Archäologie

Seit 16 Jahren wohne ich nun in diesem Haus und seit zehn Jahren in dieser Wohnung. In dieser Zeit habe ich zwei andere Wohnungen aufgelöst und den Krempel daraus auch hier irgendwo untergebracht. Nun habe ich ein paar Tage frei und für den Sommer habe ich mir vorgenommen, meine Wohnung ganz grundlegend zu renovieren. Dazu gehört auch, Keller, Speicher und das „Spontanlager“ unter meinem 80cm hohen Bett aufzuräumen. Ganz plötzlich kann ich ein wenig die Faszination eines Historikers oder Archäologen verstehen, der in lange verschütteten Stollen Dinge wieder zum Vorschein bringt. Ja, zugegeben, 95% des Krams, den ich da zutage fördere wandert direkt in den Müll, weitere 4% recht ungerührt in die Bucht, aber bei einem Prozent setze ich mich doch mal hin und schaue es mir wieder genauer an. Sehr, sehr schön.

Neben dieser sentimentalen Seite hat die ganze Aktion auch etwas sehr Befreiendes: Mann, habe ich plötzlich wieder viel Platz !

Kuckucksuhr

Meise schaut aus ihrem Bau

In unserem Garten hängt ganz offensichtlich eine Kuckucksuhr: ganz regelmäßig schaut da ein Vogel raus. Interessanterweise eine Meise und kein Kuckuck.

Ehrlicherweise sind es sogar zwei Meisen, die sich in schellem Rhythmus abwechseln; sie scheinen erfolgreich gebrütet zu haben und füttern nun ihre Jungen, die man in stillen Momenten leise schilpen hört. Ein anderes Vogelhäuschen ist ebenfalls mit Meisen besetzt und es ist ganz schön, ihnen zwischendurch mal zuzuschauen.

Tomatenmarmelade

Tomatenmarmelade

Während der Tour brachte unsere Devotionalienverkäuferin Dani ein Glas Tomatenmarmelade mit. Das klingt erstmal … gewöhnungsbedürftig, schmeckt aber tatsächlich sehr lecker und so mußte ich das zuhause auch mal probieren. Das Rezept ist denkbar einfach: Tomaten kurz ankochen, pellen und den Strunk herausschneiden. 1kg davon abwiegen. Wenn die Tomaten zu wäßrig sind, vielleicht mit etwas Tomatenmark anschmackern. Reichlich Basilikum (ich habe einen ganzen Topf genommen) kleinhacken. Je nach persönlicher Vorliebe kann man das nun noch in einen Blender geben, dann wird es fein püriert; oder man läßt es wie es ist, dann wird es stückig. Das Ganze zusammen mit einer Priese Salz und 500g 2:1 Gelierzucker in einen ausreichend großen Topf, den Saft einer frisch ausgepreßten Zitrone dazu und dann mindestens vier Minuten durchkochen lassen. Die Marmelade kann man nun wie jede andere Marmelade auch in Gläser füllen.

Laßt’s Euch schmecken !

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Bissiger Schaltschrank in Würzburg

Nun bin ich endlich zurück. Also eigentlich ja schon seit einer Woche, aber die Woche brauchte ich, um mal abzuschalten. Und ehrlicherweise bin ich auch schon wieder unterwegs und gar nicht mehr zuhause. Was … schade … ist. Aber von der Tour bin ich zurück und die Tage haben nun wieder weniger Stunden. Und so kann ich mich auch mal wichtigen Dingen widmen. Meinem Photoblog beispielsweise. Da ist jetzt fast drei Monate nichts passiert, obwohl ich doch sonst jeden Tag ein neues Bild veröffentlichte. Das ist auch ab morgen wieder so. Die ersten Photos sind hochgeladen und in den nächsten Tagen packe ich auch meine Kameras wieder aus. Ich habe mir als Belohnung für die Tour erstmal ein Objektiv geschenkt. Das will ausprobiert werden. Und vielleicht fällt auch wieder im Blog mehr an. Vielleicht. Mal sehen.

Jetzt aber den Rechner aus und im Realen gelebt.

… meine Perle

In den letzten Tagen hatte ich Besuch aus China und weil der zuvor noch nie in Hamburg war, zog ich das übliche touristische Programm durch: Hafenrundfahrt, Speicherstadt, Ebstrand, Treppenviertel, Alster, Karoviertel, Schanze, Sofabar und viel lecker Eis.

Im Alltag nehme ich das ehrlicherweise gar nicht mehr so oft wahr, aber wenn man mal selbst drauf achtet, dann bin auch ich immer wieder berauscht davon, wie schön doch meine selbstgewählte Heimatstadt ist.

Hamburg, meine Perle.

Biowaffeneinsatz

Dieses Jahr gibt es unglaublich viele Läuse jeglicher Coleur im Garten und seit heute mittag wird gewissermaßen zurückgeschossen. Auch wenn der Einsatz von Biowaffen durch die UN nicht gutgeheißen wird, so habe ich dann nun doch mal 500 Larven rekrutiert, die für mich in die Schlacht ziehen werden. Ha !  Möge die Macht mit Euch sein.

Schlafzimmerpilzzucht

Vor ein paar Wochen kaufte ich mir eine neue Pflanze, die nun neben meinem Bett steht. Gestern Abend nun entdeckte ich, daß ich nicht nur einen sehr schönen Bonsai – Baum erstanden habe, sondern gleichzeitig meine Ernährung gesichert ist — falls dieser Pilz genießbar ist. Weiß jemand von Euch, was das für ein Pilz ist und wie giftig er ist ?  Ich habe natürlich nur wenig Lust, mich um Schlaf langsam aber sicher umbringen zu lassen :-)

Nicht mehr mit gerechnet

Ehrlicherweise habe ich nach diesem warmen Winteranfang nicht mehr mit Schnee hier in Hamburg gerechnet, aber nun ist er doch da. Ich find’s ja gut, denn ich mag, wenn ein Winter auch ein Winter ist. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob die Krokusse, Tulpen und Osterglocken, die hier im Garten schon deutlich zu sehen sind, das auch so gut finden, wenn es dann jetzt nochmal kalt wird. Schön sieht es auch jeden Fall gerade aus.

Selbst ist der Mann

Nachdem das in der Nacht mit der Zahnfee nicht klappte — die Zähne lagen am Morgen immer noch da, wo ich sie abends deponiert hatte — verwöhnte ich mich heute morgen selbst. Es ist endlich traumhaftes Wetter und während draußen im Garten die ersten Schneeglöckchen blühen und tatsächlich auch schon frühe Tulpensorten rauskommen, erstand ich diesen Strauß bei Ali an der Ecke. Da bekomme ich doch direkt trotz Hamsterbäckchen viel bessere Laune.

Zahnfee

Bei Kindern kennt man das ja: wenn ihnen ein Milchzahn ausfällt legen sie den auf die Fensterbank (alternativ: unters Kopfkissen) und über Nacht kommt die Zahnfee und tauscht den Zahn gegen ein kleines Geschenk. Nun. Gilt das auch bei Weisheitszähnen, die in langem Gemetzel dem Kiefer entrungen werden ?  Ich werde das heute nacht mal ausprobieren.