Noch ein Gegenschuß

Gestern war erstaunlich gutes Wetter und so habe ich tatsächlich einen längeren Spaziergang gemacht. Dabei sind mir auch diese Gegenschüsse hier gelungen. Oben der Blick von unten auf die „Miniburg“, die hier einfach nur „Villa“ heißt und unten dann der Blick von dort aus auf den Ort. Das Panorama kann man größerklicken. An der Villa kann man übrigens sehr gemütlich draußen sitzen und einen Kakao schlürfen. Sehr lecker.

Zugfahrt

Heute bin ich von Hamburg mit dem Zug mal wieder nach Crailsheim gefahren, das Wetter war äußerst bescheiden und ist es hier in Crailsheim jetzt auch. Aber so photographiert sieht der Regen fast schon wieder gut aus.

im Planetarium

Schon vor einiger Zeit war ich im Planetarium Hamburg, um dort ein Hörspiel zu hören, während über mir die Sterne funkelten. Ehrlicherweise fand ich das Hörspiel eher medium, aber die Sterne, die waren schon wirklich sehr schön. Früher war ich häufiger dort, manchmal gibt es auf einer kleinen Bühne auch richtige Konzerte zum Sternengefunkel, das ist dann richtig schön und ganz sicher einen Besuch wert.

Daß nicht nur der Mensch, sondern auch andere Wesen im All ihr Unwesen treiben wurde im Foyer bewiesen. Weltraumgängige Kühe gehören jetzt nicht unbedingt zu den Alltagsdingen, die man täglich sieht, aber es scheint sie ja ganz augenscheinlich zu geben. Hochinteressant.

30/30

Copyright: HG Esch / Aedes

Gestern Abend war ich bei der Vernissage zur Ausstellung 30/30, für die HG Esch in 30 Tagen 3o Architektur – Projekte aus 60 Jahren von Vater & Sohn Henn photographierte. Eine Ausstellung mit wirklich sehr schönen, hervorragend ästhetisch aufgebauten Bildern, bei deren Betrachtung fast schon das Bedauern aufkommt, daß es nur 30 Projekte waren, die HG Esch da ablichtete und nicht deutlich mehr. Gut gefallen hat mir auch die Hängung, die sich mir erst auf den zweiten Blick erschloss, dann aber schöne Verbindungen zwischen den Gebäuden unterschiedlicher Generationen vermittelte. Die Ausstellung richtet sich direkt an zwei Zielgruppen: an photographisch und an architektonisch Interessierte; beide werden aufs allerbeste bedient, ein Besuch lohnt sich ganz sicher.

Herbst

Gestern war Herbstanfang, heute ist laut Wetterbericht der letzte schöne und warme Tag für einige Zeit, da kann man schon ins Grübeln kommen. Ist das Jahr fast schon wieder vorbei ?  Kommt da noch was richtig Gutes ?  Bis jetzt ist die Billanz eher nicht so doll, was an Gründen liegt, die nicht hierher gehören. Nach Herbst ist mir auf jeden Fall gerade noch so richtig gar nicht.

Kartengruß

Briefe und Postkarten zu schreiben ist ja schwer aus der Mode gekommen und das ist verdammt schade. Wir schreiben uns heute maximal noch Mails und Simse, wenn nicht gleich getwitter. Wenn man heute zum Briefkasten geht, dann flattert da einem nur Werbung entgegen, manchmal dann noch Rechnungen oder gar Schlimmeres. Eigentlich könnte man seinen Briefkasten auch abschrauben, wenn es nicht doch noch diese seltenen Momente gäbe, in denen dann ein richtiger Brief, eine echte Postkarte darin liegt. So wie heute. Da schreibt mir mein Töchterchen und ich habe mich wirklich sehr, sehr gefreut.

Ich danke Dir also und drück‘ Dich auch lieb.

Straße der Poesie

Wenn man „Hamburger Schanzenviertel“ hört, denkt man außerhalb Hamburgs unweigerlich an Krawall und Straßenschlachten. Dabei ist dieses Viertel so unglaublich bunt und schön im Leben. Das kommt leider viel zu wenig zur Geltung. Seit gestern haben beispielsweise 50 Anwohner der Bartelsstraße diese zur „Straße der Poesie“ ausgerufen und nun hängen da mit Sprüchen und Gedichten bestickte Kopfkissen über den Menschen und Autos. Eine wirklich sehr schöne Idee, die viel mehr vom Geist des Viertels zeigt, als die Krawallbilder, die in der Tagesschau zu sehen sind.

Ich liebe meine Stadt.

Der Bühnenbildner

Auf dem Trödelmarkt entdeckte ich auch dieses wunderschöne Büchlein über den Bühnenbildner Karl Gröning, der in den sechzigern am Schauspielhaus in Hamburg leitend tätig war. Natürlich mußte ich es kaufen. Ich finde es herzerfrischend, wenn dort von den künstlerischen Veränderungen des modernen Theaters die Rede ist. Herr Gröning würde sich wahrscheinlich gut wundern über das Theater der heutigen Zeit — wobei sich das Rad ja schon fast wieder zurückdreht und die Inszenierungen nicht mehr nur provozieren wollen, weil das einfach kaum noch geht.

In diesem Buch sind Skizzen, Entwürfe, Modelle und Photos von Bauproben, Proben & Aufführungen zusammen mit den Erläuterungen zu sehen, warum man denn damals so entworfen hat. Dies nicht nur aus der Zeit der Sechziger, sondern auch weit früher, von den Vorbildern Grönings. Dies ergibt ein sehr schönes Bild vom Wandel des Anspruchs an das Bühnenbild und vom Wandel des Zeitgeschmacks im Laufe der ersten sechzig Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Eine gute Investition also für die zwei Euro, die das Buch kostete.