An der chinesischen Mauer

Zu jedem Chinabesuch gehört natürlich auch ein Abstecher zur Chinesischen Mauer, das ist ja klar. Uns traf es etwas unglücklich, weil die chinesische Nationalfeiertagswoche genau auf den Anfang unserer Tour fiel. Zur Erklärung: in der Woche des Nationalfeiertags hat faktisch ganz China frei (was oft auch der einzige Urlaub im ganzen Jahr ist) und dementsprechend voll ist es überall. Wenn man sich erstmal durch den dichten Wust der fliegenden Verkäufer durchgeboxt hat, kann man sich an den Aufstieg zur Mauer machen, was den ein oder anderen von uns in arge konditionelle Bedrängnis brachte. Zur Entschuldigung kann man gelten lassen, daß es sehr schwül und sehr warm war. Das dunstige Wetter sieht man (leider) auch auf den Bildern.

Die Mauer selbst, gewissermaßen der antifaschistische antimongolische Schutzwall, zieht sich auf fast 9.000km durchs Land und hat China viele Jahrhunderte gegen nomadische Stämme geschützt. Sie ist in sehr unterschiedlichem Zustand, wir besuchten einen Teil, der sogar restauriert ist. Erst seit 2009 ist die Mauer in ihrer Gesamtheit in China geschützt, früher wurde sie gerade in recht abgelegenen Gegenden auch als Steinbruch genutzt.

Ich finde die Mauer schon einen sehr beeindruckenden Bau, der in seiner Errichtung und im Betrieb aber eben nur deshalb möglich war, weil Menschen in China eine fast unerschöpfliche Ressource darstellen.

Daß ein solches Bauwerk zu großen Gesten verleitet ist dann ja nur verständlich. Hier seht Ihr unsere Geigerin Daniela, die uns die Mauer so präsentiert, als sei sie die stolze Erbauerin ……

…… und John, unseren Lichtdesigner, der sich eher in der Pose der chinesischen `66er versucht. Gerade dieses Bild gefällt mir sehr :-)

7 Gedanken zu „An der chinesischen Mauer“

  1. Das schaut wirklich beeindruckend aus!!
    Und der „Held im Chaos“ gibt dem ganzen noch eine stilsichere Note :o)

    Wieviel Zeit habt ihr für´s erklimmen der Mauer benötigt?

  2. liebelein… welch schöner artikel – und es war ja auch ein wunderbarer ausflug!!! ;-)) freu mich schon auf die kommenden 2 tourwochen!! bis dahin geniess die zeit in der heimat!! liebe grüsse, dAni

  3. @ Kessi: Gefühlt sicher zwei Stunden, tatsächlich aber waren es vielleicht 20 Minuten. Man hätte auch mit einer Seilbahn fahren können, aber das haben wir natürlich nicht gemacht. Runter sind wir dann mit einer Sommerrodelbahn.

    @ dAni: Ja, es war wirklich ein schöner Ausflug und wäre Amelia noch ein wenig beherzter gewesen…… :-)

  4. haha… stimmt, hätte sie das gas mal nicht mit der bremse verwechselt, hätte ich dich von hinten nicht permanent rammen müssen!! ;-)))

  5. Nur 20 Minuten für das Teilstück – Respekt!

    Das es eine Sommerrodelbahn dort gibt, wusste ich bis jetzt nicht. Aber sicher eine clevere Alternative die Touristen wieder schnell nach unten zu befördern :o)

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