Archiv für Oktober 2011




Memo an mich selbst

Ein Beitrag zum Themengebiet zuhause, geschrieben am 31. Oktober 2011 von Markus Sorger

Nächstes Jahr um diese Zeit brauche ich unbedingt ein fettes Strobe, eine Nebelmaschine und einen kleinen Verstärker mit übelstem Hall bei mir zuhause, damit ich die „Süßes oder Saures“ schreienden Blagen stilecht empfangen kann. Hier war heute echt die Hölle los und warum soll ich dabei nicht auch mal meinen Spaß haben :-)

obskure Reise

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 31. Oktober 2011 von Markus Sorger

Wenn man sich mal überlegt, wie unsere Reiseroute in den letzten Wochen aussah, dann kann man ob der unterschiedlichen Eindrücke, die da innerhalb kürzester Zeit auf einen einprasseln, eigentlich nur den Kopf schütteln. Abends in China los, morgens in Paris, frühstücken, dann weiter nach Hamburg. Dort mittags vom Flugzeug in den Nightliner gestiegen und nachmittags mit der Fähre nach Dänemark übergesetzt……

…… abends in Kopenhagen zu Abend gegessen. Völlig andere Kultur, andere Architektur, andere Temperatur als noch 24h zuvor. Über Nacht weiter nach Schweden. Da dann in den nächsten Tagen drei Shows gespielt und mit dem Nightliner von Schweden über Deutschland ……

…… und Österreich (hier ein Bild von unserer Pause in Wels) nach Kroatien und Slowenien. Dort dann wieder drei Shows und dann zurück nach Hause. Im Portemonnaie klimpern die ganzen verschiedenen Währungen, an die man sich kaum gewöhnen konnte, so schnell war man wieder weg.

Schon eine komische Welt, in der ich so lebe.

Morgen geht es nach Ungarn und von Ungarn fahren wir dann nach Luxemburg, nach Deutschland, in die Niederlande. Amsterdam. Da ben ik echt geck op. Hééééél lekker gaan eten.

Dann eine Woche „frei“.

Und dann vier Wochen lang „Oh Du fröhliche“ – singend durch die Kirchen ziehen. Letzte Show am 23.12. in Kroatien. Direkt am Mittelmeer.

Schon eine komische Welt, in der ich so lebe.

Mitten im Thema

Ein Beitrag zum Themengebiet Technik, geschrieben am 31. Oktober 2011 von Markus Sorger

Gerade habe ich mit meinem Rechner ein deutliches Sicherheitsproblem, das auch Auswirkungen auf unsere Firmennetzwerkstruktur hat. Das ist ärgerlich und man muß sich überlegen, wie man dieses Loch auch für die Zukunft stopft. Vom EDV – Unternehmen, das unsere Firmen – IT betreut kommen da Vorschläge wie: alle Mails von Freemailern blocken (dann können mich leider 2/3 der freiberuflichen Techniker nicht mehr anschreiben), oder Verbot der Internetverbindung im Ausland (…wtf).

Ich glaube, ich muß den Kollegen einfach mal eine Woche lang mitnehmen.

rasante Abfahrt auf der Mö

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 30. Oktober 2011 von Markus Sorger

Die Mö, eigentlich Mönkebergstraße, ist eine die Einkaufsstraße in der Hamburger Innenstadt und da war ich gestern, shoppen. In meiner Verzweiflung — dunkelblaue Cargohosen sind mal wieder gerade aktuell nicht angesagt und daher nicht zu bekommen — war ich sogar bei Anson’s, bekam da aber auch nur diesen tragischen Wintersportunfall zu sehen. Hatte dieser coole Typ mit dem 250,00€ – Pullover doch glatt den Hang etwas zu sportiv angegangen und sich den rechten Arm so gebrochen, daß er in Einzelteilen durch die Gegend flog. Er (also eigentlich beide: Typ und Arm) nahm es gelassen.

Im Wundermarkt der Elektronik

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 30. Oktober 2011 von Markus Sorger

In Deutschland kennt der Elektronikbastler vielleicht Conrad oder Völkner. In China ist das ganz, ganz, wirklich völlig ganz anders. Dort gibt es Elektronikmärkte in einer Größe und Diversität, die man in Deutschland noch nichtmal zu träumen wagt. Wie diesen Markt hier (nur einer von einigen in der Nachbarschaft), der mit einer geschätzten Grundfläche von 2.000m² daherkommt. Pro Etage. Das ganze auf sechs Etagen. Was in Deutschland irgendwo in die letzte Ecke verbannt würde, nimmt hier die komplette erste Etage und Teile der zweiten ein: Bauelemente. Du willst ein Kilo Elkos 4,7μF, 25V kaufen ?  Kein Problem, bekommst Du. Irgendwelche MiniXLR – Stecker für Beltpacks, für die man in Deutschland ein Vermögen hinlegt, liegen hier im Dutzend billiger, Netzteile, Widerstände, ICs, Prozessoren …… alles, wirklich alles da und in Mengen & Preisen verkaufsbereit, daß man gar nicht weiß, wo man hinschauen soll. Unfaßbar. Das obige Panoramabild kann man wie immer größerklicken.

Neben Dingen, die eher der Bastler will, gibt es natürlich auch alle möglichen Gimmiks, beispielsweise Laserpointer. In Deutschland sind sie in Leistungen zwischen einem und fünf Milliwatt zu haben (also 0,001 – 0,005W), größere Leistungen sind unzulässig, weil einfach gefährlich. Hier kann man Laserpionter bis 2,2W (in Worten zwei Komma zwei Watt) kaufen. Das sind echte Waffen. Das ist jetzt kein Spruch, sondern eine ernsthafte Erfahrung. Johannes hat so einen Laser vielleicht eine halbe Sekunde auf seine Hand gerichtet und hatte danach eine böse Verbrennung. Nicht auszudenken, wenn man sowas in die Augen bekommt. In China wird sowas frei und ohne weitere Nachfragen zu zweistelligen Preisen verkauft.

Auch LEDs sind hier natürlich in allen möglichen und unmöglichen Variationen zu bekommen. Als Baustrahler, wie oben im Bild, als einzelner Chip bis 28W in weiß (auch hier nochmal in Worten: bis achtundzwanzig Watt in einem Chip)……

…… als Meterware auf Spulen in allen möglichen Farben und Farbkombinationen, gern auch selbstklebend ……

…… und auch als fertig montiere Straßenlaternen, die übrigens in China auch schon „in freier Wildbahn“ großflächig montiert werden und ein für Straßenbeleuchtung sehr angenehmes Licht machen.

Weil wir in China sind und die Asiaten es ja bunt lieben, gibt es hier natürlich auch den größten Kitsch. Den muß man als Europäer jetzt vielleicht nicht kaufen. Aber interessant ist es allemal.

Nur als ein Beispiel für die vielen interessanten Dinge, die es hier zu kaufen gibt, seien diese 19″ Steckdosenleisten mit eingebautem Meßgerät gezeigt. Preis unverhandelt 185,00¥, also umgerechnet etwa 22,00€. Sollte ich nochmal nach China kommen, werde ich sicher ein, zwei Tage Zeit mitbringen und einen Container vollmachen. Das lohnt sich sicher.

Ein anderes Beispiel: hier eine Etage eines anderen Ladens. Nur Handys. Geschätzte 1.500m² nur Handys. Originale und Nachbauten. Uns wurde, ja, zugegeben, mit einem Grinsen, bereits das iPhone 5 angeboten. Neben dem Grinsen bekamen wir auch direkt eine Erklärung dazu: Apple würde doch sowieso um die Ecke, in Shenzen, fertigen lassen und das seien halt die Vorserienmodelle zum Testen der Funktionen. Darum seien sie auch so günstig. So ein „iPhone 5“ sieht tatsächlich so aus, wie man sich das Telephon vorstellen würde. Haptik, Wertigkeit, Bedienoberfläche, alles so, wie’s muß. Daß unter der Haube dann Android läuft …… ist das wirklich wichtig ?

Wieder ein anderer Laden, dieses Mal nur vier Etagen, dafür aber verwinkelter und auf mehr Quadratmetern pro Etage. Im Erscheinen etwas ranziger. Hier werden Kleinserien direkt am Stand zusammengelötet. Und natürlich rechnen wir jetzt nicht mit in Deutschland vorgeschriebenen Absaughauben für die Lötdünste. Wir sind in China.

Was jetzt wie ein Bericht aus dem Paradies des Elektronikfreak klingt ist es auch fast. Fast. Vorsehen muß man sich vor allzu billigen Kopien. Bloß weil Neutrik auf dem XLR – Stecker draufsteht muß es kein echter Neutrik Stecker sein. Bloß weil der USB – Stick beim Reinstecken in den Laptop tatsächlich 756GB anzeigt müssen da keine 768GB draufpassen (das gilt natürlich auch für das 256GB – Modell). Vor dem Kaufen muß man immer prüfen. Und wenn man das in Ruhe und offenen Auges tut, dann werden einem die Ungereimtheiten schon auffallen. Man darf sich einfach nicht schnell begeistern lassen, denn sonst zahlt man trotz unglaublich günstiger Preise drauf. Wenn man aber in Ruhe und Besonnenheit Geschäfte macht, dann lohnt sich das hier ganz sicher sehr.

Werbung von Google

Ein Beitrag zum Themengebiet im Netz, geschrieben am 29. Oktober 2011 von Markus Sorger

In letzter Zeit bekomme ich häufiger Werbung von Google: ich hätte doch eine gutgehende Site, warum ich nicht ein wenig Werbung einbinden wolle. Selbstverständlich nicht irgendeine Werbung, sondern welche, die auf die Google – Werbesysteme fußt. Und natürlich könne ich auch für meine Site Werbung bei Google machen. Man würde mir auch 75,00€ für die erste Aktion nachlassen.

Soweit ist das ja alles nicht weiter verwunderlich, denn Google weiß recht genau, wie viele Besucher am Tag über ihre Suchmaschine in mein Blog finden und über Analytics auch, wie viele Menschen am Tag sich generell auf meiner Site herumtreiben. Das sind so wenige nicht, da mag sich also Werbung aus Sicht von Google lohnen. Das Bemerkenswerte an der ganzen Aktion ist, daß mich Googles Werbung nicht per eMail erreicht, sondern mit der Deutschen Post. Als SnailMail. Das wiederum wundert mich sehr.

nochmal ein Blick auf eine Stadt

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 28. Oktober 2011 von Markus Sorger

Um nochmal den Eindruck auf chinesische Großstädte zu verstärken habe ich noch dieses größerklickbare Panorama aus meinem Hotelzimmer in Shenzen. Mal abgesehen von den ganz offensichtlichen Stitchingfehlern im mittleren Haus gibt es doch schon einen guten Eindruck über die Stadt, die soweit das Auge reicht einfach aus Hochhäusern besteht. Die niedrigeren Hochhäuser sind aus den 70er und 80er Jahren, die höheren sind dementsprechend neuer. Und es gibt Viertel, in denen die Hauser aus den 70ern schon wieder weggerissen werden, um modernen Bauten Platz zu schaffen. China hat recht konstant 1,3 Millarden Einwohner……

Architektur in China

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 28. Oktober 2011 von Markus Sorger

Während im konservativen Hamburg schon die Tanzenden Türme heftig umstritten sind, wird in den Großstädten Chinas gebaut, was der Betonmischer hergibt. Das nicht nur in der Menge, sondern auch in der Art der Architektur. Gebaut wird, was auffällt; sowas wie einen Ensembleschutz gibt es ganz sicher nicht. Das Bild der Städte verändert sich rasant und heute kann man beispielsweise in Shanghai 45 Minuten auf der Autobahn durch die Stadt fahren und man kommt so weit das Auge reicht nur an Hochhäusern vorbei.

Chinas Bauherren haben gegenüber deutschen sicher den Vorteil, daß auf einem geplanten Baugrund lebende Menschen recht … unbürokratisch … umgesiedelt werden. Ich habe mir erzählen lassen, daß die Kündigungsfrist für Wohnraum selten länger als eine Woche beträgt und selbst diese Zeit gern unterschritten wird. Eine komplette Umgestaltung ganzer Landstriche scheitert also nicht wie hier an irgendwelchen Bürgerinitiativen.

Auf der anderen Seite ist das auch schade, denn das, was wir unter typisch chinesischer Architektur verstehen würden, findet man in den Städten nur noch in kleinen, musealen Bereichen, oder eben aufgemotzt an Hotelbauten. Ansonsten ist der Baustil den wir erwarten würden komplett verschwunden. Allerdings ist das ehrlicherweise in Deutschland auch so. Fachwerkhäuser baut ja auch kein Mensch mehr.

Hochinteressant ist für mich, wie dicht gigantische Neubauten und alte, verwinkelte Gassen in den Umbruchgebieten nebeneinanderliegen. Davon in den nächsten Tagen mehr.

Blaurock

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 27. Oktober 2011 von Markus Sorger

Ich gehöre wahrscheinlich zur falschen Berufsgruppe, denn der Name Blaurock ruft bei mir Assoziationen hervor, die ich deutlich nicht mit einem seriösen Krankentransportunternehmen verbinde. Dabei ist das einfach nur der Name des Inhabers. Kann der Mann ja nichts für. Trotzdem muß ich irgendwie an Jim, John & Jack denken.

Grüße aus dem Knast

Ein Beitrag zum Themengebiet Venues, geschrieben am 27. Oktober 2011 von Markus Sorger

Andere Länder, andere Sitten  — diesen Spruch kennt man ja. Aber daß ein Venue, die Liseberghallen in Göteborg, einen hauseigenen Knast haben …… nun, das hatte ich zuvor auch noch nie erlebt und machte mich gegenüber dem örtlichen Veranstalter direkt noch freundlicher, als ich sowieso immer bin :-)

Die Kollegen vom Haus „beruhigten“ mich aber dann: die Zellen seien in der Regel nicht für unfreundliche Produktionsleiter oder übermotivierte Konzertbesucher, sondern in seltenen Fällen für renitente Besucher des direkt nebenan gelegenen Freizeitparks. Man habe einen speziellen Deal mit der Polizei und dürfe Menschen bis zum Eintreffen der Beamten festsetzen. Ob in der Freizeitparkbeschreibung von dieser besonderen Attraktion auch die Rede ist ?