Werbung von Google

In letzter Zeit bekomme ich häufiger Werbung von Google: ich hätte doch eine gutgehende Site, warum ich nicht ein wenig Werbung einbinden wolle. Selbstverständlich nicht irgendeine Werbung, sondern welche, die auf die Google – Werbesysteme fußt. Und natürlich könne ich auch für meine Site Werbung bei Google machen. Man würde mir auch 75,00€ für die erste Aktion nachlassen.

Soweit ist das ja alles nicht weiter verwunderlich, denn Google weiß recht genau, wie viele Besucher am Tag über ihre Suchmaschine in mein Blog finden und über Analytics auch, wie viele Menschen am Tag sich generell auf meiner Site herumtreiben. Das sind so wenige nicht, da mag sich also Werbung aus Sicht von Google lohnen. Das Bemerkenswerte an der ganzen Aktion ist, daß mich Googles Werbung nicht per eMail erreicht, sondern mit der Deutschen Post. Als SnailMail. Das wiederum wundert mich sehr.

11 Gedanken zu „Werbung von Google“

  1. also, so kann man das ja nicht stehen lassen: natürlich hast du ein Impressum wo Adresse usw. steht. Aber warum nimmt Google diesen Weg statt des Weges per Mail. Da steckt ja für sie sogar ein bischen Aufwand dahinter usw. … So war der Kommentar gemeint :P

  2. Ich denke, das ganze ist vor allem der, nun ja, nennen wir’s mal „geistigen Unbeweglichkeit“ langjähriger Unternehmer und Abteilungsleiter aus der Prä-Internetära geschuldet, die es zwar inzwischen immerhin vollbracht haben, „ins Netz“ zu kommen, sich aber Emails nach wir vor von der Sekretärin ausdrucken lassen. Und ja, solche Menschen sitzen auch gelegentlich in Marketingabteilungen, die für Internetseiten verantwortlich zeichnen.

  3. Auch gerne genommen:
    „Ich bräuchte mal ein Angebot, so schnell wie möglich!“ – „Ist okay, ich schick Ihnen das in einer halben Stunde. Wie lautet Ihre Emailadresse?“ – „Das weiß ich nicht, können Sie es nicht einfach per Post schicken?“

  4. “Das weiß ich nicht, können Sie es nicht einfach per Post schicken?” – und wieso steht dann in jeder Stellenausschreibung, dass der Umgang mit PC, Office, Outlook etc. Vorraussetzung ist? Und man soll ja auch immer E-Mail etc. angeben…

  5. Weil die Leute vermutlich zu einem Zeitpunkt eingestellt wurden, als sowas noch nicht drinstand. Und vergiss nicht: Es geht um Menschen in Managementpositionen, die tatsächlich oftmals für ihre Arbeit (strategisch statt operativ) nicht zwingend Computer benötigen.

  6. Wenn ich richtig informiert bin, ist Kaltakquise – und das ist es ja im Grunde – per E-Mail verboten, aber per Snailmail erlaubt. Und da will wohl gerade google in dem Fall nicht noch ins Fettnäpfchen treten.

  7. Kaltakquise ist sowohl per Email als auch per Snailmail verboten. Das gilt allerdings nur für Privatpersonen. Wer ein Blog betreibt, wird bei regelmäßiger Veröffentlichung als gewerblicher Betreiber betrachtet. Somit greift der Schutz nicht.

  8. Ist ja lustig, welch ausführliche Diskussion ich hier losgetreten habe. Aaaaalso: ich habe auch keine Ahnung, warum sie’s per Brief machen und nicht per Mail. Vielleicht fürchten sie, daß ihre Mail direkt im Spamfilter hängen bleibt und hoffen auf höhere Beachtung eines Briefes ?

  9. @Gerhad: Heißt das, ich kann jeden Brief, den ich von EasyCredit, Kabel Deutschland und sonstigen Papiermüllfabrikanten bekomme, zum Anwalt schleppen?
    Und Gewerbetreibende darf ich per Telefon ungefragt belästigen?
    Ich habe das bisher immer anders verstanden und erg**glet.

  10. Theoretisch ja. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Akquise#Kaltakquise_und_Warmakquise

    In der Realität allerdings solltest du vorher sicherstellen, dass du nicht doch irgendwo eine Adresse angegeben und deine Einwilligung gegeben hast, zum Beispiel, indem du die Firmen anschreibst und um Auskunft bittest. Dem müssen sie nachkommen. Vordrucke dafür gibt’s im Netz reichlich, zum Beispiel unter http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/vorlage-nach-%C2%A735-bdsg-auf-auskunft-und-loschung/38/

    Für unerwünschte Anrufe empfiehlt sich folgendes: http://www.xs4all.nl/~egbg/duits.pdf

    Und: Warum sollte der Gesetzgeber Gewerbetreibende ausgerechnet in diesem Punkt mehr schützen als Privatpersonen? Als Kaufmann/-frau weiß man in der Regel, auf was man sich einlässt.

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