Proberaum

Noch mehr alte Geschichten: ich weiß nicht, ob Ihr die Erfahrung auch schon mal hattet: seit Jahren liegt ein alter Schlüssel bei Euch in der Schublade. Ihr wart schon lange, rund 13 Jahre nicht mehr an dem Ort, zu dem der Schlüssel gehört, obwohl Ihr früher jahrelang nicht gerade täglich, aber doch sehr, sehr oft dort wart. Und dann nehmt Ihr irgendwann den Schlüssel, fahrt zu dem Ort, steckt den Schlüssel ins Schloß, das Schloß hakt noch an exakt der selben Stelle wie damals, quitscht exakt so wie früher und dann …… seid Ihr zuhause.

Ich glaube, streng genommen war es schon fast so was wie Einbruch, was ich heute tat: ich habe keine Ahnung, wer genau in diesem Raum heute probt. Zumindest der Keyboarder muß wohl noch der selbe wie früher sein, denn ein altes Rack von mir und ein Splitter, den ich ihm mal verkaufte, sind noch da. Und auch sonst hat sich erstaunlich wenig verändert: beim Reinkommen wird man von einem Bild begrüßt, das meine Schwester mal malte.

Eine Türe weiter dann der eigentliche Proberaum. Auch hier die selbe Deko, wirklich genau die selbe Deko wie vor Jahren. Schon fast obskur. Die Räume haben wir vor … geschätzen 20 Jahren so gebaut, daß auch die Nebenräume gedämmt sind und durch kleine Kabelklappen alles miteinander verkabelt werden kann. Also ehrlicherweise schon eher ein kleines Studio. Wenn man hinten links durch die Türe geht, kommt man zum Mixerplatz.

Das war früher mein Wirkungsbereich. Der Automat und die NS-10 gehören noch mir und auch sonst finde ich erstaunlich viel alten Kram von mir. Selbst das Schild „Markusplatz“ hat niemand entfernt. Unglaublich. Hier stand also mal mein Mitec – Pult, eine Fostex – 8-kanal – Bandmaschine, später auch ein MIDI – Rechner, der die Maschine synchronisieren konnte. Nebenan gibt es auch noch den Werkstattplatz mit alten Schubladen, die ich mal von meinem Opa geerbt hatte. Ich fühlte mich deutlich wie in einer Zeitmaschine.

Ich glaube, ich muß den Keyboarder mal anrufen.

Ein Gedanke zu „Proberaum“

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