Bei einem befreundeten Truckingunternehmen gab es in den letzten Tagen einen Unfall, bei dem der 18-Tonner final in die ewigen Jagtgründe eingegangen ist. Für die Emphaten: kein Personenschaden. Nun will das Unternehmen einen nagelneuen Wagen kaufen und weil es in die restliche Flotte paßt, soll es ein Fahrzeug des Herstellers mit drei Buchstaben sein, der zur Zeit auch anderweitig in der Tagespresse auftaucht. Beim Telephonat mit dem Verkauf bekam man dann zu hören, daß eine spontane Lieferung nicht möglich sei. Frühestens im August könne man mit einem neuen Fahrzeug rechnen, weil zur Zeit wegen der Wirtschaftskrise Kurzarbeit sei und man deshalb nicht schneller liefern könne.
So ein Schwachsinn.
Dieses Beispiel zeigt, daß viele Betriebe das Gelaber um die Wirtschaftskrise nutzen, um krisenunabhängig an der Renditeschraube zu drehen und noch auf Kosten der Allgemeinheit ein paar Steuermillionen mitzunehmen. Wenn es mir als Unternehmen schlecht geht, dann baue ich doch keine Lieferzeiten von drei Monaten auf, sondern liefere sofort. Was meint: sofort. Jede Krise ist auch eine Chance für Dienstleister. Das scheint dieses Unternehmen noch nicht begriffen zu haben.











