Gut warten

Ursprünglich wollte ich für meine heutige Heimreise ein Hotel buchen. Wir kamen um 03:30 in Würzburg an, der Zug fährt immer noch erst um 07:30 und bei diesen Temperaturen hatte ich keine Lust auf eine weitere Nacht im Bahnhof. Dann mußte ich aber feststellen, daß die günstigen Hotels rund um den Bahnhof alle ausgebucht waren, erst ab 90,00€ war was zu machen. Vielleicht ist meine Einstellung komisch, aber das ist ein Preis, den ich für ein paar Stunden privat nicht zu zahlen bereit bin und darum würde ich das auch meinem Arbeitgeber nicht aufbürden, obwohl der das ohne zu murren zahlen würde. Darum verbrachte ich die Nacht in einer amerikanischen Pizzaria, die einer Tankstelle angegliedert ist. Erst mal also kein hipper Ort, an dem ich aber eine wirklich gute Zeit verbrachte. Grund dafür ist, daß ich dort nicht der einzige war, der Zeit totzuschlagen hatte und so unterhielten wir uns sehr angenehm und unglaublich offen. So offen wie man sich nur mit Menschen unterhalten kann, die man sympathisch findet, aber sicher nicht mehr wiedersehen wird.

So beschwingt stieg ich dann in den Zug und hatte dort dann eine Sitznachbarin …

Schön, daß die Neugier siegt ;-)

… wie man sie sich nur wünschen kann. Es war also die angenehmste Reise seit sehr langer Zeit, trotz, oder gerade wegen der Warterei und unchristlichen Zeit. Wenn die nächsten Reisen auch nur annähernd wieder so werden, dann freunde ich mich mit dieser Am-Wochenende-frei – Philosophie der Spatzen und die dadurch entstehende Fahrerei fast noch an.

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