was jetzt ?

Im letzten Beitrag stellte ich die große Variante des Panoramaphotos ja nicht wie sonst als 3000 Pixel breites JPG zur Verfügung, sondern als Apple QuickTime – MOV, damit man sich im Photo bewegen kann und ein richtiger 360° – Eindruck entsteht. Eigentlich wollte ich das so in Zukunft bei allen echten Rundumpanoramen machen (Teilpanoramen würden tendenziell weiterhin als JPG kommen). Nun beklagte sich in den Kommentaren bereits ein Leser, daß unter seiner Linux – Oberfläche es nicht möglich sei, die MOV – Datei anzusehen. Hm. Ich habe keine 4% Linux – Leser……

Da ich ja schon von Berufs wegen Dienstleister bin frage ich jetzt Euch: bitte schreibt mir in den Kommentaren, wie Ihr’s denn in Zukunft haben möchtet. Danke.

Kamera

In den letzten Tagen gibt es laut Serverstatistik einige Besucher, die in meinem Blog herumirren und suchen, mit welcher Kamera ich denn diese Panoramabilder mache. Zwar kann ich hier verraten, daß es eine Canon Ixus 850 IS ist, mit der ich auch sehr zufrieden bin; allerdings tut das nichts zur Sache, denn durch die AntiVerwackelElektronik bekomme ich zwar halbwegs scharfe Photos auch in dunklen Konzertsituationen hin, die Panoramen entstehen jedoch nicht damit, sondern im Rechner. Zum Stitchen nutze ich die mit 35,00€ recht günstige Software PanoramaStudio. Zwar gibt es auch Shareware – Programme, aber die sind entweder deutlich komplizierter zu bedienen, oder aber nicht so gut. Für meine Zwecke hat sich dieses Programm als ideal herausgestellt.

Ansonsten kann ich übrigens empfehlen, die eMail – Adresse aus dem Impressum zu nutzen. Wenn man Infos nicht findet bin ich sehr gerne bereit, auch auf Mails zu antworten. Oder eben lange genug suchen. Dann merke ich es anhand der Statistik vielleicht auch ;-)

HILFE !

Grande Katastrophe. Nach dem Einbinden meines Rechners in die Firmenstruktur meines neues Arbeitgebers lief er äußerst instabil, was auch daran lag, daß er nur XP Home als Betriebssystem hatte und man da ganz schön basteln muß, um alles halbwegs hinzubekommen. Die letzten Tage habe ich die Nerven verloren und mir für’s Wochenende vorgenommen, XP Pro zu installieren. Nach dem Update war das Chaos nur noch größer, also was macht man ?  Richtig: Backup und danach „format c:“. Na ja, nicht wirklich, das geht ja gar nicht mehr. Aber man kann die Partition löschen, eine neue erstellen, die HD formatieren und dann fängt man ganz von vorne an und setzt schön sauber den Rechner neu auf. Toll.

Gar nicht toll ist es allerdings, wenn man dann beim Versuch das Backup wieder zurückzuspielen feststellen muß, daß das Backup verschlüsselt ist. Und zwar nicht von der Backupsoftware, sondern vom Betriebssystem, die Sau. Wie das kann ?  Ganz einfach: wenn man verschiedene Benutzer auf einem Rechner anlegt, dann verschlüsselt Windows die persönlichen Dateien des einzelnen, damit andere Benutzer darin nicht rumwühlen können. Eigentlich eine löbliche Erfindung. In diesem Fall aber fatal, weil ich einfach ums Verrecken nicht mehr an meine Daten komme. Allein meine Outlook – Datei hat 800 MB; ihr könnt Euch also vorstellen, was da alles drinsteckt.

Jetzt also die Frage: wie knacke ich diesen Schlüssel und kann meine kompletten Daten wieder auf den Rechner spielen ?  Demjenigen, der mir als Erster den entscheidenden Tip gibt, spendiere ich wahlweise ’ne Kiste Bier, Wein oder Prosecco, denn ich brauche diese Daten eigentlich jetzt, sofort, umgehend. Schon jetzt wirklich ganz herzlichen Dank für Eure Antworten !

Ach so: Tips bitte nicht als Mail (ich möchte Outlook nicht anfassen, bevor ich das Backup aufgespielt habe), sondern hier als Kommentar. Danke.

Nachtrag: Das Problem ist gelöst, Gruml hat mir den entscheidenden Tip gegeben, ganz herzlichen Dank an ihn !  Sobald das Backup wieder aufgespielt ist, werde ich mich mit ihm in Verbindung setzen und die versprochene Kiste regeln.

Er hat mich gerettet,
Er trägt die Kron‘,
Er gab mir den Tip,
meine Liebe sein Lohn.
Gruml.

Updatefehler

Heute habe ich WordPress von Version 2.0.10 auf die aktuelle Variante 2.1.3 aufgefrischt. Leider sind bei dieser Kur einige Nebenwirkungen aufgetreten und ich würde mich freuen, wenn Ihr mir hier weiterhelfen könnt.

1.) Feste Seiten wie beispielsweise mein Impressum haben ihren Seitenstatus verloren und gelten jetzt als ganz normale Beiträge. Dementsprechend ist auch in der Sidebar der Bereich für die Seiten verschwunden. Wie mache ich Artikel, die ich als feste Seite außerhalb des zeitlich geordneten Blog haben möchte, wieder zu Seiten und wie bekomme ich diese dann wieder in die Sidebar ?

2.) Am Fuß einer normalen Seite gab es immer den Link zu älteren Beiträgen. Der ist verschwunden und nun kommt man nicht mehr weiter zurück. Das ist doof und darum hätte ich sehr dringend wieder diesen Link unten. Wie zaubere ich ihn dorthin ?

3.) Auf der Seite „Tellerrand“ im Adminbereich gibt es rechts unter der Überschrift „Blogstatistik“ jetzt eine Fehlermeldung:

Parse error: syntax error, unexpected ‚,‘ in /…/htdocs/blog/wp-includes/gettext.php(313) : eval()’d code on line 1

Mal abgesehen davon, daß das optisch unschön ist: was will mir diese Meldung sagen und wie bekomme ich sie wieder weg ?

4.) Wenn ich einen Artikel schreibe, dann habe ich zwar im Editor die Möglichkeit, zwischen „Visuell“ und „Code“ hin und her zu schalten, aber echten HTML – Code bekomme ich im Gegensatz zu früher nicht mehr zu sehen. Wie läßt sich das ändern ?

Weil ich mir vorstellen kann, daß man für eins und zwei ggf. meinen verwendeten Theme braucht, findet Ihr ihn hier.

Für Eure Antworten ganz herzlichen Dank.

Update: Mittlerweile sind alle Fehler behoben. Ganz besonderen Dank an Arno Simon aus dem WordPress – Forum, der mir sehr geholfen hat.

Rigging for Runaways

So eine Fachmesse zeigt den aktuellen Stand der Technik —  sollte man meinen. Tatsächlich gibt es hier aber einiges, das man sich im realen Leben nun wirklich nicht erlauben darf. Besonders fällt mir dabei seit vielen Jahren das Thema Rigging auf. Gut, zugegeben, in Taiwan und China, oder woher sonst manche Billiganbieter kommen, ist der Rohstoff Mensch eine gut nachwachsende Recurce, da muß man vielleicht nicht besonders aufpassen. Aber ich wundere mich, daß die Frankfurter Messe diese Konstruktionen durchgehen läßt. Hier mal ein paar Bilder von meinem zweitägigen Messebesuch. Bei allen Situationen bewegen sich Menschen unter den gehängten Dingen.

gefröscheltes Stahlseil

Dieses Cluster mit drei Boxen hängt an einfach gefröschelten Stahlseilen. Mal abgesehen davon, daß wir bitte gar nicht mehr fröscheln und schon gar nicht nur mit einer Klemme, ist er hier sogar auch noch falsch aufgesetzt. „Never saddle a dead horse“ heißt der Merkspruch. Was heißt: den Sattel der Drahtklemme nie auf das tote Ende setzen.

Safen wäre klasse

Erst mal vorweg: der hier sichtbare Hersteller der Motoren hat nichts mit den Boxen zu tun, die darunter hängen. Die Motoren sind fein und sie sind sogar nach BGV-C1, müssen also nicht gesafed werden. Aber was ist den mit den Schlingen oben in der Truss ?  Drunter hängen lange und große Bananen eines sehr bekannten Herstellers und ich hoffe einfach mal, daß die Schlingen Steelflex sind und ich das einfach nur nicht erkenne; denn dann wäre ja alles gut.

gar nichts gut

Hier ist aber ganz sicher gar nichts gut. Der Handkettenzug ist sicher nicht mehr geTÜVt, es ist nichts gesafed, das sind bestimmt keine Steelflex und außerdem ist der Winkel der Schlingen so flach, daß es echt schon weh tut. Drunter hängt eine asiatische 8er – Banane. Der Stand gehört spontan stillgelegt und die Messeleitung, die sowas durchgehen läßt, in eine Schulung.

Cluster an 'nem Spiegelkugelmotor

Der Effekt ist klasse, die Ausführung aber nicht. Der Standbetreiber hat sich wahrscheinlich gedacht, daß man statt einer Spiegelkugel ja auch ein Lautsprechercluster an so einen Spiegelkugelmotor hängen kann, damit er sich fröhlich dreht. Leider ist der Motor eher von der billigen Sorte und der Motorbolzen nicht zweifach gegen Durchfallen gesichert. Das auch hier der Winkel der Kette flacher als 120° ist, kommt noch hinzu.

Grüße aus dem Baumarkt

Auch hier hängt ein Billigcluster drunter. Der Motor ist aus dem Baumarkt, den Bindfaden hinten möchte ich nicht als Safety verstanden wissen und alles zusammen macht bestimmt Kopfweh, wenn’s einem auf den Dätz fällt.

Liebe Dozenten der zahlreichen Vorträge parallel zur Messe: kommt mal aus Euren Vortragsräumen raus und schaut Euch das wahre Leben an. Grauselig. Auf der anderen Seite muß es wohl noch viele Vorträge geben, wenn einem noch immer solche Beispiele begegnen. 

prolight + sound — zweiter Tag

Bässe von Adamson

Auch vom zweiten Tag meines prolight + sound – Besuchs berichte ich Euch natürlich wieder gerne. Für mich war der Schwerpunkt heute anders als gestern. Hatte ich mir gestern einen ersten Überblick verschafft und lag das Interesse hauptsächlich an Halogenmovinglights, so ging es heute hauptsächlich um LineArrays und Video. Oben seht Ihr eine echte Legende, 21″ Subbässe von Adamson. Leider ist die Beleuchtung der Speakter nicht serienmäßig.

Soundbeamer von Meyer

Eine weitere Besonderheit seht ihr hier: Meyer, bei denen ich mich heute unter anderem länger aufhielt, zeigt uns einen Soundbeamer. Schallpegel in einem Abstand von 100m: 110dB. Allerdings auch dort noch extrem gerichtet, so daß man für eine gewisse Publikumsabdeckung einige von diesen Dingern aufstellen muß.

Lautsprecherstack von Function one

Daß ich sowas in Zeiten von hochtechnisierten Lautsprechersystemen noch mal sehen darf, hätte ich nicht gedacht: ein klassisches Stack, wie man es zumindest in der Livebeschallungsszene seit 15 Jahren eigentlich nicht mehr einsetzt. Dieser Lieferant kümmert sich auch ehrlicherweise eher um Diskotheken und da kommt es ja auch eher auf’s coole Aussehen an; akustische Werte sind da erst mal zweitrangig. Auf der anderen Seite sind die Bässe sicher überzeugend. Wenn ich sie nicht aufbauen muß, finde ich W-Bins bis heute sehr geil.

BeschallungsUFO

Auch das ist ein Lautsprechersystem. Allerdings eher aus der Abteilung „Spacemen are coming“. Es war leider nicht in Betrieb, sonst hätte ich’s mir mal angehört.

Der Aussenbereich; für ein größeres Bild einfach klicken

Wer glaubte, innen alles gesehen zu haben, konnte draußen auch jede Menge Lautsprecher in praxisgerechter Lautstärke hören. Dazu hatten sich verschiedene Speakerhersteller mit Kultour, einem Hersteller für mobile Bühnen, zusammengetan und präsentierten gemeinsam ihre Produkte. Das ist insofern klasse, weil es so in den Messehallen halbwegs akzeptabel ruhig war. Außerdem war der Spaziergang nach draußen bei dem wunderschönen Wetter auch eine willkommene Abwechslung.

interessanter Motor

Am Stand eines bekannten französischen Lautsprecherherstellers sah ich diesen hochinteressanten Motor, den ich bisher noch nicht kannte, der mich aber brennend interessiert: das Teil ist faktisch direkt in sein Case eingebaut, der Kettensack ist das Case, man scheint den Motor gar nicht mehr herausnehmen zu müssen. Wenn jemand etwas Näheres über dieses Modell weiß, würde ich mich über eine Info sehr freuen.

interessante Towerform

Für Gala – Situationen finde ich diese verdrehte Towerform sehr interessant. Leider ist sie in den Anschlüssen mit keinem gängigen System kompatibel, so daß man auf diesen Hersteller mit allen Teilen angewiesen ist. Schade.

Soweit mein sehr persönlicher Messeeindruck. Ich hoffe, den Branchenfremden war’s nicht allzu langweilig, den Insidern hat’s gefallen und allen, die die Messe noch besuchen wünsche ich viel Spaß. Meidet allerdings das Restaurant „Tivoli“ zwischen Halle 8 und 9. Das Essen ist mies und unverschämt teuer.

prolight + sound — erster Tag

Immer im Frühjahr des Jahres gibt’s in Frankfurt die prolight + sound, die weltweit führende Messe für Veranstaltungstechnik. Entstanden ist sie aus der Musikmesse, der weltgrößten Messe für Musikinstrumente jeglicher Coleur. Aber auch die prolight + sound hat schon ein eigenes Kind geboren, die Media Systems, in der es um Medientechnik und Systemintegration für den Bereich der Festinstallationen geht. Alle drei Messen laufen parallel, ihnen sind zahlreiche Weiterbildungen und Kongresse angeschlossen und so ist hier in Frankfurt die Hölle los. Zehntausende von bekloppten Menschen, die sich irgendwie rund um Show ernähren. Und ich mittendrin.

Auf so einer Messe gibt es immer vieles zu sehen, einiges wird sich nie etablieren, manches zum Welterfolg. Euch möchte ich ein paar Dinge präsentieren, die mir aufgefallen sind. Aber glaubt nicht, daß das hier ein ernsthafter Messerundgang wird.

Der Stand von Ultralight

Eine Messe im Bereich Veranstaltungstechnik müßt ihr Euch so vorstellen: da stehen ganz viele Kerle mit heruntergelassenen Hosen herum und man kann entscheiden, wer denn den längsten hat. Beim Thema Rigging ist das Ergebnis ganz klar. Was die hier aufgebaut haben ist unfaßbar; ein irres Gebilde mit allen wirklich nur denkbaren Winkeln und Formen. Habt Ihr ganz toll gemacht Jungs. Und jetzt geht wieder in den Sandkasten, spielen.

Gerüstbau von Layher

Die Firma Layher stellt eigentlich Gerüstbaumaterial her. Ganz normal für jede Baustelle. Aber weil man das Material auch ganz toll zum Bau von wirklich großen OpenAir – Bühnen, Tribünen und FOH – Towern brauchen kann, sind im Laufe der Zeit einige Sonderteile speziell für unsere Branche dazugekommen und nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Oben seht Ihr beispielsweise das neue Protect – System, mit dem man sicher abgeschlossene Räume bauen kann. Eigentlich sind sie, wie links zu sehen, mit Stahlplatten, aber stattdessen kann man natürlich auch Glas einsetzen und hat so eine hervorragende VIP – Lounge.

Auch nagelneu von Layher ist ein eigenes Traversensystem. Richtige, schöne Vierpunkttraversen mit einer Schenkellänge von 30 und 40 Zentimetern. In einem unterscheiden sie sich aber von allen anderen Traversen im Markt: die Binder sind nicht 50mm im Durchmesser, sondern 48mm und passen so perfekt zu den sowieso immer benutzten Layher – Schellen, ohne die Traverse zu beschädigen. Eine sehr gute Idee.

Am Stand traf ich außerdem Johny Lechner, mit dem mich gemeinsame Abenteuer verbinden. Wenn sein neues Projekt was wird, dann stellt das sicher alles bisher dagewesene in den Schatten und ich werde hier davon berichten. Dir ganz viel Glück !

Auch Deko gibt's auf der Messe

Auf der Messe gibt’s nicht nur ernsthaft zu gebrauchendes Zeug, sondern auch ganz viel Scheiß. Wie beispielsweise diese traumhaft beleuchteten Bäume. Zugegeben, die sind wohl eher für Diskotheken gedacht. Wer’s mag…

Auffällig ist auch, was es alles für einen Schrott rund um das nun auch im Showbereich aufkommende Thema LED gibt. Jeder, wirklich jeder, der einen Lötkolben halten kann, hat für die Messe was zusammengebrutzelt und das hängt jetzt hier fröhlich blinkend und wartet auf Käufer. Lieber Gott, mach‘, daß ich mit sowas nie arbeiten muß.

Neue Ruflampe von ASL

Etwas sinnvolles gibt es von ASL: statt der bisher recht klobigen Ruflampen für’s Intercom gibt es jetzt diese kleine Lampe, die faktisch in einen XLR – Stecker eingebaut ist. Vor allen Dingen kann man bei der nicht mehr vergessen, den Buzzer auszuschalten und so gibt es an der ruhigsten Stelle eines Konzertes auch kein Mööp-mööp-mööp mehr. Außerdem kostet sie nur noch ein Bruchteil der bisherigen Call – Lampen.

Das neue XL8 von Midas

Midas baut jetzt auch endlich eine Digitalkonsole mit Namen XL8, ersten Berichten nach soll sie auch tatsächlich zu gebrauchen sein, nur das Design …… irgendwie erinnert mich das ein wenig an die Farbenfreude der beleuchteten Palmen zwei Bilder weiter oben.

Nein, das ist nicht das, was Ihr glaubt

Neinnein, das ist nicht das, was Ihr glaubt. Schaut mal genau hin. Sieht aber auch wirklich den Originalen SM57 und SM58 von Shure verblüffend ähnlich. Es sind aber Billigmikros von Adam Hall. Dabei sind die Originale schon äußerst bezahlbar. Das gibt es hier auf der Messe auch zuhauf: billige und billigste Kopien von guten Originalen. Es gibt unglaublich viele Stände mit asiatischem Personal, die vor einem Haufen … sorry … Ramsch sitzen und wahrscheinlich hier doch das Geschäft ihres Lebens machen. Hoffe ich mal für sie. Denn die Standmiete steht den Hotelzimmerpreisen sicher in nichts nach. Auf der anderen Seite hoffe ich einfach für die Käufer, daß niemand sein Geld für sowas ausgibt.

Diskokugel mit Lautsprecher

Zum Schluß noch was Versönliches: eine Diskokugel mit eingebautem Lautsprecher. Das hat schon wieder Charme. Und damit beende ich meinen heutigen Rundgang. Morgen gibt’s die zweite Ladung.

Tag der offenen Tür bei Gardemann

Das Hamburger Gardemann - Betriebsgelände aus 100m Höhe

Heute war hier in Hamburg Tag der offenen Tür bei Gardemann, einem Verleiher von Arbeitsbühnen. Neben der Hauptattraktion, einem 100m hohen Steiger, gab es noch ein paar andere interessante Dinge. Der komplette Fuhrpark konnte besichtigt und natürlich auch ausprobiert werden. Egal ob Cherrypicker oder Scherenlift, ob Anhänger oder Selbstfahrer, ob elektrobetrieben oder Dieselaggregat. Und was Ihr als abgesperrte Hütchenstrecke unten im Bild seht, war eine Rennstrecke für kleine Elektroscherenlifte, auf der die ganze Geschicklichkeit gefordert war, wollte man mit ’nem Siegerschampus nach Hause geh’n.

Der 100m - Lift von unten

Als ich ankam war das Wetter erst noch ziemlich trübe. Hochnebel meldeten die Nachrichten. Also eine gute Gelegenheit, mir einen Vortrag für Entscheider anzuhören, in dem es im Wesentlichen um Sicherheitsvorschriften, Gefährdungsanalysen und richtige Unterweisungen ging. Da traf dann die BGR500, eine berufsgenossenschaftliche Vorschrift, auf die staunenden Münder der Zuhörer. Ehrlicherweise auch bei mir. Darin steht zum Beispiel, daß es bei Angestellten einen schriftlichen Arbeitsauftrag geben muß, wenn jemand eine Arbeitsbühne fährt. Und daß es eine richtige Schulung geben muß mit schriftlichem Zertifikat; nicht die fünfminütige Erklärung, die man bei der Übergabe vom Verleiher bekommt, sondern eine fundierte Unterweisung, die auf den Arbeitsbereich zugeschnitten sein muß. Jedes Jahr. Interessant. Macht kein Mensch. Jedenfalls nicht in meinem Beruf. Da werde ich mich doch mal kümmern.

Der obere Arm, wenn er ganz ausgefahren ist

Nach dem Vortrag schien dann auch die Sonne, also der richtige Zeitpunkt, mal mit dem großen Steiger bis ganz nach oben zu fahren. Aus meinem Statikkurs weiß ich noch, daß es gut ist, wenn sich Träger federnd biegen. Von daher war ich nicht beunruhigt, als ich obiges Bild vor Augen hatte. Das Steigerflaggschiff erreicht eine Gesamthöhe von 104m und bei einer Höhe von 16 bis 64 Metern eine Ausladung von 40m. Das hieße, daß ich einen Durchmesser von 80m bearbeiten kann, ohne daß ich den Steiger bewegen muß. Vom Zeitpunkt des Eintreffens des Steigers auf einer Baustelle bis zur Einsatzbereitschaft benötigt man 30 Minuten und ist damit locker deutlich schneller als jeder Gerüstbau. Genau deshalb ist unter’m Strich der Einsatz auch rentabel, obwohl man mit allen Nebenkosten schon von über 5.000,00€ ausgehen muß. Pro Tag.

Blick über Hamburg

Ihr wißt, daß ich immer auch Panoramen mitbringe, heute den über meine Wahlheimat Hamburg. Wie immer kann man das Bild größerklicken. Und weil ich Hamburg wirklich mag, gibt es heute neben dem meist 3000 Pixel breiten Größerklickbild auch mal die über 7500 Pixel breite extragroße Ausführung. Oben am höchsten Punkt herrschten vielleicht 2,5 Bft.; bis zu 7 Bft. ist der Betrieb zugelassen. Das ist mal amtlich. Erstaunlich war, daß auch bei größter Ausladung nichts ruckelte oder wackelte, sondern daß trotz der großen Höhe alles sehr smooth ging. Beachtlich.

Die Zugmaschine als Kontergewicht

Interessant auch diese Ansicht: die Zugmaschine des Steigers dient als Kontergewicht und hängt im Steigerbetrieb völlig frei über dem Boden. Das geht natürlich nur, weil der Zapfen, mit dem der Hänger an die Zugmaschine gekoppelt wird, kein Standardmaß hat, sondern verstärkt ist.

Die Werkstatt bei Gardemann

Auch die Werkstatt konnte besichtigt werden. Hier werden die Steiger nach einer Vermietung alle gewartet, bevor sie wieder weitervermietet werden. Insgesamt ein interessanter Vormittag.

Truckklonen

Neuer Giga - Trailer; Copyright: www.rock-n-roll-trucking.de

Meine Lieblingstruckingcompany, Rock’n Roll Trucking, hat fünf niegelnagelneue Auflieger und das nur wegen mir. Na ja. Auch. Weil ich nämlich immer gemeckert hab‘. Früher gab’s immer die Jumbo – Trailer; das gute alte Rock ’n‘ Roll – Fahrzeug, mit dem kleinere Firmen bis heute durch die Gegend fahren. Und das es bis heute in vielen Fällen auch tut. Zumindest, wenn man keine große Deko mit dabei hat. Der Wagen ist hinten innen 3,12m hoch und da wo der Hänger auf der Zugmaschine aufliegt hat er einen „Dancefloor“, eine Stufe, der nur 2,65m hoch ist. Das paßt alles in die üblichen Packmaße unserer Cases (Transportkisten) und auch 3m lange Traversen kann man bequem stellen. So weit, so gut.

Dann kam der Fortschritt in Form der Mega – Trailer. Der hat keine Stufe mehr drin, eine durchgängige Ladefläche also, ist aber nur 2,90 bis 3,05m hoch. Da kann man Trussing nur ganz hinten hochtippen und vorne gewinnt man durch unsere Packmaße auch nicht echt was. Aber bei Produktionen mit großen Dekodollies, bei der Palastrevue beispielsweise, ist das ein echter Gewinn. Nur die typische kleinere Tour, die hatte von dem Wagen nicht wirklich was; zumal die Gesamthöhe nur offiziell 4m hoch war……

Der neue Giga - Trailer; Copyright: www.rock-n-roll-trucking.de

Jetzt wird alles besser, denn gaaaaaanz neu (so neu, daß man die Schmuckstücke noch nirgends im Internet finden kann), gibt es jetzt den Giga – Trailer, gewissermaßen ein maßgeschneidertes Klonprodukt, der die Vorteile beider Hängergenerationen vereint. Der hat noch mal 5m³ mehr Ladevolumen als der Megatrailer und löst auch keinen Alarm mehr bei einer Gesamthöhenkontrolle aus, aber das ist gar nicht das Entscheidende. Viel besser ist: er ist hinten innen 3,10m hoch und hat nur ’ne klitzekleine Stufe. Jaha, da staunt Ihr, oder ?  Ich auch. Und darum Henning (so heißt einer der beiden Besitzer der Firma): den will ich. Immer.

Klimawandel

Das Thema Klimawandel beherrscht spätestens seit Veröffentlichung des zweiten Teils der UN – Studie alle Medien. Die Zahlen sind wohl so dramatisch, daß mittlerweile selbst die Bush – Administration und Chinas Regierung darüber nachdenken, wie man mit diesem Problem umgehen kann. So weit, so löblich.

Für einen Veranstaltungstechniker wie mich hat das Thema ja einen gewissen … Witz. Eine einzelne PAR64, das ist DIE Rock ’n‘ Roll – Standardlampe, verbraucht 1.000W. Wir hängen sie als Sechserbars auf, das sind schon mal 6.000W. Und sind wir doch mal ehrlich: die Standardshow braucht allein für’s Licht gerne ’n 125A – Anschluß. Dreiphasig. Mindestens. Selbst kleine Shows kommen kaum mit weniger als sechs Sechserbars plus noch zwei, drei Wackeleimern (Movinglights, bewegte Lampen) aus. Da ist jedes Watt, das man zuhause sparen kann eigentlich lächerlich. Eigentlich. Auf der anderen Seite heißt es, daß man in Deutschland ein mittleres Kraftwerk abschalten könne, wenn alle Geräte wirklich aus und nicht nur auf Standby geschaltet würden. Hm.

Ich habe mich in den vergangenen Monaten schon häufiger damit befaßt, hatte oft den Gedanken, was für eine Energieverblaserei es eigentlich ist, wenn man für ein einzelnes Showcase eine komplette Mannschaft nebst Technik mal eben quer durch die Republik jagt. Und doch ist der Versuch des Einzelnen, aktiv auf den Energieverbrauch zu achten, sicher angezeigt. Polemische Artikel wie in der gestrigen BILD („Soll Deutschland die Welt ganz allein retten ?“) sind sicher nicht angebracht. Längst sparen die Skandinavischen Länder (pro Kopf) viel mehr als wir. Und alle werden in 20, 30, 40 Jahren die Quittung dafür bezahlen. Am meisten tatsächlich übrigens die Länder, die heute schon Probleme haben: Afrika.

Auch in meiner Wohnung wollte ich Dinge verändern — und stieß auf richtige Probleme. Es gibt keine Energiesparkopfspiegellampen. Energiesparlampen sind nicht (vernünftig) dimmbar. Das ist schon echt blöd, weil man „richtige“ Leuchtstoffröhren durchaus dimmen kann. Ist bei uns auf der Bühne neben LEDs als LHGLs der letzte Schrei.

Da ich selbst kein Auto habe, brauche ich mir über zu viele Fahrten für kurze Strecken sicher keine Gedanken zu machen. Ich hab‘ eh nur das Rad, meine Füße, oder öffentliche Verkehrsmittel. Schade übrigens, daß die Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb (hier in Hamburg gibt es einige Busse, die so fahren) zur Zeit unter’m Strich noch mehr Energie verbrauchen, als konventionell angetriebene Autos. Die Herstellung von Wasserstoff ist eben aufwendig. Bleibt für mich die Duschdauer und -temperatur. Und die Heizung.

Bei der Heizung fällt mir schon das nächste Thema ein. Ich habe die Thermostate je nach Raum auf 2 bis 2,5. Aber die Fenster hier sind so dicht, daß ich regelmäßig sehr kräftig lüften muß, damit ich keine zu feuchte Luft habe. Was würde eigentlich mehr Energie sparen: leicht undichte Fenster und gleichmäßige Luftfeuchtigkeit, oder komplett dichte Fenster und zwei Mal am Tag kräftiges Lüften ?

Wie ist eigentlich Eure Meinung dazu ?  Über Eure Kommentare würde ich mich an dieser Stelle noch mehr freuen als sonst.