Fernsehgottesdienst in Regensburg

So sah also heute der Blick vom Altar in Gemeinderichtung aus. Zwei Kameras sind ja vorne zu erkennen, auf der Orgelempore gab es noch einmal zwei und die fünfte war eine SteadyCam.

Diese größerklickbare Aufnahme entstand während des Aufbaus. Unsere Traversen stehen schon, rechts hängen die Kollegen des ZDF gerade ihr Licht, geradeaus sieht man die Gitterboxen mit Teilen des Materials.

In den beiden Seitenschiffen befinden sich jeweils drei Altäre, die erst einmal sehr ähnlich wirken, aber doch ihr ganz individuelles Design haben. Was wie teures Marmor ausieht ist übrigens bemaltes Holz, also Kulissenbau at it’s best.

Das selbe Seitenschiff, nur mit einer anderen Perspektive photographiert. Hier sieht man jetzt auch die weiß verkleideten Steher unserer Konstruktion. Unter der Verkleidung befinden sich auch die Antennen für die SteadyCam. Soll ja alles schick aussehen.

Ganz hinten in der Kirche, hinter einem Gitter, haben sich die Tonkollegen mit den Empfängern und auch die SteadyCam – Techniker aufgebaut. So sehen sie noch genug vom Geschehen, sind aber etwas dezent aus der Sicht.

In der Sakristei der Kirche ist auch ein Regieplatz untergebracht, an dem man auch ganz gut Biathlon schauen kann, wenn man am Vortag auf die Proben wartet. Wirklich sehr schön finde ich in diesem Raum die Möbel. Auch die ganze Elektronik der Kirche ist in einen solchen Schrank eingebaut.

So sah es dann während des Gottesdienstes aus. Kann man mal anbieten, finde ich. Auch im Fernsehen kam die Kirche gut rüber, die Arbeit hat sich also gelohnt. Dann nach der Messe direkt Abbau, um 14:30 saß ich schon im Truck.

Weiß – Gold

An diesem Wochenende verbringe ich mal wieder meine Tage in einer Kirche. Die Alte Kapelle in Regensburg stellte ich Euch ja schon kurz bei der Vorbesichtigung mit einigen Panoramen vor. Es ist ein wirklich opulent verzierter Bau. Bis in die letzte Ecke ist er mit kleinen Details ausgeschmückt, die einen auf den ersten Blick erst einmal fast erschlagen. Man muß sich schon in Ruhe durcharbeiten.

Wie schon in Langenzenn ist auch die Alte Kapelle ein ehemaliges Kloster mit vielen, vielen Nebenräumen. Den Kreuzgang, geschmückt mit zahllosen Grabplatten, finde ich jetzt aber tatsächlich nicht so photogen, so daß ich mich auf ein paar Detailblicke in die Kirche begnügen möchte. Schön finde ich erst einmal, daß durch die vielen Fenster und die weiße Farbe schon ohne künstliche Beleuchtung eine helle, freundliche Stimmung herrscht. Nicht so düster und dunkel wie der benachbarte Dom.

Es gibt in der ganzen Kirche nur zwei Figuren, die nicht weiß als Grundfarbe haben (selbst Mohren werden sehr überzeugend in weiß dargestellt), eine davon ist diese Taube, die im Dach der Kanzel fliegt. Zweidimensionale Photographie kann diesen Vogel leider nicht in seiner ganzen Pracht darstellen; er gefällt mir sehr.

Weil jetzt doch recht viele Bilder folgen, geht es nach dem Break weiter.

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Regensburger Dom

Wenn ich schon in Regensburg bin und das Wetter frühlingshaft sonnig ist, muß ich auch wenigstens mal kurz am Wahrzeichen der Stadt vorbei, dem Dom. Rundherum fröhliches Treiben: junge Mädchen sitzen eislöffelnd auf vorgelagerten Stufen und schauen giggelnd einem overstyltem Kerl hinterher, alte Ehepaare legen händchenhaltend den Kopf in den Nacken, dazwischen wuseln Gruppen Asiaten. Schön. Habe mir direkt auch ein Eis gekauft.

Drinnen dann im Verhältnis zu draußen und zur Kirche nebenan, in der ich zur Zeit für’s ZDF tätig bin, unglaublich düster. Hatte keine Lust, mich von Gruppen durch die Kirche schieben zu lassen und bin deshalb hinten geblieben. War auch eine schöne Perspektive.

Hotel zum fröhlichen Türken, Regensburg

Wenn der Eingang eines Hotels im Grunde nur aus einer Treppe in den ersten Stock besteht, dann bin ich aus Erfahrung skeptisch. Im Regensburger Hotel zum fröhlichen Türken weicht die Skepsis zwar noch nicht an der Rezeption, dann aber im Zimmer. Das ist zwar schon etwas eng, riecht aber angenehm nach frischer Farbe, ist also incl. Teppich neu renoviert. Nach zweitägigem Aufenthalt kann ich sagen, daß das Haus zwar ein einfaches, aber sauberes Hotel ist. Es gibt keine Minibar, dafür aber einen gut ausgestatteten Rezeptionisten rund um die Uhr. Das Frühstück ist ok, das Personal sehr nett.

Absolut zentral in einer kleinen Nebenstraße zwischen Dom und Bahnhof gelegen, kann man hier auf jeden Fall angenehmer wohnen als im Hotel Weidenhof um die Ecke. Das Umfeld ist klasse, es gibt von der Dönerbude bis zum guten Restaurant alles drumherum, dazu viele Läden in allen Größen.

Ein Abend mit Annett

Am Dienstag Mittwoch Abend hatte ich endlich die Gelegenheit, mir eine Show der aktuellen Annett Louisan – Produktion anzuschauen. Das war ehrlicherweise kein ganz normales Konzert für mich, immerhin hatte ich knapp vier Jahre lang das Vergnügen und die Ehre, für sie und ihre Band arbeiten zu dürfen. Das spiegelt sich ja auch schon hier im Blog wieder: sortiere ich diesen Beitrag ganz normal unter „Konzerte“ ein, also dort, wo er ehrlicherweise hingehören würde, oder unter „Jobs/Touren/Annett Louisan“ ?  Ich entschied mich aus alter Verbundenheit zu … beidem.

In den letzten Wochen hatte ich von über einem Dutzend Kollegen sehr unterschiedliche Kritiken gehört; von „langweiliges Licht“, „Schlagerdeko“ und „lieblos gemacht“ bis zu „tolle Band“, „schönes Programm“ und „gute Show“ war alles dabei. Dazu kommt natürlich die ganz egomäßige Frage: „Läuft es ohne mich in meinen ganz subjektiven Augen besser oder schlechter als mit ?“. Ich war also sehr gespannt wie es denn werden würde.

Das Konzert begann mit Martin Gallop, der ja auch schon bei der letzten Tour als Support mit dabei war. Martin redet fast mehr als er musiziert und auch wenn er kein typischer Einheizer ist, so schafft er doch ein gutgelauntes Publikum — das ist ja auch eine Grundlage. Der Übergang zwischen Martin und Annett dann fließend: er geht ab, ihre Band beginnt hinter dem Vorhang zu spielen, der Vorhang öffnet sich, Annett tritt auf. Das hat mir schon mal sehr gut gefallen; kein Loch entstehen lassen, keine Umbaupause, kein blendendes Saallicht, nein, die gute Stimmung mitnehmen und weitermachen. Geschickt. Wie es denn dann nun war … erfahrt Ihr mit vielen Bildern nach dem Weiterlesen – Link.

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Tierpark Hagenbeck

Und jetzt kann ich auch das Geheimnis lüften: am Dienstag war ich im Tierpark Hagenbeck. Vielen ist der Name Hagenbeck ja eher als Zirkus geläufig. Beide, Zoo und Zirkus, entstammen einem Tierhandels- und -ausstellungsbetrieb, den es Anfang des 20. Jahrhunderts auf der Hamburger Reeperbahn gab und die alte Elefantendressurhalle im Zoo — heute längst eine Eventfläche — zeugt davon, daß die Wege lange gemeinsam liefen.

Wenn man sich vom Schreck des in meinen Augen doch recht kräftigen Eintrittspreises erholt hat, steht man recht schnell bei den Elephanten. Und hier taucht direkt mein Photographierproblem in Zoos auf: ich lichte ganz ungern offensichtlich eingesperrte Tiere ab. Ich finde das … unästhetisch. Gar nicht mal in weltverbesserischer Sicht, rein photographisch. Ich gehe ja gern in Zoos und finde es interessant, mir Tiere vom Nahen anzuschauen; da ist es klar, daß sie nicht in Freiheit leben. Aber Gefangenschaft abzubilden widerstrebt mir. Von daher gibt es hier nun eine recht eingeschränkte Sicht.

Interessant auch, wie unterschiedlich die Möglichkeit des Fütterns gehandhabt wird: Elephanten scheinen einen recht robusten Magen zu haben und darum ist das Fütern bei diesen Tieren erlaubt. So stehen dann reihenweise die Besucher am Gehege und stecken den Tieren unglaubliche Mengen an Möhren und Äpfeln zu, die mit erstaunlicher Rüsselfertigkeit eingesammelt werden. Bei kleineren Stücken werden auch erst mal ganz effizient mehrere Besucher „abgegrast“, bevor der Rüssel wieder in Richtung Mund wandert. Die im großen und hellen Affenhaus wohnenden Schimpansen darf man nicht füttern.

Schön finde ich, daß im Tierparkgelände auch alles mögliche an Getier frei herumläuft. Neben unterschiedlichem Federvieh kann man auch an einigen Stellen Maras durch die Gegend laufen sehen.

Diese kommunikativen Tiere, die die wärmenden Sonnenstrahlen sichtbar genossen, heißen Erdhunde. Dies nicht, weil sie mit den richtigen Hunden verwandt wären (das sind Seehunde ja auch nicht), sondern weil ihr Warnruf ein Bellen ist. Sie sind also gewissermaßen Erdhörnchen mit Fremdsprachenkenntnissen. Soll ja sehr hilfreich sein in diesen Tagen.

Neben den Cuba – Flamngos, die Ihr auf dem ersten Bild sehen konntet, gibt es im Tierpark Hagenbeck auch die besonders seltenen Giganto – Flamingos, oder auch Chile – Flamingos genannt. Die werden, wenn man dem Schild glauben darf, bis zu 90m groß…… was mal wieder beweist, daß man eben nicht alles glauben darf.

Weil Pferde immer ziehen, vor allem bei meinen viel zu wenigen weiblichen Lesern, darf ein solches Photo natürlich nicht fehlen. Ich muß ja auch ein wenig an die Quote denken. Dabei fand ich es durchaus witzig, die mit „Vorsicht, bissig“ gekennzeichneten Tiere ausgerechnet im Streichelzoobereich unterzubringen. Die Kaltblüter zeigten sich dann auch recht ungnädig: alle, die sich an das Fütterungsverbot hielten wurden mit knackigen Bissen abgestraft. Zum Glück nur so fest, daß es für einen gehörigen Schrecken, aber nicht für Wunden reichte.

Auch wenn ich jetzt hier vielleicht ein wenig mäkelig wirke, so hat mit der Zoobesuch doch sehr gefallen. Bei schönem Wetter ist der Tierpark auch wegen seiner Gesamtanlage immer einen Besuch wert. Der Raubtierbereich und der für die Polkappenbewohner werden gerade neu gemacht; wenn das fertig ist, werde ich noch mal schauen gehen.

russische Gemütlichkeit

Beim gestrigen Wetter konnte ich nicht einfach zuhause rumsitzen, sondern war ein wenig unterwegs. Zwischendurch kam ich auch an dieser russisch – orthodoxen Kirche in Stellingen vorbei. Ich kenne sie seit vielen Jahren und freue mich immer, wenn ich sie mal wieder sehe.

Wer sich in Hamburg auskennt kann vielleicht auch schon ahnen, wohin ich gestern unterwegs war. Da das Wetter aber heute genau so schön ist wie gestern, werde ich erst morgen davon berichten, wenn ich wieder im Zug sitze und die Zeit noch ein wenig nutzen.

Sonne im Garten

Nachdem das Wetter in den letzten Tagen Wochen ja sehr regnerisch war, kam gestern dann hier in Hamburg endlich mal wieder die Sonne raus und die Krokusse konnten ihre regengeschwächten Köpfe wieder hochstrecken. Das mußte ich natürlich direkt für ein paar Photos nutzen.

Heute dann trieben die von der Hausverwaltung angekoberten „Gärtner“ ihr Unwesen. Auch wenn diese Männer ihre normale Arbeit (putzen und Glühlampen wechseln) sicher zuverlässig machen: es reicht nicht aus, jemandem motoritiertes Gerät in die Hand zu geben, um ihn zum Gärtner zu machen. Eben durch die Motorisierung ist die Gefahr, ernsthaft Schaden anzurichten, nicht unbedingt klein.

Coverband

In den letzten Tagen führte ich einige Gespräche über die Veranstaltungshallen unserer Republik; auch über den Kulturpalast in Dresden, in dem ich mit den Spatzen ja noch von wenigen Tagen war. Diese Halle soll renoviert und umgebaut werden —  zu einem reinen klassischen Konzertsaal. Wer sich das heutige Verhältnis zwischen Klassik- und sonstigen Veranstaltungen anschaut, wer nach alternativen Hallen in Dresden sucht, der wird sich fragen, was das denn nun wieder soll. Die Dresdner Philharmoniker sind sicher ein ganz passables Orchester; die Klasse und den Weltrum ihrer Leipziger Kollegen haben sie nicht.

Wie in anderen Städten auch frage ich mich, warum man diesen harten Schritt in eine reine Klassikhalle gehen muß, zumal die Konzerte mit Popuarmusik einen erheblichen Beitrag zur Kostendeckung des Saals geben. Flexible Akustikbauten für klassische und verstärkte Musik gibt es durchaus. Darüber hinaus wird verkannt, daß die Musik der „Hochkultur“ natürlich ein Teil unserer Geschichte ist, den man pflegen sollte. Daß die Gegenwart dahinter aber nicht zurückgedrängt werden darf.

Etwas ketzerisch gesprochen: die meisten philharmonischen Orchester sind Coverbands jahrhundertealter Hits. Sicher auf einem exzellenten Niveau, aber wirklich einen musikalischen Fortschritt gibt es in ihnen begrenzt. Da scheint es mir fragwürdig, diesem Musikstil exklusive Tempel auf Kosten anderer Musikrichtungen bauen zu müssen.

Ich höre jetzt die Aufschreie: „Wie kann er nur !“. Ich genieße durchaus selbst auch gute Interpretationen synphonischer Musik und ich bin der Meinung, daß es sich um eine förderungswürdige Spezies handelt. Ich sehe nur nicht den Exklusivitätsanspruch, mit dem mancher Klassik umgibt.

Ich will zurück !

Nicht nach Westerland (wobei Urlaub an der See immer schön ist), sondern nach Frankreich. Wir sind heute im Beethovensaal der Liederhalle in Stuttgart, ein absolut unsymetrischer Bau mit 250kg – Hängepunkten. Ein klassischer Konzertsaal eben, in dem man auch verstärkte Konzerte spielen kann. Die Fronttruss hängt schräg vor der Bühne, was es unseren Videokollegen unmöglich macht, die drei Projektionen vernünftig hinzuzaubern. Wir haben schon scherzeshalber überlegt, ob wir die Show nicht einfach canceln und geschlossen rüber zur Schleyerhalle gehen. Da spielt heute P!nk.