelt beim Deloitte - Geburtstag

… und eines der Zelte neben der Kraftzentrale, in dem es auch Livemusik und Party gab. Die Stimmung war insgesamt so gut, daß man um 03:00 Uhr beim offiziellen Ende der Veranstaltung die letzten Teilnehmer noch in die Busse kehren mußte.

Für uns stand direkt danach der Abbau an, der aber wieder erstaunlich schnell und koordiniert ablief. Spätnachmittags war von uns der letzte Truck vom Hof geritten.

Aufbau bei Deloitte in Duisburg

Ein Beitrag zum Themengebiet Industriejobs, geschrieben am 24. Juni 2007 von Markus Sorger

Der Deloitte - Aufbau in der Kraftzentrale des Duisburger Landschaftsparks Nord

Bevor das, was ich in der letzten Woche erlebt habe schon wieder verjährt ist, will ich Euch mal schnell berichten. Es tut mir leid, daß ich so lange nichts geschrieben habe, aber ich bin einfach nicht dazu gekommen.

Die letzte Woche war ich also im Duisburger Landschaftspark Nord, wo die Firma Deloitte ihren 100sten Geburtstag in Deutschland feierte; das Gesamtunternehmen gibt es seit 1845, was für ein Wirtschaftsprüfungs- und beratungsunternehmen eine richtig lange Zeit ist. Deloitte gehört zu den global big four der Branche.

Die Haupthalle, das ehemalige Kraftwerk des Thyssen Stahlwerks in Meiderich, hatte ich Euch ja schon vorgestellt und um aus dieser rohen Industriehalle einen kleinen Juwel zu machen, in dem man gediegen feiern kann, hatten wir reichlich zu tun. Knapp einen Kilometer Traversen haben wir beispielsweise verbaut, viele Kilometer Kabel verlegt. Oben seht Ihr mal einen kleinen Eindruck der Bauphase.

Theken der Gastroabteilung

Aber nicht nur wir hatten ’ne Menge zu tun, auch der Gastronom bewegte richtig Material. Immerhin sollten 2.800 Menschen zügig und gut bewirtet werden. An dieser Stelle muß ich mal ein dickes Lob loswerden: oft sind die Caterer bei solchen Veranstaltungen natürliche Feinde des Technikers. Weil sie unkontrolliert herumbauen, ständig im Weg sind und die Crewverpflegung zweifelhaft ist. Hier war das alles ganz anders. Herr Werner war vor Ort der Chef des Lufthansa Party Services und hatte nicht nur seinen Laden absolut im Griff, sondern war äußerst kooperativ. Erschreckend kooperativ. Das kannte ich gar nicht, daß sowas mit der Gastro so koordiniert ablaufen kann. Respekt und danke !  Danke auch für den Grillabend, den er direkt am ersten Aufbautag für die Crew organisierte. Ihr seht mich begeistert.

Begeistert war ich auch über die Arbeit des Dekoteams. Ideea, vor Ort vertreten durch Matthias, war schnell, unglaublich flexibel und kooperativ. In diesem Team hat die Arbeit echt Spaß gemacht und ich mag mir gar nicht vorstellen, wie der Job mit weniger professionellen Partnern geworden wäre.

Blick über den Landschaftspark Nord in Duisburg

Ich weiß nicht, wie viel tausende von Photographen schon Bilder des Landschaftsparks bei Nacht geschossen haben. Aber es ist immer wieder schön. Dabei funktionierte bei unserer Anwesenheit nur etwa die Hälfte der fest eingebauten Beleuchtung, weil nämlich ein paar Nächte zuvor erhebliche Strecken an Kabel einfach geklaut worden waren. Dicke Kabel. Kupferklau. So ein Schwachsinn.