Runner

Sagt der Runner um 15:00 Uhr: „Ich kann jetzt nicht mehr einkaufen, ich habe kein Sprit mehr.“

Sagt der Runner um 17:30 Uhr: „Ich kann jetzt nicht mehr einkaufen, ich bin jetzt Security.“

Und schade, daß es Helfer gibt, die man noch nicht mal zum Moltonzusammenlegen einteilen kann.

Geschichten, die das Leben schrieb

Ohne daß ich das jetzt bestimmten Orten zuordnen möchte, aber zwei Geschichten aus den letzten Tagen muß ich dann doch mal erzählen. Wir setzten auf der Tour eine MDG ein. Das ist ein sogenannter Hazer, also eine Maschine, die ganz feinen Dunst in der Luft erzeugt, damit man das Licht besser sehen kann. Die Maschine brodelt die ganze Zeit vor sich hin und die Leute aus der Halle bekommen gesagt, daß sie bitte ihre Lüftung auf kleinste Stufe stellen sollen, damit der Dunst schön hält und keine Schlieren zieht. Und meistens wissen die Hallenleute das auch; wir sind ja nicht die Ersten, die mit so einem Gerät ankommen.

In einer Halle, groß und seit vielen Jahren bestehend, war das anders: die Lüftung lief, unser Lichtmann stellte den Hazer stärker, die Lüftung lief stärker, der Hazer wurde noch stärker gestellt. Zwischendurch Rückfragen beim Haus. „Jaja“ war die Antwort. Schließlich war die Lüftung so stark, daß die Videoleinwände zu wackeln begannen. Harte Rückfrage ans Haus. Da dann die Antwort: „Na ja, Ihr macht ja so viel Rauch, das sieht ja gar nicht gut aus, das muß ich absaugen. Außerdem habe ich Angst, daß die Rauchmelder anspringen.“ Nun war die Feuerwehr schon mit vier Mann Brandwache vor Ort und üblicherweise werden Rauchmelder während des Konzerts ausgeschaltet. „Nein, das machen wir hier nie.“ Aha. Wofür dann die Brandwache ?!?  Nach kurzer Kontroverse einigten wir uns dann auf eine Lüftungsstufe, bei der wenigstens die Leinwände ruhig hingen……

Andere Situation: wir haben zwei Kameras im Publikum stehen, die unter anderem für die Bilder auf den Leinwänden sorgen. Dabei kommt es tatsächlich manchmal kurzfristig zu leichten Sichtbehinderungen für einzelne Besucher. Bislang war das nie Grund für Diskussionen. In einer Stadt aber kam nach der Pause eine aufgebrachte Frau auf uns zu. Das sei ja die Höhe, eine Unverschämtheit und überhaupt. Sie würde das nicht mit sich machen lassen. Sie will jetzt und sofort und vom Kameramann (später dann von mir persönlich) das Geld zurück. Und zwar nicht nur den regulären Kartenpreis, sondern die komplette Kohle, die sie für die Karte auf dem Schwarzmarkt bezahlt habe (also etwa das Doppelte des regulären Preises). Plus Reisekosten. Plus Babysitter. Das ganze in schönster Mundart, so daß ihr kaum zu folgen war. ???wtf???  Nein. Die Antwort lautet: nein. Gerne Gästeliste bei der nächsten Show in der Nähe. Aber auch nur, wenn Sie mich nicht mehr anfassen und mal einen Schritt zurückgehen. Brrrrrrr.

P I E P !

Daß Steiger piepen wenn sie fahren mag aus Unfallverhütungsgründen sinnvoll sein. Wenn es den ganzen Tag um einen herum piept steigert das meiner Meinung nach zwar nicht die Aufmerksamkeit, sondern führt eher dazu, daß man abschaltet und dann eher noch mehr Unfälle passieren, aber in irgend einer Statistik wird der Sicherheitsbeweis schon zu finden sein. Fragwürdig ist es allerdings, wenn ein Steiger so laut von seinen Bewegungen kündet, daß man Gehörschutz tragen muß, will man nicht spontan ertauben. Gilt es als gerichtsfeste Notwehr, wenn man reflektorisch den Seitenschneider zückt ?

Reflex

Lese gerade in einem Text, den ein Kollege mir mailte und den ich weiterleiten soll die Textpassage „Angebot über vier Tourblocks…“. Korrigiere automatisch in „… vier Tourblogs…“. Erst eine halbe Sekunde vor dem Absenden fällt mein Blick noch mal drauf — und es werden dann doch noch Blöcke.

Benachteiligung des männlichen Geschlechts

Immer wieder hört man ja, daß Berufsbezeichnungen wie Bäcker oder Friseur diskriminierend seien und so hat man sich an die ganzen Innen schon fast gewöhnt. Jetzt schlägt das Imperium quasi zurück, denn es gibt einen Begriff, der nur in der weiblichen Form existiert, in der männlichen gar nicht: InIhr – Monitoring. Dabei gilt der Begriff doch nur bei Musikerinnen, bei Musikern muß es doch InIhm – Monitoring heißen. Oder liege ich da falsch ?

Herzlichen Dank für den Hinweis an Stefan Gwildis.

Ausgeglüht

Die EU hat’s heute beschlossen: die Glühlampe wird verboten. Was ich für ziemlichen Schwachsinn halte. Tatsächlich verbrauchen Energiesparlampen weniger Energie; darum heißen sie ja auch so. Allerdings benötigen sie bei der Herstellung und Entsorgung (giftig !) so viel Energie, daß sie schon viel länger halten müssen, als herkömmliches Glühobst. Das tun sie aber nur, wenn sie keine kurzen Schaltzyklen haben. Als Treppenhaus- oder Toilettenbeleuchtung gehen sie schneller kaputt, als sie Energie sparen können; dort ist es also Unsinn, sie einzusetzen. Darüber hinaus kann man Energiesparlampen nicht dimmen und sie vertragen auch keine hohen Temperaturen, was sie beispielsweise als Backofenbeleuchtung disqualifizieren.

Also mal wieder blinder Aktionismus, der unter’m Strich nichts bringt.

Alles super

Nachdem der Preis für Normalbenzin erst mal an den für Super angeglichen wurde, ist Normal nun ganz von den Tankstellen verschwunden. Ich habe gestern vier Mal getankt und an keiner der vier Tankstellen gab es diesen Sprit noch. Da Benzin mit 91 Oktan auf dem Weltmarkt durchaus kräftig gehandelt wird — und das auch günstiger als Benzin mit 95 Oktan — kann man davon ausgehen, daß die deutschen Mineralölfirmen ausschließlich auf Abzocke aus sind. Natürlich völlig ohne Absprachen, die unserem hellwachen Kartellamt ja auch sofort aufgefallen wären. Dafür bekommt man jetzt zahlreiche SuperSuperPowerRacing-V-Sprit – Derivate zu noch höheren Preisen.

In diesem Zusammenhang verstehe ich übrigens die ganzen Diskussionen um Verringerung der Mineralölsteuer nicht. Glaubt tatsächlich jemand im Ernst, daß eine Steuervergünstigung beim Verbraucher ankäme ?  So naiv kann man doch gar nicht sein.

Oben nebenbei ein Bild, daß ich gestern an einer Tankstelle schoß. Erst wunderte ich mich, wie eng man denn da parken soll, um vernünftigen Zugang zu den Zapfsäulen zu haben. Dann bemerkte auch ich, daß sie nur auf Abholung warteten und überlegte, ob es eigentlich sehr aufwendig sei, eine solche Zapfe auf Bier umzurüsten…

Rettungsfont

Meine Kollegin Janine schickte mir heute dieses hervorragende Formular unbekannter Herkunft, das ich tatsächlich gleich ebenfalls aufsetzte, ausdruckte und an den Bundesfinanzpeer schickte. Ich bin ja sehr auf die Reaktion gespannt. Und ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr auch mitmachtet und mir von Euren Erfahrungen erzähltet.