Am Tag, als …

Nein, nicht Conny, aber Ronny Kramer machte also den Opener bei Stefan Gwildis im Stadtpark, hier einmal eine Perspektive aus dem FOH – Tower heraus, bei der man auch Dennis Nähr, den Lichtdesigner Stefans, an seinem Arbeitsplatz sehen kann. Auch sieht man, daß das Rund mittlerweile sehr gut gefüllt ist.

Hinter Ronny verbirgt sich ein bekannter Hamburger Pianist, dessen Namen ich hier nicht nennen darf und der sich an deutschen Versionen von 70er und 80er Hits versuchte. So erfolgreich, daß eine Mehrheit des Publikums stürmisch jubelte. Mir selbst war die Show ehrlicherweise doch ’n Tacken zu sehr aufgetragen — aber das ist ja Geschmackssache.

Wenn man sich mal anschaut, was früher so alles modern war…… so eine Hose käme meinem Bauchansatz bestimmt zugute; als Korsettersatz. Jedenfalls schaffte Ronny durchaus eine gute Stimmung und das ist ja erst mal die Hauptaufgabe eines Supports. Von Stefans Konzert werde ich in den nächsten Tagen berichten; ich habe einfach zu viele Photos gemacht, die ich erst mal aussortieren muß.

Ein paar Bilder vorweg

Gestern spielte Stefan Gwildis sein traditionelles Stadtparkkonzert in Hamburg. Ich komme gerade nicht dazu, ausführlich zu berichten, das werde ich in den nächsten Tagen nachholen, aber ein paar Eindrücke drumherum will ich Euch schon mal geben.

Schon beim Soundcheck war klar, daß es ein lustiger Abend werden würde. Stefan hat sich in den letzten Monaten sicher einige Kommentare zu seinem CD – Cover anhören müssen. Gestern bewieß er, daß er durchaus Humor hat.

Auch dieser Herr, nennen wir ihn hier mal Ronny Cramer Kramer, spielte eine gewisse einführende Rolle am gestrigen Abend. Und er kam nicht allein. Er hatte außerdem zwei bezaubernde Backingvocal – Mädels bei sich. Gerade die Rechte … äh … ‚tschuldigung.

Nach den Soundchecks füllte sich das Rund dann recht schnell; kein Wunder, es war natürlich eine ausverkaufte Show. Bis 19:00 wurde es dann noch etwas voller.

Dieses Photo aus der Show möchte ich Euch auch schon mal zeigen — zumal ein Leser dieses Blogs deutlich Teil der Szenerie ist (Grüße an c-v). Die Photographen durften übrigens gestern etwas mehr als sonst so üblich. Dafür sorgte ausgerechnet der Künstler selbst, als er sich enttäuscht zeigte, daß die Presse nach den üblichen 3 Songs zu verschwinden drohte.

Mehr vom gestrigen Abend in den nächsten Tagen, wenn ich meine 655 Photos auf ein erträgliches Maß reduziert habe.

Wahlwerbung

Morgen Heute ist Europawahl und ich möchte hier noch einmal sehr eindrücklich Werbung dafür machen, da auch hinzugehen. Rund 84% aller Gesetze und Verordnungen in Deutschland beruhen auf Initiativen aus Brüssel; der Bundestag ist also gewissermaßen schon zweite Liga. Da sollte man es nicht dem Zufall überlassen, wer die Politik im Europaparlament bestimmt. Selbst wenn Ihr von dem Ganzen gar nichts haltet, wählt lieber ungültig als gar nicht. Überlegt Euch, wer Eurer Position am nahsten ist. Nehmt den Einfluß den Ihr habt auch wahr.

Geht wählen !

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Eine weiße Ro-ho-se

Ihr merkt schon, zur Zeit bin ich nicht so richtig im Blogfieber. Es gibt zum einen gerade gar nicht so viel, was ich hier verbloggen könnte und zum anderen fehlt mir just auch ein wenig die Lust. Das wird wieder kommen, da bin ich mir sicher, aber zur Zeit ist es mau. In den nächsten Tagen geht es nach Kastelruth; da ist am Wochenende OpenAir, ab Mittwoch bauen wir auf und falls das mit der Internetanbindung dort klappt, werde ich auch mal eine WebCam einrichten. Da könnt Ihr dann im Minutenrythmus sehen, was gerade so alles schiefläuft ;-)

Im Garten blühen gerade nicht nur passend zum Kastelruther Spatzen – OpenAir die Rosen, sondern natürlich auch die Gänseblümchen. Unser Rasen ist ja ehrlicherweise kein echter Rasen, sondern eher eine Wiese. Den Grasanteil schätze ich auf unter 30%, Hauptbestandteil ist Moos. Was es hier leider nicht gibt sind Butterblumen. Die gehören zu meiner kindlichen Erinnerung von Wiese noch dazu.

Moralistenleben

Die meisten von uns dürften Erich Kästner aus ihrer Kindheit und Jugend kennen. Bücher und Filme wie „Das fliegende Klassenzimmer„, „Emil und die Detektive„, „Das doppelte Lottchen„, oder „Pünktchen und Anton“ sind einem sicher begegnet. Manch einer wird nicht verstehen, daß Kästner zur NS – Zeit Publikatiosverbot hatte, seine Bücher verbrannt wurden; jedenfalls so lange nicht, bis man sich seinen Werken für Erwachsene zuwendet. Der Anfang der 30er in Berlin spielende Roman „Fabian — Die Geschichte eines Moralisten“ ist dann deutlich kein Kinderbuch mehr, es ist eher „ab 18“ und zeichnet ein satirisches Bild der Gesellschaft kurz vor der nationalsozialistischen Diktatur.

Diese Gesellschaftskritik, dieses Beobachten der Entwicklung konnte den späteren Machthabern nicht schmecken und wenn ich ehrlich bin, dann haben Kästners Gedanken gerade in dieser Zeit absolut nichts an Aktualität verloren. Auch wir ergötzen uns an der Beschränktheit anderer. Heute nicht mehr im Varieté, sondern bei DSDS oder Das Supertalent, schön bequem vor der heimischen Glotze. Und auch daß die Allgemeinheit bluten muß für die Fehler der oberen Kasten sehen wir mit den derzeitigen Staatsbürgschaften nur zu genüge.

Fabian ist kein Buch das gefällt. Aber eines, das modern, mit schnellen Schnitten, fast drehbuchartig geschrieben ist und zumindest mich innehalten lies. Eines, daß ich hier zum Lesen empfehlen möchte.

Pfingsten

Am Pfingstsonntag versammelten sich die Jünger Jesu, um ihm zu gedenken. Da tat sich der Himmel auf, Feuerzungen regneten herab, füllten die Jünger mit dem Geist der Erkenntnis und ließen sie in Zungen sprechen, so daß sie von allen verstanden wurden. Diese Geschichte läßt mich hoffen, daß dieses auch 2009 geschehe und die Feuerzungen unsere Politiker träfen. Auf daß sie von Erkenntnis erfüllt mal etwas besseres als Sondermüll von sich geben.

Es ist Wahlkampf. Das ist deutlich zu merken. Interessanterweise natürlich nicht Europawahlkampf, diese Wahl wird mal eben auf dem Weg abgefrühstückt, obwohl 84% aller Gesetze und Verordnungen in Deutschland mittlerweile auf europäische Initiativen beruhen. Nein, Bundestagswahlkampf. Und da wird jede noch so kleine Gelegenheit mitgenommen, um sich dem Volke gegenüber als engagierter Wohltäter zu profilieren. Wenn ich mir die Posse rund um Opel ansehe, dann kann ich kotzen. Alle Wirtschaftsweisen sagen, daß eine geordnete Insolvenz des Autobauers vernünftiger (und für den Steuerzahler auch deutlich billiger) sei, aber das ist egal, für läppische 1.500.000.000,00€ kann man doch mal Wahlgeschenke machen. Und auch wenn sich jetzt noch alle zieren, weil sie ja auch von Opel abgelenkt waren, Karstadt wird folgen. Nebenher wird der Bund bei der HRE Investmentbanker. Das ist auch sinnvoll, zeigen die hervorragend geführten Landesbanken ja, daß die Politik sich bestens mit den Geschäften auskennt.

Nun kann man nicht sagen, daß die Politiker das Volk in unverhältnismäßige Schulden stürzen will. Dafür hat man ja gerade erst eine gesetzlich festgeschriebene Schuldenbegrenzung im Bundestag beschlossen. Ab 2015. Bis dahin hat man sicher eine neue Ausrede gefunden, um das Gesetz noch vor der Gültigkeit wieder zu suspendieren. Denn Schuldengrenzen und Termine für einen ausgeglichenen Haushalt gab es ja schon in der Vergangenheit, ohne daß es jemanden ernsthaft interessiert hätte.

Gerne wird von den Politikern eine stärkere persönliche Haftung von Geschäftsführern und Vorstandsvorsitzenden gefordert, wenn mal wieder ein Unternehmen crasht. Mal abgesehen davon, daß ich die Idee so schlecht nicht finde, würde ich sie aber gerne ausweiten: auch Politiker sollten für ihr Tun verantwortlich gemacht werden. Und zwar nicht nur per Rücktritt bei vollem Bezug der Altersversorgung, sprich: durch vorzeitige bezahlte Freizeit. Sondern per geordnetem Leben mit Hartz IV. Statt dem Wohl des Volkes zu dienen, ein Schwur, den jeder Minister feierlich ablegt um ihn sogleich wieder zu vergessen, ist die Prioritätenliste der aktuellen politischen Führungsriege eher: ich, meine Familie, meine Partei und … da hatte ich doch noch was vergessen … ach so, ja: der Staat.

Gute Unterhaltung

Manchmal beklage ich mich ja über meine Zugfahrten. Oft ist es aber einfach auch nur lustig. So wie heute. Erst war ich in einem Regional“express“ im Schwäbischen unterwegs. Um mich herum nur mundartliches Gebrabbel und genau hinter mir … ein älteres, eindeutig norddeutsches Ehepaar mit herrlichstem s-pitzen S-tein. Ein köstlicher Kontrast.

Später dann im ICE auch ein Norddeutscher. Etwa 24 Jahre, Student, mit Vornamen Julius. Und alle bösen Vorurteile paßten perfekt: neuester Apple, Ledertäschchen, iPhone, mit Blick ins Fenster wird die zeitlose Frisur gerichtet. Leicht überheblicher Blick. Sohn. Auch das zu beobachten war köstlich. Zumal der Herr dann im vollen Zug stehen mußte.