proLight + sound 2008; ein kleiner Rundgang

Bühnenmodell

Wie schon im letzten Jahr (1, 2, 3), so war ich auch gestern in Frankfurt und besuchte die proLight + Sound, die größte Fachmesse für Veranstaltungstechnik weltweit. Einiges habe ich ja schon in den letztjährigen Artikeln geschrieben, auf die teilweise … interessante … Riggingtechnik an einzelnen Ständen möchte ich nicht weiter eingehen. Trotzdem gibt es hier ein paar Impressionen.

Echte Modellbauten sind in unserer Branche recht selten geworden. Visualisierungen werden einfach am Rechner in 3D erstellt und fertig. Darum ist das obige Modell schon etwas besonderes und es freut mich, daß sowas überhaupt noch jemand macht. Wenn ich mir das so ansehe, dann ist das doch ein echter Unterschied zu Rechnerbildern.

Traversenstand

Mir fiel im Laufe des Messebesuchs auf, daß es gar nicht so viele wirklich ästhetische Stände gab. In einer Branche, die eigentlich vom optischen Verkaufen lebt, etwas schade. Gelungen fand ich diesen Stand eines Traversenbauers. Bis ins Detail durchdacht und schön in Szene gesetzt.

fliegende Kuh

Originell war auch dieser Stand des schweizerischen Motorenherstellers c-force. Fliegende Kühe sind zumindest mal auffällig.

RALED - Spot

Auch zu sehen waren echte Weltneuheiten. Noch als Studie und leider nicht mit der endgültigen Optik (die ist bis zur Messe noch nicht fertiggeworden) war dieser LED – befeuerte MovingSpot namens RALED auf der Messe. Man versicherte, daß die Lichtausbeute eines 575er Spots mit der finalen Version locker zu erreichen sei. Es kommen zur Lichtmischung nicht drei (RGB), sondern fünf (RGB, amber, kaltweiß) verschiedene LED – Typen zum Einsatz, wovon man sich sattere und überzeugendere Farben verspricht. Darüber hinaus bietet die Lampe den vollen Funktionsumfang, den man von hochwertigen Movingspots erwartet. Auch wenn das vorgestellte Gerät nicht 100%ig überzeugen konnte, so bin ich doch sicher, daß sich hier in den nächsten Monaten eine Menge tut und spätestens im nächsten Jahr ein Modell vorgestellt werden kann, das den klassischen Brennerherstellern das Fürchten lehrt.

JB VaryLED A7 zoom

Konnte mich auf der letzten Messe der hier auch schon gerühmte Impression als LED – Washlight deutlich mehr überzeugen, so legt Konkurrent JB Lightning mit einer Zoom – Variante nun nach. Ehrlicherweise gibt es auch hier noch ein paar kleine optische Probleme, die Ausleuchtung gerade im Rotbereich ist noch nicht gleichmäßig, aber bis zum Sommer soll das Ding spielen. Ebenfalls sehr interessant.

Studio Due D color

Etwas sehr … speziell … im Design ist diese Lampe, die sich wie ein Wurm bewegt, um die verschiedenen Positionen zu erreichen. Studio Due hatte einige davon am Stand und ich fand das Aussehen eher witzig als überzeugend.

gutes Design

Auch die ein oder andere schöne Designidee konnte man sehen. Diese Kombination aus kopfbewegtem Licht und LED – Wand fand ich sehr gelungen.

dreidimensionales Video

Sehr effektvoll auch diese dreidimensionale Installation von LED – Elementen. Bisher bekommt man da wohl richtiges Video noch nicht hin, aber schon der dreidimensionale Verlauf von Lichteffekten sah sehr überzeugend aus.

Neoneon

Nicht besonders spektakulär, aber schön bunt war diese Reklame. An dem Stand wurde dann gezeigt, daß die gute, alte, echte, geblasene Neonreklame ebenfalls auf dem sterbenden Weg ist, weil auch hier LED – Technik Einzug hält.

Lautsprecherlampe

Neuerungen im Ton kann man viel schlechter photographieren, aber ich möchte wenigstens ein paar davon erzählen. Daß Beyer jetzt auch Leuchten mit eingebauten Lautsprechern baut — na ja. Viel interessanter fand ich Verstärker von Cadenbach, die man über Ethernet nicht nur komplett fernsteuern und die technischen Daten überwachen kann. Sie liefern über’s Netzwerk auch einen MP3 – Audiostrom des Ausgangssignals, so daß man ggf. Fehler in der Übertragungskette auch fernabhören kann. Für größere Festinstallationen sicher ein tolles Feature.

Außerdem sah ich am Stand der Firma ML Audio, daß man Rigipsplatten perfekt zum Schwingen anregen kann und so statt Lautsprecher einfach ganze Wände zur Klangwiedergabe genutzt werden können, was die Sache für Architekten natürlich besonders interessant macht. Das System nennt sich Novasonar und funktioniert dann sogar bis in den DolbySurround – Bereich hinein.

3 Gedanken zu „proLight + sound 2008; ein kleiner Rundgang“

    1. Das Modell wurde von einem Mitarbeitder der Firma Lleyndecker in monatelanger Kleinarbeit gefertigt. Folge mal dem Pingback über Deiner Frage, da findest Du mehr Informationen.

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