Stoppok in Hamburg

Leider bin ich am Wochenende nicht in Hamburg und kann demzufolge nicht hingehen, aber allen die in Hamburg und Umgebung sind, möchte ich dieses Konzert hier sehr empfehlen: Stefan Stoppok spielt am Samstag im Polittbüro. Ich sah ihn vor zweieinhalb Jahren, so ein Konzert macht wirklich ganz, ganz großen Spaß.

Stefan ist … ja … wie nennt man das eigentlich … Liedermacher ?  Rockmusiker ? … Hm … auf jeden Fall ist er ein begnadeter Texter, Gitarrist und Entertainer. Ein Musiker mit hervorragender Beobachtungsgabe für kleine Situationen und groben Blödsinn. Es wird sicher ein toller Abend.

Augenkrebs

Nachdem man sich ja schon fast daran gewöhnt hat, das anglikanische Fallbildung auch im Deutschen angewandt wird, man sich also vor „Gaby’s Blumenboutique“ kaum retten kann (obwohl es natürlich Quatsch ist), muß ich in den letzten Tagen vermehrt „Info’s“ darüber ertragen, daß nun auch dazu übergegangen wird, die simple Pluralbildung mit einem Apostroph zu versehen. Da kann man sich nur an den Kopf fassen. Dabei ist die Regel doch ganz einfach: das Apostroph ist ein Weglassungszeichen. Wenn ich also statt „auf dem Weg“ „auf’m Weg“ schreibe, dann lasse ich da etwas weg. Also muß da ein Weglassungszeichen, ein Apostroph hin. Bei „Infos“ oder Bikes“ lasse ich aber nichts weg, da bilde ich nur den Plural. Also weg mit dem Ding.

Es ist gar nicht so lange her, da wurde bei Ausländern bemängelt, daß die ja gar kein richtiges Deutsch können. Nun. Diese Beschwerde können allmählich einige Nativdeutsche glatt runterschlucken, sprechen und schreiben sie doch ihre eigene Muttersprache so grauselig, daß mir ganz blümerant wird. In dem Sinne: Euch’s noch ’n schönen Abend.

Bald ist wieder Dom

Nächstes Wochenende eröffnet in Hamburg wieder der Dom, eine ziemlich große Kirmes. Gestern machten wir einen kleinen Rundgang über das Gelände, weil man gerade an den Aufbautagen immer besonders schöne Perspektiven sehen kann.

Außerdem laufen einem nicht ständig irgendwelche anderen Dombesucher durch das Bild; wobei es auch gestern interessanterweise schon recht voll auf dem Gelände war. Wir waren halt nicht die Einzigen, die auf den Gedanken gekommen sind, mal ein paar Eindrücke vom Aufbau zu sammeln.

Ein Kinderkarussell beispielsweise kann man ganz einfach zu einem Anhänger zusammenklappen…

… und wird dann wieder auseinandergeklappt, wenn man vor Ort ist.

Auch grauselige Ungeheuer bekommen einen Schutzmantel verpaßt…

Photo: Annette Prüfer

… Details bleiben aber doch zu sehe. Nach dem Break geht es mit vielen, vielen Bildern weiter.

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Jacksons Raritäten

Wie viele andere Künstler, so war auch Michael Jackson wohl augenscheinlich in seinen jungen Jahren in Hamburg aktiv. Übriggeblieben sind von diesen Aktivitäten einige äußerst rahre Scheiben, die ich heute bei einem Spaziergang bei der Hanseplatte im Schaufenster sah.

Diese Funde beweisen, daß Hamburg einfach die Musikstadt schlechthin ist und daß wir nach einem Beatlesmuseum bestimmt auch schon in 20 Jahren ein Michael Jackson – Museum haben werden. Ich finde, gerade das Heiligengeistfeld mit seinem Dom bieten sich faktisch dafür an, in Michael Jackson – Platz und in Neverland – Festspiele umbenannt zu werden.

Delikatesse

Photo: Annette Prüfer

Die letzte Woche gekochte Knubberkirschmarmelade schmeckt anscheinend besonders gut. Jedenfalls können Marienkäferlarven nicht daran vorbeigehen, sondern saugen sich regelrecht voll davon. Und sie haben natürlich Recht. Ob der Vogel, der die Larven dann später fressen wird, den zarten Kirschgeschmack wahrnehmen wird ?  Marienkäferlarven an Kirschmarmelade. Sicher eine Delikatesse.

Elbblog on tour

Elbblog on tourGerhard hat eine ganz außergewöhnliche und tolle Idee, wie er seinen diesjährigen Sommerurlaub verbringen kann: er macht eine Blogtour einmal komplett quer durch die Republik; jedes Bundesland wird für ein paar Tage besucht und dann werden die Erlebnisse im Blog beschrieben. Damit die Reise auch aufregend, abwechslungsreich und spannend — eben bloggenswert — wird, können seine Leser ihm Tips geben, wo er denn hinfahren soll, was besonders sehens- & erlebenswert ist und wo er vielleicht auch besser einen Bogen drum macht. Zu jedem Bundesland werden die Leservorschläge dann noch mal zur Abstimmung vorgestellt und da wo die Mehrheit seiner Leser ihn hinschicken, da fährt er dann vorbei. Das verspricht sicher eine sehr spaßige Zeit und Perspektiven, die auch mal ungewöhnlich werden.

Vielleicht habt Ihr ja auch ein paar schöne Ideen für die Reiseroute, oder sogar die Möglichkeit, Gerhard einen Schlafplatz zur Verfügung zu stellen, damit er nicht immer campen muß. Besucht also seine Seite und verfolgt seine Aktion. Ich jedenfalls bin schon sehr gespannt, wohin es ihn überall verschlagen wird.

Schwerer Unfall beim Aufbau für Madonna – Konzert

Copyright: TV3

Wie man ersten Berichten entnehmen kann, gab es einen schweren Unfall mit einem Toten, sechs Schwerverletzten (davon zwei lebensgefährlich) und zwei Leichtverletzten beim Aufbau für das Madonna – Konzert am Wochenende in Marseille. Über die Unfallursache gibt es noch recht widersprüchliche Aussagen. Zum Teil wird berichtet, die vorbereitete Dachkonstruktion habe sich beim Anheben und Aufsetzen aufgeschwungen, andere Meldungen gehen von einem gerissenen Stahlseil aus (was sich nicht unbedingt gegenseitig ausschließen muß). Ein Kran sei umgestürzt; auf Photos sind allerdings vier stehende Kräne zu sehen. Ein erstes Video ist hier veröffentlicht. Der Unfall soll nicht schlagartig, sondern in ein paar Sekunden geschehen sein, so daß sich rund 30 Techniker noch von der Bühne retten konnten.

Wer Produktionen in dieser Größenordnung kennt, weiß, daß dort in der Regel sehr zuverlässig gearbeitet wird; ich bin sehr gespannt, was der Auslöser war.

Für den Moment drücke ich den Verletzten die Daumen, daß alle überleben und daß die gesundheitlichen Folgen überschaubar bleiben. Den Angehörigen des toten Franzosen gilt mein tiefes Mitgefühl.

Nachtrag 17.07.2009, 12:49: Mittlerweile ist auch einer der beiden lebensgefährlich Verletzten verstorben, der zweite ist immer noch instabil. Genauere Informationen zum Unfallhergang gibt es noch nicht.

zweites Störtebloggertreffen

Gestern Abend war das angekündigte zweite Störtebloggertreffen und während beim ersten Mal zwölf Leute da waren, kamen gestern sogar 17. Die Runde ist ganz lustig, es sind alte Bloggerrecken und absolute Neulinge dabei, auch die Bandbreite der Blogthemen spiegelt die bunte, weite reale Welt wieder. Hauptthema (neben vielen kleinen Gesprächen) gestern: wie kann man die Aufmerksamkeit von Lesern auf das Blog erhöhen und wie läßt sich vielleicht sogar Geld mit dem Bloggen verdienen. Letzteres finde ich jetzt nicht so wichtig, aber es gibt ja Kollegen, die wenigstens mal die Hostingkosten wieder reinbekommen wollen, oder ihre Arbeit durchaus mit dem klassischen Journalismus vergleichen, von dem man auch leben kann. Und so wurde es ganz schnell 23:00 Uhr.

Interessant für mich übrigens zu erfahren, daß die Blogger einen Klassensprecher haben (sollen). Zwar lese ich zwei dutzend Blogs, keines davon beschäftigt sich aber mit Blogs. Ich finde das Tanzen um die heilige Kuh in der Regel todlangweilig. Daß also ein Herr Lobo (Lobo ist für mich ein recht angesehener Anbieter für Lasershows) von den Printmedien als der Oberblogger angesehen wird und „alle“ darüber lästern, daß ebender jetzt Werbung für meinen Handydienstleister macht …… ist mir herzlich egal. Ich blogge aus urprivaten Gründen. Vielleicht macht gerade das mein Blog erfolgreich.

Am 15.08. wird es das nächste Treffen geben (alle Hamburger Blogger sollten sich diesen Termin schon mal in ihrem Kalender notieren), da ist gemeinsames Grillen bei nettem Plausch geplant. Für den 15.09. will man die Internetbeauftragten aller relevanten Parteien zu dem Treffen einladen. Wir sind dann ja kurz vor der Wahl und es ist bestimmt interessant, wenn eine Horde neugieriger Blogger Fragen zur Netzpolizik und den darumliegenden Gebieten stellen.