Passionskirchenkonzert

Verlagshaus Neues Deutschland in Berlin

Heute spielen wir ein Konzert in der Passionskirche, zu dem die Plattenfirma wichtige Menschen und 100 Fans geladen hat. Bevor es dort aber richtig los ging, machten wir noch einen kleinen Abstecher in das Verlagsgebäude der Neues Deutschland, eine Zeitung, die zu DDR – Zeiten das Zentralorgan der SED war und es bis heute noch gibt. Was wir da gemacht haben ? Das kann ich leider noch nicht im Detail verraten. Vielleicht nur so viel: der im Gebäude vorhandene Paternoster spielte eine wichtige Rolle. Wenn das Ergebnis fertig ist, werde ich es Euch auch hier zeigen.

Türschild im Neues Deutschland - Verlagsgebäude

Keine Ahnung, ob es schon immer so war, oder ob sich das erst im Laufe des Bedeutungsverlusts der Zeitung so ergeben hat, auf jeden Fall gibt es im Verlagsgebäude nicht nur Redaktionsräume der Zeitung, sondern auch einige andere Firmen. Unter anderem die Firma Fiesfilm. Schöner Name.

Die Passionskirche in Berlin Kreuzberg

Und so sieht nun unserer heutiger Spielort von außen aus. Eine sehr offene, evangelische Kirche inmitten Kreuzbergs, in der so regelmäßig Konzerte stattfinden, daß es fest eingebaut auch Ton & Licht gibt — auch wenn wir das so heute nicht nutzen werden und für uns eigene Technik eingebaut wurde.

Die Passionskirche in Berlin Kreuzberg von innen; Bild als Panorama klickbar

Die Panoramen hier im Blog erfreuen sich ja größerer Beliebtheit und darum gibt es ab sofort eine Neuerung: beim Klick auf das Bild startet ein Apple – Panorama, in dem man sich mit der Maus richtig 360° bewegen kann. Zugegeben: ganz optimal ist dieses Bild als Panorama noch nicht, aber ich arbeite dran.

Annett Louisan in der Passionskirche Berlin Kreuzberg

Trotz der vielen geladenen Gäste fingen wir fast pünktlich an und schon nach wenigen Minuten war klar, daß ein Konzert in einer Kirche schon eine ganz besondere Atmosphäre hat, die den ruhigeren Stücken auf jeden Fall entgegenkommt (und den schnelleren nicht schadet).

Annett Louisan in der Passionskirche Berlin Kreuzberg

Die anwesenden Fans sorgten mit bösen Blicken auch dafür, daß die wichtigen Menschen aus Musikindustrie und Politik nicht allzuviel quatschten, sondern tatsächlich mal zuhörten. Sehr schön :-)

Annett Louisan in der Passionskirche Berlin Kreuzberg

Annett Louisan in der Passionskirche Berlin Kreuzberg

Nach dem Konzert gab es für alle noch gut zwei Stunden geselliges Plauschen; erst dann konnte ich mit dem Abbau beginnen, was ja auch klar ist. Um so mehr habe ich dann reingehauen. Ich wollte ja auch ins Bett.

36 Gedanken zu „Passionskirchenkonzert“

  1. Na dannsind wir mal gespannt was es mit dem Parternoster auf sich hat….
    komisch eigentlich dachte ich es würde hier heute was zur henne stehen :-)

    Greatings from the ruhrgebiet
    Justin

    1. Bei der Geflügelverleihung war ich nicht mit bei. Da hätte ich nichts zu tun gehabt; Fernsehen läuft ja (fast) immer Vollplayback und die „Band“ im Hintergrund waren ja auch die Hausmusiker, die zu allen Künstlern miemten.

  2. Ja, zu DDR-Zeiten war das Neue Deutschland unwesentlich größer ;)
    Wenn man den Bau von der Seite anschaut oder mal Luftbilder betrachtet fällt das auf, was das für ein Trumm ist. Das Quergebäude ist nur ein Bruchteil des gesamten Gebäudes. Die Druckerei befand sich damals auch dort, und als Parteiorgan der DDR war natürlich auch der Mitarbeiterstab riesig.
    Die Zeitung selber residiert garnicht mehr in dem Gebäude, sondern gegenüber von den Treptowers auf der anderen Spreeseite.

  3. Klick auf das Bild startet ein Apple – Panorama, in dem man sich mit der Maus richtig 360° bewegen kann.

    Funzt nicht! :-(

    Mag dran liegen, das das hier Linux und 64bit sind. Könntest Du wenigstens unter die Panoramen einen kleinen Link zur reinen Bildversion einfügen? Ich kann mit meinem Imageviewer hier so gut umgehen, das ich mir die Panoramen (die ja nie viel höher als 800pixel sind) gut anschauen kann.

    Ansonsten find ich Dein Blog Klasse! Speziell auch der Bericht über Deinen Werdegang hat mich sehr interessiert und begeistert, weil ich irgendwie auf nem ähnlichen Weg bin…

    1. Hm. Eigentlich… also eigentlich wollte ich jetzt nicht immer beide Versionen hochladen; denn tatsächlich bedeutet die Zurverfügungstellung von JPG und MOV doppelter Speicher auf dem Server. Gibt es kein Apple – QuickTime für Linux ?

      Und Du hast Recht: ein Panorama rechne ich immer so, daß es jeweils maximal entweder 3000 Pixel breit oder 800 Pixel hoch ist. Nur wenn die Höhe unter 400 Pixel fällt, dann wird ein Bild auch schon mal breiter als 3000 Pixel.

      Aber weil Du so nett gefragt hast, stelle ich jetzt ausnahmsweise noch mal die reine JPG – Variante zur Verfügung.

      1. Oh, es gibt durchaus Player für Linux, die auch Quicktime-Movies öffnen können. Aber da das Quicktime-Format nun mal kein so freies Format ist, gibt es nix für die Erweiterungen. Und der QuicktimePlayer von apple ist nur für Windows on MacOSX erhältlich. (Und Windows brauche ich im Moment nur noch für die Steuererklärung und die ist nur einmal im Jahr.)

        Und so teuer ist Speicherplatz nun auch nicht. Und Dein Traffic wird auch nicht höher, da ich ja nur das jpeg lade und nicht das mov.
        Wenn es in Zukunft nur noch die mov’s gibt, werde ich schon unglücklich sein, denn Deine Photos sind gut.

        1. Der Traffic interessiert mich tatsächlich nicht, denn der ist pauschal. Worüber ich jedoch tatsächlich nicht glücklich wäre ist der doppelte Platzbedarf auf dem Server. In 1,5 Jahren bloggen sind rund 800MB Daten angefallen. Zwar beinhaltet das Paket 2GB Daten und bis dahin ist’s noch ein wenig hin, aber drüber Gedanken mache ich mir schon. Mal seh’n.

  4. Hmmm… Technik in der Kirche…

    Das wird mich persönlich noch die nächste Zeit beschäftigen, denn in Hamburgs Westen entsteht eine Jugendkirche, und was da an Licht- und Tontechnik drin sein wird – ich sabber schon seit Wochen!

    Aber wo wir schon dabei sind, und womit wir auch zu kämpfen haben werden:
    Wie war die Akustik in der Kirche? Schaut nicht so hallenartig aus wie bei uns, aber zumindest hoch…

      1. Ja, also in etwa so wie bei uns. Wobei ich sehr erstaunt war. Vielleicht waren wir einfach nur zu leise, oder es liegt an der Orgel, aber mit dem Hall hatte ich bei ner kleinen Anlage gar nicht zu kämpfen…

        1. Desto weniger Du den Raum anregst, desto weniger Hallprobleme hast Du. Darum lieber viele kleine Lautsprecher, die direkt am Hörer sitzen und relativ leise spielen, als zwei große Stacks, die den ganzen Raum zuschallern.

          1. So in etwa hatte ich das auch ursprünglich angedacht. Die derzeitige Lösung sieht allerdings sechs Boxen in vier Meter Höhe recht weit vorne plus zwei Subs vor. Eher ein Kompromiss, macht mich nicht sonderlich glücklich… Aber demnächst gibt’s nochmal Messungen… =)

            1. Nope. Also zumindest keine Trauben, was ich als Amateur unter Cluster verstehe. Brav verteilt mit nettem Abstand. Aber genaueres lass ich dir gern mal zukommen, wenn’s weiter gediehen ist… Falls es dich interessiert. =)

          2. Muss man dann nicht die verschiedenen Lautsprecher, die jeweils auf einer Entfernung von der „Bühne“ sind, per Delaylines genau einrichten?
            Sonst klingt es ja schnell wie bei den normalen Sprachbeschallungsanlagen in Kirchen, wo der Ton irgendwie immer k*** klingt, weil der Sprecher zwar vorne steht und spricht, aber der Ton von rechts bzw. links zu kommen scheint und sich auch noch mit den verzögerten Signalen der Boxenreihe davor (und davor (und davor (…))) und dem Original von ganz vorne mischt.

            1. Naja, eine Verzögerung auf die wenigen Meter dürfte höchstens ein paar Millisekunden betragen und hier nicht ins Gewicht fallen bzw. sich durch einen verhältnismäßig kleinen Eingriff ausgleichen lassen. Wir reden hier ja nicht von großen, sondern hohen Hallen. Denke ich.

              Disclaimer: I ain’t no pro.

            2. Bei der Anordnung von Raum und Lautsprechern wird man immer nur Schadensminimierung betreiben können und das macht man tatsächlich am besten mit dem Gehör. Alternativ hilft einem da SMAART oder ähnliche Softwaretools.

            3. Na, bisher konnte ich mich auf meine Ohren ganz gut verlassen. Das Ergebnis gibt’s dann ab Februar 2008 frühestens live zu bewundern (und kritisieren *g*).

            4. „Naja, eine Verzögerung auf die wenigen Meter dürfte höchstens ein paar Millisekunden betragen und hier nicht ins Gewicht fallen bzw. sich durch einen verhältnismäßig kleinen Eingriff ausgleichen lassen. Wir reden hier ja nicht von großen, sondern hohen Hallen. Denke ich.
              Disclaimer: I ain’t no pro.“

              Ich bin auch (noch) kein Pro, bloß Amateur und Physikstudent…

              Überschlagsrechnung: Die wenigen Meter werden wohl so 5 bis 10 Meter pro Boxen Reihe sein. Und bei vier Boxenreihen ergeben das nach hinten hin dann 15-30 Meter. Schall macht etwa 330-350 Meter pro Sekunde, das sind also fast 0.1 Sekunden Verzögerung nur von der Bühne zur letzten Boxenreihe (die letzte Sitzreihe ist da ja nochmal weiter weg). Und diese Verzögerung hört man _sehr_ deutlich, im Zweifelsfall nur mal nen normalen Gottesdienst in einer evangelischen Stadtkirche besuchen und weit hinten aber nahe einer Box hinsetzen…

              Um die Delays genau einzustellen, brauchst Du entweder ein langes Maßband oder so ein Laser-Entfernungsmesser aus dem Baumarkt. Die meisten Delaygeräte haben für solche Zwecke gleich ne Eingabe in Metern, ansonsten musst Du halt umrechnen. Und dann für jede Reihe die Entfernung zur vordersten Boxenreihe (genaugenommen zur Bühne und die erste PA auch schon verzögern…) plus ein klein wenig mehr Verzögerung. Damit kommt dann nämlich der Schall von der Bühne zuerst am Ohr an und obwohl das von der Seite lauter ist, ordnet das Ohr nicht nach Lautstärke, sondern nach Zeit.

              Arnold

  5. @ Arnold: Würde mich sehr freuen, wenn unsere Kiche soooooo groß wäre… Leider nicht. =) Die ist nur vom Raum her groß, was auch der Höhe geschuldet ist.

    Es sind zweieinhalb Reihen letztlich, mit Abstand von ca. 3-5 Metern, somit ca. 0,01-0,02 Sekunden plus Reflexionen. Allerdings will ich da wenig Risiko eingehen, und die Möglichkeit, das Delay auszusteuern, wird ohnehin da sein und genutzt werden.

    Das größere Problem werden halt die Reflexionen sein, aber wie ich gerade erfahren habe, haben der Architekt und sein Ingenieur das wohl im Auge. Ich bin sehr gespannt…

    Ach ja, mit normalem Gottesdienst wird das alles nur wenig zu tun haben… *fg* Ich lad euch dann alle zur Besichtigung ein… =)

      1. Hihi….. neeee, das meinte Dennis nicht, aber das Video unseres Hoffilmers ist tatsächlich sehr witzig geworden. Die beiden anderen Filmchen sind ja echte Bootlegs.

        Ich habe das Video nach dem Dennis frug tatsächlich auch noch nicht gesehen und werde es hier bestimmt vermelden, wenn’s dann online ist.

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