Wasserlichtspiele zu Hamburg

Schon vor ein paar Tagen erzählte ich, daß ich nachts an einem See gewesen sei. Hamburgkenner konnten anhand der Photos recht schnell erkennen, daß ich am Parksee von Planten un Blomen (Wikipedia) war. Diese deutlich über 100 Jahre alte Parkanlage erstreckt sich mitten in der Stadt zwar schmal, aber recht lang und hat nicht nur einen recht prosaischen Namen, sondern auch ein wirklich reichhaltiges Angebot an Freizeitangeboten. Toll und originell gemachte Kinderspielplätze, eine Konzertbühne, Botanikhäuser, eine Schlittschuh- / Rollschuhbahn, einen Garten für medizinische Kräuter, Wiesen, riesige Blumenbeete, kleine Brunnen und Wasserläufe, viele Plastiken und eben den großen Parksee. Man kann in diesem Park wunderschöne Sommertage verbringen.

Am Parksee ist im Sommer jeden Abend um 22:00 Uhr die Abschlußattraktion des Tages, finden dort nämlich die Wasserlichtspiele statt, eine Kombination aus Musik, Wasser und Licht. Es gibt ein regelmäßig wechselndes Musikprogramm, zu dem live zwei Musiker auf Keyboards das Wasser und das Licht spielen. Da gewinnt der Jugendheimdiscobegriff „Lichtorgel“ plötzlich eine ganz neue, eine richtig große Bedeutung.

Das Publikum ist bunt gemischt, junge Pärchen, alte Senioren, coole Macker. Manche mit Decke und Picknickkorb, andere sind eher zufällig da, mit dem Fahrrad an der Hand. Alle erleben rund eine halbe Stunde ein echt multimediales Ereignis, das man mit Photos nur unzureichend wiedergeben kann, weil eben die Dynamik der Wasserstöße, des Lichts und der Musik fehlt. Alles was man an klassischem Springbrunnen kennt kann man getrost vergessen.

Gerade durch das Licht und die Bewegung des Wassers hat man oft das Gefühl, kein Wasser, sondern ein gigantisches Feuerwerk zu sehen — wenn man nicht regelmäßig die leichte Gischt im Gesicht hätte, die der Wind von den Fontainen herüberträgt. Nach dem Break geht es mit einigen Bildern weiter.

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Von Leuchtmitteln, HotDogs und Kettensägenmassakern

Gestern waren wir mal wieder beim Mödelladen, dessen Logo auf dem Bild ja deutlich zu erkennen ist. Dabei machte ich obige Entdeckung: hatte ein Käufer beim Anblick der Kerzen das gefunden, was er wirklich suchte; hat sich da jemand ganz bewußt für eine angenehme Farbtemperatur entschieden und die Energiesparlampe liegengelassen ?  Ist statt Elektroschrott jetzt wieder pure Romantik angesagt, geht der Trend also in Richtung OldStyle ?

Aus diesen Überlegungen riß mich um 19:45 dann eine Durchsage: „Liebe Kunden, es tut uns leid, aber unsere HotDogs sind ausverkauft. Wir haben nicht einen mehr. Bitte entschuldigt das.“ Sofort keimten andere Gedanken in mir hoch: hat nun auch Skandinavien als Hort des humanen Sozialismus‘ versagt ?  Kommt es bei Ikea ab sofort zur Bückware ?  Geht unsere Volkswirtschaft nun endgültig den Bach runter, wenn es beim weltweit größten HotDog – Vertrieb keine HotDogs mehr gibt ?  Denn sind wir mal ehrlich: gibt es einen anderen Grund als HotDogs und Köttbullar, um überhaupt da hinzufahren ?

Ihr seht, es war ein nachdenklicher Abend gestern. Dazu kommt, daß ich am rechten Fuß einen … man weiß es nicht … MückenInsektenstichgeschwulst habe, der das den Gedanken nach einem Floh aufkommen läßt. Woraufhin natürlich sofort der ganze Körper juckt. Phantomschmerz gewissermaßen, denn natürlich ist nichts zu finden.

Dies alles schreibe ich, während ich mich ernsthaft bedroht fühle. Im Nachbargarten wüten drei Kettensägen. Angeblich nur, um die Hecke zu stutzen. Daß es dabei nicht bleibt kennt man ja aus dem Kino. Außerdem produzieren die einen Lärm mit einem LEQ, den wir uns noch nicht mal in Wacken leisten dürften. Vielleicht sollte ich den Gärtner mal wegen meines Trinnitus‘ verklagen.

Nachts unterwegs

Für gestern Abend waren eigentlich schwere Regenfälle vorhergesagt, es gab sogar eine Unwetterwarnung. Statt dessen war es zwar bewölkt, aber angenehm warm, so daß wir auch unterwegs waren. Da ich ein Stativ mit dabei hatte, machte ich um etwa 23:00 Uhr unter anderem diese Aufnahme vom Hamburger Fernsehturm. Die Wolken im Hintergrund gefallen mir dabei sehr. Sie sorgen auch für eine recht gleichmäßige Beleuchtung, indem sie das Licht von unten reflektieren.

Auch diese Plastik photographierte ich nachts. Gerade die Beleuchtung durch eine in der Nähe stehende Laterne wirkt in meinen Augen sehr gut. Insgesamt finde ich schon immer wieder erstaunlich, wie gut Bilder unter sehr bescheidenen Lichtverhältnissen werden können.

Es geht weiter. Sicher.

Es stand ja zu befürchten. Und jetzt unken nicht nur Hinterbänkler, sondern auch die erste Reihe: die Ausweitung der Zensur im Internet wird es geben. Auch wenn die CDU in ihrem Wahlprogramm das Internet faktisch ausläßt und sich nur sehr kurz (Seite 55) und auch noch sachlich falsch äußert (das Internet ist auch heute schon kein rechtsfreier Raum, wie viele Betroffene bestätigen können), äußert sich nun Ursula von der Leyen in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt sehr eindeutig: man wird darüber nachdenken, Netzsperren auch für andere Bereiche als Kinderpornographie einzurichten.

Was regt mich daran auf ?  Unstreitbar ist Kinderpornographie ja eine äußerst schlimme Sache, die hart verfolgt und verboten werden muß. Äußerst fragwürdig ist für mich aber der verfassungsrechtlich absolut zweifelhafte Umgang mit diesem Thema. Wenn die Exekutive unter Umgehung der Judikative Inhalte unterbinden kann, dann spricht man von Zensur. Und genau das geschieht hier. Bundesbehörden erlassen Sperrlisten ohne richterlichen Beschluß und diese müssen umgesetzt werden. Das ist einer Demokratie nicht würdig. Schon heute gibt es rechtstaatliche Wege, diese Inhalte zu unterbinden (übrigens nicht nur Kinderpornographie, sondern auch jeden anderen rechtswidrigen Inhalt) und die Verfasser strafrechtlich zu verfolgen. Dieser Weg wird nur nicht (oder im zu geringen Umfang) gegangen.

Wenn dieser Zensurgedanke nun auf andere Bereiche ausgeweitet wird, dann ist Behördenwillkür Tür und Tor geöffnet, ohne daß es ein Rechtsmittel dagegen gibt. Oder wie es Udo Vetter, Anwalt, in seinem exzellenten Artikel zum Thema formuliert: die Meinungsfreiheit wird zum Sondermüll.

Ich kann von einer großen Volkspartei erwarten, daß sie auf dem Boden des Grundgesetzes rechtlich einwandfreie Politik betreibt, ohne in Orwell’sche Überwachungs- und Machtphantasien zu verfallen. Erliegt sie dieser Versuchung, so begibt sie sich in den Bereich der Unwählbarkeit. Natürlich wird es immer Menschen geben, die der Menung sind, daß ein rechtschaffender Bürger ja nichts Negatives zu erwarten habe. Das ist zum einen naiv und zum anderen gab es von dieser Meinung in den 30ern zu viele. Das was unsere Väter und Großväter an modernem, freiheitlichen Grundgesetz schufen, sollten wir nicht achselzuckend aufgeben.

Nachtrag 04.08.2009: Thomas Jurk, Spitzenkandidat der sächsischen SPD, erklärt in einem Gespräch bei der Freien Presse: „Wenn wir gegen das Grundgesetz verstoßen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.“ Streng genommen müßte jetzt natürlich der Verfassungsschutz mit seinen Ermittlungen beginnen (was nicht passieren wird, davon können wir ausgehen). Allerdings finde ich diesen selbstherrlichen Umgang mit dem Grundgesetz durch einen Spitzenkandidaten einer großen Partei ehrlich gesagt zum Kotzen. Denn es gäbe ja durchaus auch verfassungsgemäße — und dazu auch noch letztlich viel effektivere —Wege, das selbe Ziel zu erreichen.

Es hilft !

Vor einigen Wochen berichtete ich ja schon über das neue Wundermittel Zickosan, heute konnte ich es zum ersten Mal einsetzen und ich muß sagen: es hilft !  Bei meiner Nachbarin hing ich heute einen Küchenschrank an die Wand. Leider war die Wand doch etwas dünner als erwartet, so daß ich mit dem Bohrer durchschlug und im Bad zwei häßliche Löcher hinterlies. Nach Einnahme von nur einer Tablette Zickosan, war die Stimmung wieder geretten und wir konnten uns angeregt über Beuys und seine Kunst unterhalten, dessen Stil ich mit meinem Loch sicher getroffen hatte.

Nachtreflexion

Gestern Abend war es recht schön, also konnte man gemütlich mit Baguette, Käse und Wein am See sitzen und picknicken. Wir waren nicht die einzigen (und Hamburger erraten anhand der Bilder vielleicht, an welchem See wir saßen und warum wir bei weitem nicht die Einzigen waren; mehr dazu in den nächsten Tagen), es war sehr gemütlich. So gemütlich, daß wir am morgigen Sonntag da wieder hingehen werden. Da gibt es dann neben dem täglichen Konzert auch noch Feuer.

Ersatzteil gesucht

Liest hier eigentlich ein aktiver Augenoptiker mit ?  Ich habe nämlich ein kleines Problem. Wie Ihr ja wißt, lernte ich in einem meiner früheren Leben mal das ehrenwerte Optikerhandwerk und brachte es da sogar bis zum Meister. Optiker haben einige richtig gute Werkzeuge und so nahm ich unter anderem das oben abgebildete Gerät mit in meine neue Tätigkeit. Ihr sehr dort ein Heißluftgerät, in Optikerkreisen auch Ventilette genannt (obwohl das ein Markenname ist und viele Geräte, wie das oben auch, sich eigentlich gar nicht so nennen dürften). Das stellt man auf den Tisch und wenn man es einschaltet, dann kommt da, einem Fön ähnlich, oben Heißluft raus. Man kann damit Brillen erwärmen, um Gläser einzusetzen, oder die Bügel der Kopfform anzupassen. Ich habe damit im Laufe der letzten Jahre sicher Kilometer von Schrumpfschlauch um Kabel geschrupft. Da das Gerät extrem leise läuft ist es viel besser als alles, was es heute so an modernen Lösungen in der Veranstaltungstechnik gibt.

Dieses Gerät hier stammt von Breitfeld & Schliekert und wie zu sehen ist, ist der Düsenaufsatz oben nach jahrzehntelangem Einsatz spröde geworden, gerissen und ein Teil fehlt mittlerweile ganz. Leider gibt es bei Breitfeld kein Ersatzteil mehr dafür. Neben der Variante, die Ihr auf dem Bild seht (das ist die ganz alte Lösung aus einem Metallring und einem Bakelit – Einsatz) gab es später auch mal eine Düse komplett aus Termoplast. Und nun kommt Euer Einsatz: hat jemand von Euch zufällig noch so eine Düse (keinen Topf für Fassungen) und kann sie mir zukommen lassen ?  Das wäre ein Traum !

Ungewöhnliche Problemlösung

Am letzten Wochenende gab es in Crailsheim, dem Sitz meines Arbeitgebers, das Kulturwochenende. Das ist eine traditionelle Veranstaltung, bei der es im Stadtgebiet einige Bühnen mit Liveprogramm gibt; von Laientheater bis Rock ’n‘ Roll wird alles geboten. Drumherum natürlich die obligatorischen Freßbuden. Nachdem es im letzten Jahr ein paar Anwohnerbeschwerden wegen Lärmbelästigung gab, sollte es in diesem Jahr ein ausgeklügeltes Kontrollsystem geben, das maßgeblich vom Bürgermeister und vom Leiter des Ordnungsamtes angeschoben wurde. Nach intensiven Gesprächen einigte man sich auch auf ein Verfahren, das halbwegs praxistauglich war. Extrem kurzfristig ergab sich aber eine andere Lösung, so daß es die streßfreieste Veranstaltung seit Bestehen wurde, wie mir die Kollegen berichteten.

Hotel Mercure, Regensburg

Während des Schloßfestes wohnte ich übrigens im Hotel Mercure in Regensburg, erstaunlicherweise ein Viersternehaus. Für mich fühlte es sich wie ein ganz normales, schon leicht in die Jahre gekommenes Dreisternehotel an. Deutlicher Kritikpunkt ist das Bad mit Pilzbefall, der teilweise ganz stümperhaft übergestrichen wurde. Auch die Amaturen zeigten durch zu starken Scheuermitteleinsatz schon deutlich ihren Messingkern.

Das Zimmer ist ansonsten ganz normaler Hotelstandard, die Lobby und die Bar allerdings eher ungemütlich. Ungemütlich war auch die  Barbedienung, die trotz vollem Betrieb sehr ruppig und nicht gerade in vollendeter Freundlichkeit um kurz vor 03:00 Uhr kassierte und schloß. Auch was das Thema Gepäckaufbewahrung angeht war man an der Rezeption nicht unbedingt so richtig entgegenkommend.

Insgesammt ein ganz normales, langweiliges Standardhotel ohne Atmosphäre, autobahnnah am Rande der Stadt (etwa 4 km vom Zentrum) gelegen.

Die Kunsthalle lebt

Die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle ist ein klares Gebäude und bietet sich daher sehr für Projektionen an. Bei der „Langen Nacht der Museen“ gab es ein Videoprojekt, das ganz bewußt mit der Fassadenstruktur spielte und von dem ich heute via Lichtlerforum ein Video entdeckte. Das was das Team von Urbanscreen da inszenierte war schon richtig gut gemacht, so daß ich Euch hier gern das Video vorstelle.