Archiv für das Themengebiet 'unterwegs'

Respekt

Ein Beitrag zum Themengebiet Eindrücke, Empfindungen, Reaktionen, unterwegs, geschrieben am 6. September 2010 von Markus Sorger

Am Wochenende war ich viel unterwegs und es gäbe eine Menge zu berichten. Da ich aber auf der anderen Seite gerade auch gut zu tun habe, erzähle ich erst einmal nur vom Wichtigsten. In Hamburg war eine Menge los, nicht nur das Alsterfreßfest, offiziell auch Alstervergnügen, wurde veranstaltet, sondern auch das Schanzenfest. Das war wie immer tagsüber wirklich sehr schön, aber abends wird es ja dann leider regelmäßig recht rumpelig. Ich war mit auswärtigen Freunden unterwegs und weil sie dort unbedingt auch mal hinwollten, sind wir abends um neun dann tatsächlich zum Schulterblatt (so heißt eine Straße dort) gegangen. Im Gegensatz zu meinen sehr unangenehmen Erfahrungen im letzten Jahr war dieses Jahr die Polizeistrategie ganz anders und das ergab auch tatsächlich eine ganz andere, erst einmal deutlich bessere Stimmung. Im ganzen Viertel war keine Polizei zu sehen; nirgends. Das wurde allgemein sehr positiv aufgenommen, nur Gruppen von 15 – 25 Jährigen, deutlich nicht politisch, sondern nur krawallmotiviert, frugen regelmäßig “Wann geht es denn jetzt hier endlich mal richtig los ?”, zeigten sich deutlich enttäuscht und zündeten dann auch die ersten Feuer an.

Hier setzt dann auch die einzige Kritik an, die man der städtischen Strategie machen kann: wäre nach acht Uhr die Stadtreinigung mit einem knackigen Trupp durch die Straßen gezogen, dann hätte nicht mehr der reichliche Müll des Trödelmarkts auf der Straße gelegen, der jetzt natürlich die perfekte Grundlage für alle Feuer bildete. Das sollte man einfach im kommenden Jahr noch besser machen.

Kaum hatten die jugendlichen Krawallsucher die Feuer entzündet, waren ganz schnell Anwohner und andere Leute da, die die Feuer wieder löschten; teilweise unter wüsten Beschimpfungen der Jugendlichen. Selbst Leute, die ich spontan eher dem Schwarzen Block zugeordnet hätte, beteiligten sich an den Löscharbeiten und riefen die Schimpfenden zur Mäßigung auf.

Erst als dann unsere Krawalltouristen begannen, Steine auszugraben, um die Scheiben der Haspa (Bankfiliale im Viertel) einzuschmeißen — am nächsten Tag sah ich, daß alle bis auf eine zerstört waren — und dann auch in Richtung “Neuer Pferdemarkt” zogen, um den Polizisten entgegenzugehen, gab es dann einen Einsatzbefehl für die Polizei. Wir sind dann gegangen, ich hörte aber am nächsten Tag, daß der Einsatz mit 1,5h wohl recht kurz war.

Am Ende bleibt auf meiner Seite großer Respekt für die Polizei, die sich wirklich sehr zurückhielt und auf mich einen tatsächlich besonnenen Eindruck machte. Das zuzugeben fällt mir schwer, denn meine persönliche Erfahrung mit Polizisten war in der Vergangenheit allgemein eher nicht so gut. Weiterhin habe ich großen Respekt vor allen Zivilisten, die sich deeskalierend einsetzten und versuchten, die Stimmung ruhig zu halten. Völlig verständnislos stehe ich aber 15jährigen “ey Alder” – Jugendlichen gegenüber, die ausschließlich gekommen waren, um Randale zu machen und das in einer Art und Weise, daß selbst altgediente Linksradikale wohl den Drang verspürten, sich davon zu distanzieren. Manche der Jugendliche waren so jung, daß ich mich frug, warum die eigentlich nicht um 22:00 Uhr zuhause sein müssen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn die Entwicklung des Engagements der Anwohner weiter an Kraft gewänne und die völlig unnötige zerstörerische Randale aus dem Viertel gedrängt würde, würde mich freuen, wenn die Polizei durch Besonnenheit dieses Engagement unterstützte.

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Hunger

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 27. August 2010 von Markus Sorger

Um unsere Verpflegung  muß ich mir jedenfalls heute keine Sorgen machen. Nebenan wird gerade Wildschwein am Spieß vorbereitet. Ich muß nur darauf achten, daß keine Gallier in der Nähe sind.

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Nochn Gedicht

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 27. August 2010 von Markus Sorger

Finsterwalde scheint nicht nur Sängerstadt, sondern auch Stadt der Sprüche zu sein. Diesen hier fand ich in der Trinitatis Kirche. Und eigentlich gefällt mir die Doppelbedeutung sogar ;-)

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Chance

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 27. August 2010 von Markus Sorger

Dieser Spruch ziert groß die Wand über meinem Bett im heutigen Hotel in Finsterwalde. Ich sarret ma so: da haben aber in letzter Zeit verdammt viele ihre Chance nicht mal ansatzweise genutzt.

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Dockland

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 25. August 2010 von Markus Sorger

Das Dockland – Gebäude steht auch an der Elbe und zwar stromabwärts des Fischmarkts. Abends in der blauen Stunde wechselt das Licht ja sehr schnell und damit dann auch die Stimmung rund um den Bürokomplex.

Durch seine außergewöhnliche Form bietet es viele schöne Perspektiven zum Photographieren. Tagsüber kann man auch das Dach als Aussichtsplattform nutzen. Nach 20:00 Uhr (im Winter ab 18:00 Uhr) ist der Zugang aber leider gesperrt.

Gegenüber des Docklands sind auch große Hafenanlagen, die nachts schön beleuchtet sind und trotz der industriellen Geschäftigkeit so eine fast romantische Atmosphäre haben.

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Im Hafen

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 24. August 2010 von Markus Sorger

Wenn ich schon mal in Hafen war, dann konnte ich ja auch direkt ein paar andere Hafenbilder machen. Gerade als ich aus der U-Bahn an den Landungsbrücken stieg stand die Sonne perfekt auf diesen Kränen.

Die Cap San Diego ist ein alter Stückgutfrachter, der noch voll funktions- und fahrfähig als Museumsschiff an der Überseebrücke liegt. Schiffe dieser Art sind im täglichen Leben faktisch komplett ausgestorben und wurden durch die allgegenwärtigen Containerschiffe ersetzt.

Das Dock 10 von Blohm & Voss ist eines der größten Schwimmdocks der Welt und wird häufig für Instandsetzungsarbeiten genutzt. Neubauten von großen Nutzschiffen kommen leider hier nur noch ganz selten vor.

Für die Sicherheit auf der Elbe gibt es überall Radartürme, mit denen der Verkehr genau überwacht wird. Bei Nebel gibt es auch die Radarberatung, da wird dann den Schiffern recht genau gesagt, was sie an Gegenverkehr zu erwarten haben, wer überholen will und wie man am besten fährt.

Der Michel, eine der Hamburger Hauptkirchen, darf natürlich nicht fehlen. Vom Hafen aus kann man ihn sehr schön sehen. Eigentlich müßte ich mal wieder auf den Kirchturm klettern und Euch ein Panoramabild mitbringen.

Kräne in allen möglichen Ausführungen gehören zu einem Hafen unweigerlich dazu. Ganz oben Montagekräne einer Werft, darunter alte Stückgutkräne und dann drei moderne Containerbrücken, mit denen sich auch große Containerschiffe recht schnell ent- und beladen lassen. Mittlerweile gibt es Schiffe mit bis zu 15.000 TEU, also 15.000 20 Fuß – Container können damit transportiert werden. Das entspricht 7.500 großen LKW bzw. Eisenbahnwaggons.

Dieser Kran hier steht zwar auch am Hafen, ist aber nicht für Schiffe, sondern für eine Baustelle. Ich fand die Konstruktion ganz interessant und dachte erst, er würde gerade auf- oder abgebaut. Tatsächlich steht er aber so während des Betriebs.

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Queen Marry 2

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 24. August 2010 von Markus Sorger

Schon letzten Montag lag die Queen Mary 2 im Hamburger Hafen. Ich fuhr Abends hin um ein paar Bilder zu machen und erst jetzt komme ich dazu, diese Bilder auch zu verbloggen. Aber besser spät als nie :-)

Das Schiff ist schon ein echter Pott, auch den Vergleich zu den großen Containerschiffen braucht es nicht zu scheuen. Jedenfall sehen auch die großen der Hamburger Touristenschiffe (links außen die Louisana Star) deutlich wie Spielzeug aus dagegen.

Am Oberdeck des Schiffes gab es Party mit Livemusik, wie deutlich zu hören war.

Und hier entschwindet sie in Richtung Norwegen. In diesen Tagen ist sie schon wieder aus Norwegen zurück, kommt morgen nach Hamburg und wird dann übermorgen in Richtung New York in See stechen. Wer also schon immer mal eine Atlantiküberquerung machen wollte, kann sich jetzt noch kurzfristig entscheiden ;-)

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Nochn altes Gebäude

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 22. August 2010 von Markus Sorger

Nach all’ den Burgbildern dann noch mal eben ein anderes altes Gemäuer aus Malbork. Direkt neben der Bahnlinie liegt dieses Traffohaus, das auf mich auch einen sehr anziehenden Eindruck machte. Ich mag solche leicht verwunschenen Orte.

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Die Marienburg

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 22. August 2010 von Markus Sorger

Nachdem ich mich jetzt seit Tagen davor drücke, will ich Euch doch noch mal von der Marienburg in Malbork erzählen. Ich habe ja schon erwähnt, daß das wirklich ein sehr beeindruckender Bau ist, obwohl der Komplex ja gar nicht mehr komplett steht. Aber selbst der wiederaufgebaute Teil macht einen schon etwas sprachlos. Um eine Burg uneinnehmbar zu bauen, muß man nicht nur unglaublich viel Erde bewegen und Steine mauern, man muß sich auch ein schlüssiges Einlaßkonzept überlegen, damit man nicht überrumpelt wird. Um also auf legalem Wege in die Burg zu gelangen, mußte man früher einige Zugbrücken überqueren, äußerst stabile Gitter und eisenbeschlagene Tore passieren und sich zwischendurch mehrfach kontrollieren lassen. Für ungebetene Gäste gab es an mehreren Stellen die Gefahr, mit kochendem Wasser, Pech, oder Teer übergossen zu werden, wenn man vor einem Tor wartete. Während man heute bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen maximal den Flieger verpaßt, wenn man eine dumme Bemerkung macht (“Nein, das ist kein Laptop, das ist eine Zeitbombe, haha.”), konnte man dort sicher ganz schnell sein Leben verlieren. Die Deutschritter waren nicht gerade für ihre Zimperlichkeit berühmt; religiöse Ausrichtung hin oder her.

Nach den Kontrollen landete man dann erst in der Vorburg, in der sich das gewöhnliche Leben abspielte ……

…… und nach weiteren Zugbrücken, Toren und Gittern dann in der Hauptburg, die nur den Ordensrittern vorbehalten war. Eigentlich. Auf Ausnahmen kommen wir später noch.

Die ganze Burg ist nicht nur monumental, sondern auch sehr schön gebaut. Bei aller Massigkeit und Sicherheit wurde eben auch daran gedacht, ein Kunstwerk zu errichten, das Gott und den Menschen gefallen möge. Das ist den Bauherren bis ins Detail wirklich geglückt. Auch wurde mit für diese Zeit luxuriösen Details wie Zentralheizung und richtigen Toiletten nicht gespart.

Hier übrigens mal eines der beiden Kontergewichte zu einer der Zugbrücken. Mit diesen Gewichten war es immerhin “nur” 15 Mann möglich, die Brücke von innen zu bewegen. Ein Zeichen dafür, wie robust alles gebaut war.

In den einzelnen Höfen gab es aber auch Platz genug für Spaziergänge und innliegende Kräutergärten. Man mußte sich in Belagerungszeiten ja auch versorgen können.

In der Burg selbst darf man leider nicht überall photographieren, einige sehr schöne Ansichten kann ich Euch daher leider nicht zeigen. Beachtlich finde ich aber, wie filigran und lichtdurchflutet damals teilweise gebaut wurde. Malbork liegt ja nicht in Italien. Trotzdem kommen hier doch wirklich fast südländische Gefühle auf, wenn man in diesem Tagungssaal steht. Zugegeben, dieser hier wurde nur im Sommer genutzt, weil er im Winter wegen der großen Fensterflächen schlecht zu heizen war. Trotzdem wollte man sich dem Licht und der Freundlichkeit bewußt nicht entziehen.

Auch an vielen anderen Stellen nutzte man das Licht ganz bewußt zur Stimmungsbildung. Diese Fenster hier stammen alle nicht aus der Kirche, sondern aus anderen Teilen der Burg.

Wie es sich für eine Ordensburg gehört gibt es auch viele Gänge, die je nach Zweck  ganz unterschiedlich ausgestattet sind. Oben ein Kreuzgang mit Nischen zum Gebet und zur Meditation und Kontemplation, unten ein Gang, der zum Turm führt.

Natürlich gab es in der Burg auch eine recht große und bestens augestattete Küche mit Bäckerei. Ich erzählte ja schon an anderer Stelle, daß es verboten war, daß Frauen den Hof der Hauptburg betraten und daß man dieses Verbot umging, indem man sie einfach über den Hof in die Gebäude trug. Eine weitere sehr phantasievolle Regelumgehung fand man in der Küche. Die Köche hatten männlich zu sein; wenn schon eine Frau kochte, dann mußte sie wenigstens 60 Jahre alt sein. Na ja, dachte man sich dann, 60 Jahre …… das erreicht man ja auch mit zwei Dreißigjährigen, oder noch besser: mit drei Zwanzigjährigen. Und so konnten auch junge Frauen in der Küche arbeiten, wenn es nur genug waren.

Hier das Büro des Burgverwalters, also gewissermaßen des Hausmeisters. Er hatte, wie alle höhergestellten Persönlichkeiten nicht nur eigene Räume, sondern auch sein eigenes Klo, das er sich nicht mit anderen Ordensbrüdern teilen mußte.

Alle anderen mußten zur Verrichtung der Geschäfte in den Toilettenturm laufen. Das war der stabilste und am besten befestigte Turm, in dem man bei einer Belagerung am längsten auszuhalten gedachte (dazu ist es aber nie gekommen). Hier hatte man mehrere solche Boxen aufgebaut, in die man sich setzen und sein Geschäft erledigen konnte. Das waren Pumpsklos, allerdings fiel hier das Verrichtete nicht in eine Grube, sondern in einen kleinen Nebenlauf der Nogat, den man extra unter dem Turm hergeleitet hatte. So ersparte man sich weitere Reinigungsarbeiten.

Hier nun mal zwei größerklickbare Ansichten der Burg und der Umgebung vom höchsten Aussichtsturm aus. Da die Gegend komplett flach ist, war ein Überraschungsangriff von Feinden unmöglich. Man sah heraneilende Truppen schon Stunden vorher und konnte sich daher in Ruhe vorbereiten.

Die Hauptkirche der Ordensburg — es gibt noch zahlreiche Nebenkapellen — wurde bis heute nur in ihrem Bestand gesichert, aber nicht komplett wiederaufgebaut. Es gibt einen großen Streit darüber, ob man sie wieder im originalen Glanz erstrahlen lassen soll, oder aber in diesem Zustand als Mahnmal erhalten. Bislang hat die zweite Position eine Mehrheit und sie findet auch meine Zustimmung. Wenn man stundenlang durch eine wirklich toll restaurierte Burg gelaufen ist und die Folgen des Krieges ausblenden konnte, dann ist ein solcher Raum eine gute Gelegenheit noch mal ins Bewußtsein zu rufen, wie zerstörerisch und damit unnötig ein Krieg ist. Auf dem unteren Bild seht Ihr übrigens einen ausgebrannten Tabernakel. Das ist insofern interessant, weil man im Laufe der religiösen Geschichte der Burg durchaus der lutherischern Bewegung nahestand.

Zum Schluß noch mal ein Tor, das ich Euch schon aus anderer Perspektive zeigte, das Tor zum burgeigenen Anleger.

Ihr konntet hoffentlich ein wenig sehen, wie imposant diese ehemalige Stammburg des Deutschritterordens ist. Sie ist auf jeden Fall einen Besuch wert und liegt auch gar nicht so weit von Danzig entfernt, das ja auch immer sehenswert ist. In diesem Zusammenhang möchte ich überhaupt mal Polen als Urlaubsziel in Erinnerung rufen. Neben wunderschönen alten Städten wie Krakau sind auch die Masuren wirklich bezaubernd und laden zu einmaligen Rad- und Bootstouren ein, wie man sie sonst nirgends in Europa erleben kann. Der Nordosten Europas ist bei uns als Reisedestination ja nicht so richtig angesagt. Das ist aber ein Fehler, denn Landschaft, Geschichte und Ruhe genießen kann man dort perfekt.

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Mit dem Zweiten……

Ein Beitrag zum Themengebiet Schwachsinn, unterwegs, geschrieben am 19. August 2010 von Markus Sorger

Die Marienburg war Hauptsitz des Deutschritter – Ordens, also nicht nur eine Ritterburg, sondern eben auch ein Kloster. Gut, schon mit einigen Ausnahmen. So war das Betreten des Haupthofs für Frauen verboten, was man dadurch umging, daß man die Frauen halt über den Hof in die Gebäude trug. Da konnte keiner sagen, die Frauen hätten den Haupthof betreten. Ideen muß man halt haben. Jedenfalls gibt es in der Marienburg auch sehr viele Figuren mit religiösem Hintergrund. So auch diesen Mönch hier, der die Grundlage der beknackten ZDF – Fingerbewegung (Ihr wißt schon: mit dem Zweiten sieht man besser und dann hält man sich zwei Finger vors Auge) schuf. Vielleicht faßte er sich aber auch nur einfach an die Stirn. Entweder weil er frauentragende Männer sah, oder weil er eine Vision davon hatte, was die ZDF – Werbestrategen sich mal alles ausdenken werden.

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