zwei Shows

In den letzten zwei Tagen habe ich gar nichts über die Shows geschrieben und das aus einem ganz einfachen Grund: sie liefen völlig glatt und unspektakulär. Allein gestern gab es vor der Vorstellung ein wenig Aufregung: Max war um 17:01 mit dem ICE in Hamburg losgefahren und hätte um 18:23 in Hannover sein sollen, also locker rechtzeitig zur Show. Durch Stellwerksausfälle und einem Defekt der Lok kam der Zug aber erst um 19:48 in Hannover an. Dort schwang er sich auf sein Fahrrad und schoß zum Theater („Ein Taxi hätte doch eher länger gedauert als ich auf dem Fahrrad.“). Um 20:03 stand er im Frack mit einem ichweißechtgarnichtwasihrwolltesistdochnichtspassiert – Gesicht auf der Bühne und sang sein erstes Lied. Sehr cool.

6 Gedanken zu „zwei Shows“

  1. Max ist tatsächlich extrem cool; das mag man ihm erst mal gar nicht zutrauen, denn auf der Bühne wirkt er ja doch recht steif. Aber ich kenne tatsächlich nur sehr wenige Leute, die so angenehm selbstbewußt durch’s Leben geh’n wie er.

  2. Ich finde Max gerade wegen seiner steifen Art auf der Bühne gut, das hat was :)
    Danke für den Gegenbesuch ;) habe auch auf Deine Frage geantwortet.

  3. Oldschool, der Max, sehr angenehm.
    Bleibt für mich die Frage – 19:48 angekommen/20:03 im Frack auf der Bühne – reist der Mann im Frack? Und hat er in der Bahn immer sein Fahrad dabei?

  4. Max hat immer sein Tourfahrrad mit dabei, ein schönes, altes, babyblaues Rad. Mit dem ist er morgens vom Hotel zum Bahnhof — und abends eben auch zum Theater. Wenn wir allerdings von Stadt zu Stadt reisen, dann fährt das Rad im Truck. Aber bei den langen Aufenthalten lohnt sich so ein Rad ja immer.

    Und natürlich reist er nicht im Frack, sondern im Anzug. Und das mit einer logischen Begründung: „So ein Anzug ist doch viel bequemer, als so eine moderne Jeans. Da kann man sich doch gar nicht richtig drin bewegen.“ Das ist auch immer dann witzig, wenn man Abends nach der Show noch mal loszieht. Wir waren zusammen mit Max schon in wirklich abgefuckten Kneipen & Clubs, wo er wahrscheinlich seit Eröffnung der einzige Besucher in Anzug war. Aber er ist dort nie negativ aufgefallen. Weil er das einfach lebt.

    Wer sich so kleidet wie er, für den ist das Binden einer Fliege auch kein Hindernis. Das macht er quasi nebenher. Und dann kann der Wechsel Anzug -> Frack auch in zwei Minuten erfolgen.

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