Stuttgart Liederhalle Hegelsaal

Heute ein langer Name der Halle. Die Liederhalle sind nämlich ehrlicherweise zwei Gebäude mit mehreren Sälen. Wir haben heute im neueren Gebäude und da im größten Saal gespielt. War auch gut voll. Der Hegelsaal liegt im Keller, das heißt, daß wir erst mal mit ’nem Ladelift alles hinunterkarren mußten. Es gibt hier keine wirklich nutzbaren Hauszüge, also haben wir unser komplettes Rigg gebaut und mit unseren Motoren an die Decke gehängt. Das lief eigentlich sehr geschmeidig.

Vorschau Hegelsaal

Dem aufmerksamen Beobachter fällt übrigens auf, daß Uli gleich vier Mal auf diesem Panorama zu sehen ist. Hat sich so ergeben. Da fällt mir für morgen doch noch was anderes ein :-)

Peter hatte mal wieder ein wenig Sorgen, weil auch der zweite Rang verkauft worden war und er Angst hatte, daß er dort nicht richtig hinkäme. Natürlich — wir haben ja ’ne gute Crew — hat es dann letztlich doch geklappt. Nach der Show war sogar jemand aus dem Publikum bei mir, der sich für den ungewöhnlich guten Sound im zweiten Rang bedankte. Was will man mehr.

Was mir als Norddeutscher auffällt sind die verschiedenen Mundarten, die wir jetzt in den letzten Tagen hatten und an die man sich morgens immer erst ein wenig gewöhnen muß. In dem Zusammenhang fällt mir eine sehr witzige Geschichte ein, die Hammer mir vor ein paar Tagen erzählte. In Mannheim nachts beim Truckladen erklärt er einer Hand was denn zu tun sei. Hammer spricht reinstes Hochdeutsch. Der Helfer machte nach der Erklärung aber trotzdem alles anders. Auf Hammers Frage, ob er ihn nicht verstanden hätte, antwortete der Helfer in bester Mundart, daß Hammer ja so komisch rede und daß man wohl zwei, drei Sätze brauche, um es mal zu verstehen. Da hatte er aber schon den ganzen Tag mit uns gearbeitet. Sehr schön.

Ansonsten gibt’s über den Tag eigentlich nichts mehr zu erzählen. Schön gelaufen alles.

Am Anfang der Show flog dann sehr gemütlich ein Luftballon quer über die Bühne und den Saal; war schon süß. Das Stuttgarter Publikum war die ersten neunzig Minuten sehr zurückhaltend. Aber dann wurden sie sehr euphorisch. Da frage ich mich doch, warum man solange wartet, bis die Begeisterung durchkommt ;-) Auf der anderen Seite muß man den Stuttgartern zugutehalten, daß sie musikalisch richtig (also auf 2 und 4) klatschen. Hat man auch nicht häufig. In Deutschland wird meistens auf 1 und 3 geklatscht. Musikalisch macht man das nur bei einem Marsch, sonst nie. Läßt tief in die deutsche Seele blicken. Aber die Stuttgarter haben’s raus. Vielleicht lag es auch daran, daß Pur – Sänger Hartmut Engler mit Freundin heute Zuschauer bei uns war und er den Einklatscher gemacht hat ;-)

Zu guter Letzt wieder Bilder nach dem „Weiterlesen“ – Link.

Stuttgart 1

5 Gedanken zu „Stuttgart Liederhalle Hegelsaal“

  1. Ich bin nicht gebürtiger Hamburger und dazu werde ich auch nie, da macht Euch mal keine Sorgen. Aber wenn ich Mitteldeutscher schreibe, dann ist die Assoziation auch nicht das, was ich damit ausdrücken möchte. Westdeutscher (was ja nun wirklich geographisch korrekt wäre) ist viel zu politisch. Und für einen Nürnberger seid auch Ihr zwei Deppen Norddeutsche ;-)

    Was ich ausdrücken wollte war meine derzeitige sprachliche Heimat. Die liegt irgendwo zwischen dem Ruhrgebiet und Hamburg, wird sich sicher im Laufe der Jahre weiter in Richtung Norden verschieben und liegt zur Zeit vielleicht in Osnabrück :-) Letztlich habt Ihr die Geschichte aber trotzdem verstanden, oder ? Und darum ging es doch.

  2. Jungejunge, ist dir langweilig? Oder wirst du dafür bezahlt?
    Liest sich schon gut, aber warum machst du´s?
    Übrigens möchte ich zu deinem SMS Kommentar sagen: Gottseidank! Würde mich dann trotzdem melden wenn ich zu der Zeit in Berlin bin!

  3. @ Steff: Nein, weder ist mir langweilig, noch werde ich dafür bezahlt. Ich mach‘ das freiwillig…. na ja…. fast :-) Hintergrund ist, daß ’ne Menge Freunde und auch meine Tochter sich beklagt haben, daß sie nie genau wüßten, was ich eigentlich so gerade mache. Gepaart mit meinem Hang zur Rampensau ergab das dieses Blog.

    Das mit dem Gottseidank glaub‘ ich Dir und weil ich’s mir dachte, hab‘ ich’s ja auch geschrieben. Würde mich freuen, wenn wir uns mal wieder sehen würden.

    Lieben Gruß !

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