Kuba ist befreit

Gestern hatte Carola Geburtstag, heute Matze, der Koch und Schneider, einer der beiden Tourhands. Also drei Geburtstage im Bus. Zum Ablauf des Abends kann ich nur sagen, daß Kuba definitiv befreit ist, die meisten der Crew nun fliegende Jäger sind, die Nacht den Tag sah und es erst endete, als sich ein Crewmitglied rückwärts in das Spülbecken der Nightlinerküche  verdaute.

Guten Morgen.

Carola Wirsing

Da sie heute Geburtstag hat, kann ich sie auch direkt mal vorstellen: Carola Wirsing ist bei unserer kleinen Tour die Dekobeauftragte. Sie kümmert sich hauptverantwortlich um die kompletten Dolomiten und hat somit eine schwere Aufgabe. Aber auch sonst ist sie für alles verantwortlich, was Deko und Setbau angeht und sie macht ihre Aufgabe sehr gut. Darüber hinaus hat sie einen 2er Führerschein und ist auch als Lichttechnikerin buchbar; mithin also sehr vielseitig einsetzbar. Zu ihrem Job kam sie über diverse Coverbands, die sie schon betreute; über diese Zeit kann sie Geschichten erzählen……

Die beleuchtete Truss hat sie da natürlich nicht immer stehen, aber ich dachte, daß es zum heutigen Tag angemessen ist. ;-)

pink

Heute morgen beim Eintreffen in der Ostseehalle Kiel hingen noch Backstageschilder der Vorproduktion. Bei der Farbwahl konnte ich nur nicken. Paßt. Vom Gefühl her würde ich sagen, daß bei der Dame mit dem Namen der Farbe die Schilder eher im dezenten Rock ’n‘ Roll schwarz gehalten sind.

April, April

Wie nimmt man am besten zum ersten April eine ganze Band auf den Arm ?  In dem man das komplette Setup ändert. Beispielsweise. Ungefragt und unangekündigt. Heute beim Aufbau beschlossen wir also, mal die Bläser und Saiteninstrumente von vorne nach hinten zu setzen und außerdem untereinander die Seiten zu tauschen. Das Schlagzeug wechselte von hinten in die Mannheimer Position (also rechts seitlich) und Albin an seinen Keys saß plötzlich vorne. Die Reaktion der Band beim Eintrudeln: schallendes Lachen.

Beim Auftritt stellte Sänger Norbert dann fest, daß da plötzlich Platz war und nutze ihn auch; er, der sich normalerweise kaum bewegt. Und so wurde es eine lebendige Show, sehr kommunikativ.

Noch mehr Nebel

Passend zur Wetterlage draußen mal eine kleine Studie zur Wetterlage in der Halle.

Michi, unser Lichtmann, hatte erst den Hazer (Dunsterzeuger) eingeschaltet, aber den Ventilator noch nicht. Dadurch bildete sich eine große Wolke über dem Gerät. Später schaltete er auch den Quirl ein, der nun den neu entstehenden Dunst nach rechts wegschießt.

Anner Küste

Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch in der Stadthalle Bremerhaven war es heute Morgen richtig nebelig und bisher klarte es auch nicht wirklich auf. Neben der Halle wird eine neue Eissporthalle gebaut, was dem Nightlinerschlaf nicht zuträglich ist. Ansonsten aber alles gut.

Mit diesem Plakat aus der Stadthalle möchte ich ganz herzlich Peter Schneekloth grüßen. Auch wenn Du ihn lange nicht gesehen hast, ich muß natürlich sofort an Dich denken, wenn ich das Gesicht sehe. Die Kombination Peter & Al ist gewissermaßen in meinem Schädel eingebrannt und ich bin sicher, da bin ich nicht der Einzige, bei dem Du diese Wunde hinterlassen hast…… :-)

Blitz

Letzte Woche in Holland photographierte das Publikum besonders doll, die hörten überhaupt nicht auf. Da kam mir die Idee, doch mal das blitzende Publikum abzulichten. Diesen Block habe ich also nun ein Stativ mit dabei, das ich an die Bühnenkante stellen kann. Die Göttinger sind heute deutlich zurückhaltender als die Zuschauer in Arnheim, aber fast noch interessanter als die Blitzerei finde ich die Tatsache, wie still einige Leute sitzen !  Die Blende war 15 Sekunden lang offen und es gibt Gesichter, die noch scharf sind. Da hätte ich bei einem Konzert im Leben nicht mit gerechnet. Dabei ist die Stimmung gut und die Leute singen mit. Sehr, sehr merkwürdig.

Anderer Song, weniger Geblitze, Belichtungszeit: 30 Sekunden. Und es sind immer noch Gesichter scharf. Wirklich beachtlich. Da werde ich in den nächsten Tagen noch mal mehr drauf achten.

Lokhalle Göttingen

Passend zur aktuellen politischen Lage spielen wir heute in der Lokhalle Göttingen. Beklagte ich mich in den letzten Hallen über fehlende Dachlastmöglichkeiten, so sind hier Einzelpunkte bis 5t und eine Gesamtlast bis 20t möglich. Das sollte für die meisten Produktionen in dieser Hallengröße reichen. Ansonsten kann man mit zwei Trucks trocken laden, es gibt genug Garderoben & Büros und sogar kostenloses W-LAN, was leider nicht selbstverständlich ist. Also alles bestens.

Kuscheltier

So ein Blog hat ja im Grunde die selbe Funkion wie früher das Kuscheltier: läuft es mal nicht so, wie man sich das vorstellt, so kann man Peterle (so hieß mein Kuschelopfer) in den Arm nehmen und ihm alles erzählen. Und dann wird es auch schon wieder gut. Ähnlich hier: wenn mir was nicht paßt, kann ich es dem Blog erzählen. Das ändert zwar auch nichts, aber wenigstens bin ich es mal losgeworden. Grund meines Greinens ist der Verlust einfacher Genüsse. So ist es im Spar Edeka – Markt meines Vertrauens leider mittlerweile nicht mehr möglich, frische Vollmilch zu bekommen. Die Regale sind voll von längerfrischer ESL – Milch, die, mit Verlaub, einfach scheiße schmeckt. Da kann ich auch direkt H-Milch kaufen. Als Alternative bleibt einem nur die leider deutlich teure Landmilch.

Ähnlich ist es mit den Brötchen am Hamburger Hauptbahnhof, an denen ich heute Morgen hungrig vorbeistrich: ein einfaches, knackiges Brötchen mit Butter & Käse ist nicht mehr zu bekommen. Es muß gleich das Monsterbaguette mit Remoulade, Tomate, Gurke & Salat sein, aus dem die Zutaten schon herausquillen und bei dem vom eigentlichen Genuß eines leckeren Käses nichts mehr übrigbleibt. Dabei gilt doch: die einfachen Genüsse sind die besten.

So, und jetzt kann ich Peterle wieder weglegen.