Pandora

In den Kommentaren zur gebeutelten Musikindustrie hatte ich schon darüber geschrieben, gerade sitze ich am Schreibtisch und erfreue mich an der hervorragenden Musikauswahl und darum möchte ich es hier noch mal besonders featuren, auch wenn Programme wie dieses ja verboten werden sollen: Pandora ist ein Internetprogramm, das kostenlos genau die Musik spielt, die man hören möchte. Wie das geht ? Ganz einfach: man gibt einen Interpreten oder einen Song ein, den man besonders mag. Pandora sucht jetzt anhand von 400 indizierten Kriterien Songs aus, die dem Stil des eingegebenen Interpreten oder Songs nahekommen und spielt sie. Indem ich die nun gespielten Songs kommentiere (gefällt mir / find ich doof), verfeinert Pandora die Auswahl und spielt nach kurzer Zeit tatsächlich sehr präzise die Musik, die ich hören will. Dabei kann man sich je nach Laune verschiedene „Radiostationen“ abspeichern, so daß man auch die Musik variieren kann, ohne irgend ’n Scheiß hören zu müssen.

Das ganze ist kostenlos ? Ja !! Finanziert wird dieser Dienst, weil man sich die gehörte Musik (immerhin bekommt man plötzlich Musik zu hören, die einem gefällt, man aber vorher nicht kannte) natürlich auch ganz einfach per Klick kaufen kann. Als CD oder Download. Und über diese Verkäufe wird Pandora bezahlt. Man kann kaufen. Muß aber nicht. Immerhin gibt es wahrscheinlich genug Leute wie mich, die das haptische Erleben von Musik (meine CD) schätzen. Und hier schließt sich wieder der Kreis zu unseren Freunden in den Vorstandsetagen der Plattenfirmen. Auch wenn Ihr Programme wie Pandora als Teufelszeug erachtet, ich kaufe dadurch CDs. Komisch, was ?

8 Gedanken zu „Pandora“

  1. Hey wirklich cool! Danke für den Tip!

    LastFM (http://www.last.fm) bietet einen ähnlichen Service:
    -verschiedene Nutzer melden über ein kleines Plug-in in ihrem Lieblingsplayer welche Musik sie gerade hören
    -daraus werden dann „Nachbarn“ mit ähnlichen Musik-Geschmack ermittelt
    -mit dem LastFM-Radio kann man sich dann in die Musik seiner Nachbarschaft reinhören
    -oder aber auch Musik die sich in der Nachbarschaft eines bestimmten Künstlers ist

  2. Generell ist so, daß solche Angebote den Umsatz eher ankurbeln. eines der großen Probleme der Musikindustrie ist das – ja selbst auf Format geprügelte – Radio in Deutschland, das (mal abgesehen von Kultkomplex auf EinsLive vielleicht) einfach keine guten neuen Acts vorstellt. Es gibt mehr gute Musik als je zuvor, man hört sie nur nirgends. Dabei ist ja logisch: je mehr gute Musik dir vorgestellt wird, umso mehr wirst du konsumieren (wenn du kannst).

  3. @HD: sehe ich ja auch so. Aber wenn Du Dir die aktuellen Verlautbarungen unserer Plattengrößen ansiehst, dann ist Pandora & Co. Teufelszeug und soll verboten werden.

  4. Pingback: Elbblick

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