Harley Days

Bevor ich dann tatsächlich in Richtung Urlaub verschwinde, möchte ich Euch doch noch meine Impresionen des heutigen Tages zeigen. Ich war nämlich bei den Hamburger Harley Days, meines Wissens nach das größte Harley – Treffen außerhalb der USA. Und völlig egal, ob dem nun so ist oder nicht, jedenfalls war die Atmosphäre dort wirklich gigantisch.

Es gab nicht nur …… ich möchte schätzen mehr als 10.000 …… Motorräder, sondern eben auch die Menschen drumherum, Infostände, Verpflegung und alles, was man rund um so ein Treffen eben erwartet. Interessanterweise sah ich keine Vertreter der großen und kiezbestimmenden Clubs, dafür herrschte eine wirklich sehr entspannte Atmosphäre bei strahlendem Sonnenschein. Da hatte es sich wirklich gelohnt, jeden Chrom auf hochglanz zu polieren.

Das Treffen fand dieses Jahr zum neunten Male statt; nächstes Jahr soll es nicht stattfinden dürfen, weil Hamburg ja 2011 Umwelthauptstadt ist. Laut Politikermeinung passe das nicht zusammen. Wie Hinterwäldlerisch. Der Hamburger Tourismusverband hat allerdings jüngst ausgerechnet, daß durch die Tage etwa 25 Millionen Euro in die Stadt fließen, von denen ja ein erheblicher Teil versteuert werden muß. Bei der klammen Haushaltslage bleibt zu hoffen, daß der Kämmerer seinen Oberen noch eine andere Richtung vorgibt und 2011 das zehnte Jubiläum gefeiert werden kann. Die Location am Großmarkt ist jedenfalls ideal geeignet für dieses Treffen.

Dort startete auch die 35 Kilometer lange Parade quer durchs Stadtgebiet. Ich fand es wirklich schon sehr erstaunlich, wie viele Maschinen dort am Start waren und habe mir fest vorgenommen, bei einer folgenden Veranstaltung deutlich mehr Zeit auf dem Gelände zu verbringen, weil es einfach unfaßbar viele tolle Motive gibt.

Neben Harley Davidsons gab es auch einige wenige andere Motorräder zu sehen. Hier etwa eine Rotte Bonsai – Harleys, die mit großem Spaß zwischen den großen Maschinen herflitzten.

Außerdem gab es auch ein paar Trikes. Dieses hier gehört aber meiner Meinung nach eher auf den Hamburger Dom, als auf ein Motorradtreffen, aber die Geschmäcker sind ja verschieden.

Weil es dieses Mal so viele in meinen Augen tolle Bilder gibt, könnt Ihr alle Photos nicht hier im Blog, sondern dort sehen. Viel Spaß dabei.

Ich bin dann mal wech

Es ist Sommerzeit, Sommerzeit ist Urlaubszeit und dieses Jahr auch für mich. Ab morgen fahre ich mit der SS Stortemelk in knapp zwei Wochen von Kiel aus durch den Nord-Ostsee-Kanal, die Elbe hinab, vorbei an Deutschland, Niederlande, Belgien mit Abstechern nach England und den Kanalinseln bis nach Frankreich, wo ich am 09.07. in Cherbourg von Bord gehe. Da ich noch gar nicht weiß, ob und wie ich zwischendurch mal Internetverbindung haben werde, wird die Berichterstattung zumindest ab dem 30.06. eher bruchstückhaft sein. Macht Euch deshalb keine Sorgen, wir gehen schon nicht unter und ich werde dann im Zweifelsfall im Nachgang berichten.

Auch Euch einen schönen Sommer.

Für jeden Tag ein Gedicht

Seit einiger Zeit stehen überall hier in der Gegend solche gelben Figuren an den Straßenrändern, an denen mit ein wenig Dekoration Gedichte hängen. Urheber sind Schüler, die zusammen mit dem Bürgertreff Altona diese Aktion ersonnen und durchgeführt haben.

Zu lesen sind dann so romantisch – schöne Dinge wie auf dieser Figur hier, aber auch härte Reime, die eher an Rap erinnern. Ich finde es eine wirklich tolle Idee, von der alle etwas haben: die Schüler, weil sie sich mit dem Reimen und mit ihren eigenen Gedanken beschäftigen, weil sie lernen, sich auszudrücken. Und wir alle, weil wir im Alltag immer wieder auf diese Gedanken stoßen können.

A380

Vor einigen Wochen war ich bei der Auslieferung des ersten Lufthansa A 380. Vor der WM ist ja auch die Nationalelf mit genau diesem Vogel nach Südafrika geflogen und er wird mittlerweile im Linienverkehr nach Asien eingesetzt, da kann ich dann auch mal ein paar Bilder bringen. Genau wie beispielsweise Volkswagen in der Autostadt ein Auslieferungszentrum für seine ganzen Neuwagen hat, bei denen dann stolze Familienväter ihren neuen Passat in Empfang nehmen können, so gibt es sowas auch bei Airbus in Finkenwerder. Nur eine Nummer größer, weil es hier direkt ganze Bürotrakte für die Kunden gibt, damit sie sich vernünftig auf den Flieger vorbereiten können. Und leider gibt es keinen vollverglasten Turm, in dem sich all die abholbereiten Fahrzeuge drehen. Dafür stehen sie aber ein Vorfeld weiter. Neben diesem A380 sah ich im Hintergrund noch vier andere.

Leider sah das Wetter morgens um 06:00 Uhr, als die ersten Liveschaltungen zu den Fernsehsendern gingen, noch nicht so prickelnd aus und so wurde der Flieger ins rechte Licht gesetzt. Mit vier Lampen, die trotz HMI – Brenner einen blauen 63A – Stecker haben. Für die Fachleute unter uns. Für die Laien: jede einzelne dieser Lampen entspricht 1.389 18W Energiesparlampen. Also hell. Da gewinnt der Satz „Wir machten die Nacht zum Tage.“ plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

Tatsächlich sieht der A380 beim ersten Näherkommen gar nicht sooooo groß aus. Das liegt daran, daß er eine größere Spannweite hat, als er lang ist. Die meisten modernen Flugzeuge sind nämlich länger als breit und so assoziieren wir damit ein kleines Flugzeug. Wenn man sich aber den Kranich mal genauer anschaut, dann stellt man schon fest, daß es wirklich ein ausgewachsener Vogel ist. Dabei ist dieses Modell „nur“ die kleine Version des A380. Airbus will in den nächsten Jahren auch noch eine längere Variante bauen, die dann auch tatsächlich wieder länger als breit sein soll. Aber auch schon in der kurzen Version ist es das größte Personenflugzeug der Welt.

Wie groß allein so ein Triebwerk ist, sieht man auf diesem Bild sehr schön. Was man nicht sieht ist, wie leise das Flugzeug ist. Airbus ist zu Recht sehr stolz darauf, daß man zusammen mit Rolls Royce einen Motor entwickelt hat, der trotz der gewaltigen Kraft mit zu den leisesten Turbinen überhaupt gehört. Und das nimmt man tatsächlich sofort mit Verwunderung wahr, wenn man den Flieger wenige Meter über sich im Tiefflug sieht.

Auch bei diesem Bild mal auf die Verhältnisse achten. Das sind nicht nur viele Räder, sondern auch ganz schön große.

Es ist klar, daß nicht nur ich als Veranstaltungstechniker fasziniert war, sondern auch die sehr zahlreich erschienene Presse. Denn immerhin ist es der erste A380, den eine deutsche Fluggesellschaft übernehmen konnte.

Hier wird das Flugzeug gerade vom Vorfeld weg zur Startbahn geschoben.

Noch sind erst fünf Ü-Wagen da, aber es ist zu diesem Zeitpunkt auch noch früh am Morgen. Auch die verschiedenen Fernsehsender waren sehr interessiert.

Und hier seht Ihr auch noch ganz exklusiv ein ganz geheimes Projekt, der A390, der Nachfolgeflieger des A380.

Nein, das ist natürlich Quatsch. Das ist ein uralter Beluga Super Guppy. Airbus hat ja verschiedene Fertigungsstandorte in Europa verstreut. Die vormontierten Flugzeugteile werden beispielsweise von Toulouse dann nach Hamburg geflogen und dazu braucht man speziell gebaute Transportflugzeuge. Eines der ersten dieser Spezialflieger steht auf dem Firmengelände, die modernen sind größer, mittlerweile düsenbetrieben und auch eleganter als dieses Modell hier und heißen dann Beluga.

Tripple

Vor einigen Wochen war ich Nachts mit dem Auto unterwegs und in der  hr1 – Lounge war für drei Stunden Ina Müller zu Gast bei Werner Reinke im Studio. Diese Sendung war so unterhaltsam, daß ich es wirklich bedauerte, nach knapp 2,5 Stunden so weit nördlich in Richtung Heimat zu sein, daß kein Empfang mehr möglich war. Frau Müller ist halt eine begnadete Schnackerin, die sich nur wenig Grenzen auferlegt. Darüber hinaus hat sie einen wirklich guten Musikgeschmack, denn neben einer Auswahl ihrer eigenen Songs gab es auch eine ganze Reihe an Wunschtiteln anderer Künstler zu hören. Drei der gespielten Songs gefielen mir so gut, daß ich in den Tagen danach die CDs dazu kaufte.

Ein echter Glücksgriff war dabei die Platte „Count to ten“ der Dänin Tina Dico. Ina Müller hatte sich in der Sendung den Titelsong ausgesucht und ich muß sagen, daß die ganze CD durchgängig aus wirklich tollen Stücken besteht, es gibt keine Nummer, bei der ich sagen würde, daß man sie auch skippen könnte. Dico singt mit ausdrucksvoller, angenehmer, fesselnder Altstimme gut gemachte Songwriter-Folk-Pop – Songs mit intelligenten Texten und hat es spontan bei mir zur aktuellen LieblingsCD geschafft. Ich werde mir sicher auch noch die weiteren CDs kaufen. Sehr, sehr schön.

Auch sehr gut gefällt mir „Ein geschenkter Tag“ von Max Herre. Interessanterweise erinnern mich die Stücke und der Gesang streckenweise an Udo Lindenberg, wenn er mal richtig gut gewesen wäre (Lindenberg fand ich immer den entscheidenden Tick zu gewollt cool). In der Sendung hatte Ina sich für „Scherben“ entschieden. Max Herre hatte ja schon in seiner Zeit mit Freundeskreis das richtige Gespür für einen guten Song und dieses Gespür ist ihm glücklicherweise nicht verloren gegangen. Die CD strahlt eine große, sehr relaxte Ruhe (nein, keine Langeweile) gepaart mit Selbstironie aus. Diese Kombination überträgt sich sehr angenehm auf mich, wenn ich sie höre. Auch sehr schön.

Bei ExBlumfeld – Sänger Jochen Distelmeyer ist das bei seiner CD „Heavy“ mit dem schön für mich nicht ganz so einfach. Der in der Sendung gespielte Song „Regen“ gefiel und gefällt mir tatsächlich sehr gut, aber die gesamte Platte hat für mich keine Linie, keinen Guß, keinen Flow. Dabei sind die Songs an sich nicht schlecht, „Jenfeld Mädchen“ gefällt mit beispielsweise auch ausgesprochen gut, aber im Vergleich zu den beiden ersten Platten fällt für mich auf, daß sich da doch deutlich Klassenunterschiede ergeben.

Fast Line

Manche Werbung ist gut & unterhaltend, hin und wieder ist Werbung auch mal wirklich genial. Wie die neue Kampagne für den VW Golf Polo GTI. In bisher drei Videos wird Witz und Lebensfreude in Themen, die nun überhaupt nichts mit Autos, geschweige denn mit dem GTI zu tun haben, zu großem Spaß verbunden, bei dem man zutiefst bedauert, daß man beim Dreh nicht dabei war, daß es diese Erfindungen nicht überall gibt. Ich bin gespannt, ob es noch weitere Videos geben wird und empfehle Euch aufs Wärmste die bisherigen.

Viel Spaß !

gefunden beim Shopblogger

Musik macht reich

Copyright: unbekannt

Maddin mailte mir diese Partitur eines Musikstücks, mit dem man durch GEMA – Einnahmen in den letzten Tagen sicher gut hätte Geld verdienen können. Daß ich da nicht vor Monaten drauf gekommen bin :-)

Photos aus den Zwanzigern

Manche Lebensläufe haben interessante Wendungen in sich. Marianne Breslauer, die nach dem Krieg unter Ihrem Ehenamen Marianne Feilchenfeldt als Galeristin und Kunsthändlerin einen internationalen Namen hatte, arbeitete vor dem Krieg als Photographin. Dies so gut, daß Ray Man, zu dem sie damals in die Schule gehen wollte, sie als Schülerin ablehnte: sie könne doch schon alles und dürfe gern sein Atelier mitbenutzen. Und so entstehen in gut zehn Jahren viele wirklich toll beobachtete Bilder aus dem Alltag der Metropolen.

1936 mußte sie emigrieren, ihr ganzes Photomaterial konnte sie dabei mitnehmen. Es wurde gut verpackt und erblickte dann jahrzehntelang kein Licht mehr. Erst in den achziger Jahren besann man sich der Arbeiten und so ist zur Zeit in der Berlinischen Galerie eine große Ausstellung über das Werk Breslauers zu sehen, die ich bislang aber nicht besuchen konnte. Parallel zur Ausstellung erschien auch dieser Photoband, in dem viele ihrer wunderschönen Schweizweißbilder zu sehen sind. Breslauer interessierte sich immer für die Menschen und die Metropolen. Sie zeigt sie mit aufmerksamem und liebevollem Blick. Auch das Leben der modernen Frau in den Zwanzigern stellt sie in kleinen Serien dar. Ihre warme Art der Darstellung spricht mich sehr an und ich bin wirklich gespannt, wie mir die Ausstellung gefallen wird, die ich wohl im August sehen werde.

Taschenkontrolle

Eben bekam ich die Bühnenanweisung zu einem Konzert mit einem deutschsprachigen Künstler zur Bearbeitung auf den Tisch, in der sich auch dieser Passus hier findet. Wir sind ja zum Glück nur Technikdienstleister, aber wenn wir die Ausschreibung gewinnen sollten, dann stelle ich mich mal für zehn Minuten an den Eingang, um mir die Taschenkontrolle anzuschauen. Das wird bestimmt sehr lustig.

Tatort

Direkt vor meiner Haustüre wird heute eine Szene eines neuen Tatorts gedreht. Bisher allerdings leider ohne wilde Schießerei, ohne Wagenrennen mit quitschenden Reifen und ohne für mich erkennbare Leiche. Schade.

Dafür steht aber natürlich die komplette Straße mit Fahrzeugen der Filmleute zu, was in der Nachbarschaft sicher keine Freude hervorruft, weil es sowieso zu wenig Parkplätze gibt, seit dem die Stadtverwaltung etwa 30% der möglichen Plätze mit Pollern unzugänglich gemacht hat.

Mein dreister Versuch, mich ganz selbstverständlich beim Catering zu bedienen und da mein Frühstück einzunehmen schlug aber leider fehl. Die Begründung, als Anwohner sei ich ja faktisch Statist und damit Teil der Filmcrew wurde zwar freundlich lächelnd, aber dennoch in der Sache hart abgeschmettert. Herzloses Volk ;-)