Bevormundung

Wie schon mal nebenher erzählt programmiert Videokollege Marc zusammen mit einem Freund eine iPhone – App, mit der man die Eiki – Beamer einstellen können soll. Dazu haben sie die Steuerbefehle der geräteeigenen Fernbedienung ausgelesen, sie haben eine Methode entwickelt, wie man den Kopfhörerausgang des iPhones diese Steuerbefehle senden lassen kann und mit dem offiziellen App – Designer eine Anwendung geschrieben. Jetzt würde man natürlich gern mal am lebendigen Objekt das Programm ausprobieren. Aber das ist gar nicht so einfach. Nur die Firma Apple selbst kann assemblieren, also aus dem Programmiercode ein richtiges, lauffähiges Programm machen. Und das geschieht auch nur, wenn man die Grundsätze der Apple – Firmenphilosophie beim Programmieren beachtet. Es ist nicht möglich, sich seine eigene kleine Anwendung zu schreiben, ohne daß Apple dieses Programm zu Gesicht bekommt und „genehmigt“. Das finde ich hart. Natürlich stört das den Durchschnittsverbraucher nicht. Der freut sich vielleicht sogar, daß er nur „geprüfte“ und „sichere“ Software bekommt. Aber ich empfinde das als … Zensur. Und als unakzeptabel. Wieso soll der Gerätehersteller im Zweifelsfall darüber entscheiden, welche Software auf meinem Gerät läuft ?  Steve Jobs kackt rum, daß Flash kein offenes Protokoll sei, es aus diesem Grund in seiner Firma nicht mehr berücksichtigt wird und schafft dann so ein System ?  Lächerlich.

6 Gedanken zu „Bevormundung“

  1. Glückwunsch!

    Ich hab hier übrigens noch ne ubuntu-CD rumliegen, die könnte ich Euch ja mal zukommen lassen. Hat alles, was man zum wirklich freien Programmieren braucht und man darf die so oft kopieren (und installieren!), wie man will.
    Dazu noch ein wenig Hardware mit Linux drauf (also etwa Nokias N900 oder eines der der Android Handies vom bösen großen Bruder oder lieber was wirklich freies ala OpemMoko) und schon könnt Ihr Eure Träume war werden lassen. Unzensiert und ohne Einschränkungen…

  2. Das ist ja nix neues. Und anscheinend geht es mit Apple auch nichtmehr so steil Bergauf wie auch schon.
    Die Reaktionen aufs neue iPhone sind doch wesentlich verhaltener wie beim 3G ausgefallen.

    Für Hobbyanwender, finde ich zumindest, ist es eh relativ uninterresant für’s iPhone und co. zu entwickeln da wie gesagt, solang man sein Gerät nicht jailbreaked alles bei Apple vorbei muss. Die neuste Einschränkung nurnoch mit C für den Apple-Store entwickeln zu dürfen wird wahrscheinlich nochmehr Hobbyanwender abschrecken. Wenn das nicht eh schon die Wucher-Preise überhaupt etwas im Apple Store anbieten zu können getan haben.

  3. Nun, bis zu 100 Leuten im Jahr kann der Kollege die Anwendung ja zur Verfügung stellen (wenn er bei Apple angemeldet ist), ohne das Apple dazu etwas sagen muss, dazu braucht er nur die ID deines iPhones. Und für Firmen soll es bald auch noch bessere Wege geben, über die man spezielle Anwedungen verteilen kann.

    Und Steve Jobs würde in diesem Fall sagen, nutz doch HTML 5 (also eine kleine Website), das ist ein völlig freie Umgebung (würde in diesem Fall sogar gehen, da die Anwendung ja nur bestimmte „Audio“-Signale ausgeben muss).

    Aber natürlich hast du recht, es wäre wesentlich angenehmer, wenn jeder eigene Applikationen veröffentlichen kann. Das wird allerdings beim iPhone in nächster Zukunft nicht passieren.

  4. Wenns nur um ein Gerät geht, gibts da ja auch noch das böse Wörtchen Jailbreak. So haben wir damals die erste Voip-Anwendung draufbekommen.

Kommentare sind geschlossen.