Archiv für Juli 2010




Afterjoblocations

Ein Beitrag zum Themengebiet im Netz, geschrieben am 31. Juli 2010 von Markus Sorger

Ehrlicherweise bin ich nicht so der Network – Mensch. Nach einem kurzen Versuch habe ich mich bei Facebook wieder zurückgezogen und auch die anderen Portale sind nicht so mein Ding. Allein Xing finde ich tatsächlich recht hilfreich, weil es dort einige wirklich sehr interessante Gruppen gibt, an denen ich auch regelmäßig teilnehme. Eine der von mir entdeckten Gruppen ist die Afterjoblocations – Gruppe. Wir Veranstaltungstechniker haben ja oft doch recht spezielle Arbeitszeiten und es ist manchmal gar nicht einfach, nach Abbauende noch irgendwo gemütlich ein Feierabendbier trinken, oder gar noch etwas essen zu gehen. Bei Afterjoblocations gibt es nun Kneipentips, die an unseren bevorzugten Zeiten ausgerichtet ist. Sehr praktisch.

Badetag

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 31. Juli 2010 von Markus Sorger

Während ich gerade im Bus sitze, mit dem wir von Zagreb nach Dubrovnik schaukeln, wo wir morgen und übermorgen OpenAirs mit den Gregorian spielen, kann ich Euch mal in meine Kindheit entführen. Im Sommer fuhren wir häufiger an die See und in einem Sommer gab es Kostüme im Stil der 20er, mit denen man sich am Strand photographieren lassen konnte. Ihr seht mein Schwesterherz, meine Mom, meinen Vater und mich. Steht uns doch, oder ?

zuhause

Ein Beitrag zum Themengebiet zuhause, geschrieben am 31. Juli 2010 von Markus Sorger

Während ich zu diesem Zeitpunkt schon wieder im Flieger sitze (deutlich vor dem Aufstehen, um 06:10 war der planmäßige Abflug) möchte ich Euch zeigen, daß ich zwischendurch tatsächlich auch mal zuhause war. Die Lilien im Garten beginnen zu blühen. Im Gegensatz zum letzten Jahr bin ich tatsächlich zur Zeit wenig im Garten. Schade eigentlich.

Der Gratisprinz

Ein Beitrag zum Themengebiet Musik, geschrieben am 30. Juli 2010 von Markus Sorger

Spätestens seitdem die Zeitschrift es schafft, sogar US – Generäle in den vorzeitigen Ruhestand zu schicken kennt man den Rolling Stone. Tatsächlich ist sie durchaus mehr als eine reine Musikzeitschrift und sehr angenehm zu lesen. In der aktuellen Ausgabe bekommt man zwar kein politisch brisantes Interview zu lesen, dafür aber eins mit Prince. „Immerhin was“ mag man sich denken. Und obendrein gibt es sogar das aktuelle Prince – Album gleich mit dazu. Gratis.

Daß die neue Scheibe im Heft hochgelogbt wird, kann ich ja nachvollziehen, immerhin hat man die Ehre, in Deutschland der einzige Kanal zu sein, in dem man die CD bekommen kann. Sie ist nicht bei einer Plattenfirma erschienen und kommt nicht in den regulären CD – Handel. Prince lehnt schon seit einiger Zeit Plattenfirmen als überholt ab. Tatsächlich ist die Musik auf dem Silberling allerdings meiner Meinung nach eher eine Ansammlung von unveröffentlichten C- und D – Seiten. Wenn ich das mal so formulieren darf. Klar, Prince kann Gitarre spielen, singen und hatte in meiner Jugend wirklich innovative Ideen. Seitdem habe ich aber 18kg zugenommen und graue Haare bekommen. Außerdem wage ich zu behaupten, daß ich mich in diesen Jahrzehnten durchaus entwickelt habe. Wohin auch immer ;-)  Entwicklung ist leider auf der Platte nicht zu erkennen. Schade. So demontiert ein Künstler sich immer weiter selbst, der mal als große Ikone galt.

Fazit: der Rolling Stone ist ’ne tolle Zeitung, die CD nicht.

Bei den Eltern

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 30. Juli 2010 von Markus Sorger

Manchmal ist es schon lustig, wenn ich zu meinen Eltern komme: da entdecke ich dann Dinge wieder, die ich länger nicht sah. Nicht immer allerdings sehe ich sie dann im ursprünglichen Kontext. So ist das Dreirad, mit dem meine Schwester und ich vor 40 Jahren durch die Gegend heizten und das auch noch meine Tocher glücklich machte, mittlerweile zu einem Ständer für einen Sprenger mutiert. Sieht schon lustig aus, wie der da so im Beet steht.

Daß hinter dem Dreirad durchaus ein tieferer Sinn stecken könnte liegt auf der Hand: schließlich steht im Garten meiner Eltern auch sonst allerlei Kunst.

Muttern: wenn Du im Herbst von diesen Blumen Samen einsammeln solltest, dann will ich davon auch welchen. Danke.

Ansonsten ist zu sehen, daß ich den Garten meiner Eltern ziemlich mag. Auch wenn er wenig mit dem Garten meiner Kindheit zu tun hat. Damals gab es viel mehr Rasen und weniger Bodendecker. Aber meine Eltern werden ja auch nicht jünger. Ach so: bei meinen Eltern war ich, nachdem ich aus den Vogesen kam.

Abends gab es bei klarem Himmel noch einen Gast im Garten, den ich Euch nicht vorenthalten will.

In den Vogesen

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 29. Juli 2010 von Markus Sorger

Nach dem Segeln verschlug es mich erst mal in die Vogesen. Das lag ja quasi auf der Hand, kam ich mit dem Schiff doch in Frankreich an. Abstecher sind ja immer gut.

Dort bekam ich mit, wie sich in einem Seminarhaus eine Gruppe von Menschen darauf vorbereitete, über Glut zu laufen. Ich nahm als meditativer Laie nicht daran Teil, lernte aber, daß die echten Profis auch Strecken von 12 – 15 Metern auf glühenden Kohlen zurücklegen können. Das finde ich beachtlich und das ist wohl ein Thema, das sich deutlich nicht für heimische Experimente mit leicht angetrunkenem Kopf bei einem Grillabend eignet.

In den Vogesen ist ehrlicherweise außer schöner Landschaft nicht viel los. Darum ist es nachts dort auch richtig dunkel, so daß man schön viel Sterne sehen kann. Viel mehr als in Hamburg, wo es ja auch nachts durch die Straßenbeleuchtung immer recht hell ist.

Na ja und so sieht die Gegend da aus. Rund herum hat man einen großen Ruf für Kirschzucht und ich konnte sehen, wie Kirschen von riesigen Bäumen gepflückt werden: unter den Baum wird eine Plane gelegt, dann kommt ein Traktor mit einem Vorsatz, dieser Vorsatz greift um den Baumstamm, der gerne auch mal einen Durchmesser von 1,2m – 1,5m haben kann, dann wird der Baum geschüttelt und die Kirschen fallen runter. Plumps. Fand ich beeindruckend. Die Kirschen sind dann ziemlich lecker. Besonders, wenn man sie vorher eingelegt hat.

Beeindruckend waren auch die Sonnenuntergänge dort. Das Haus in dem ich wohnte hatte extra eine Sonnenuntergangsterrasse, auf der man das Naturschauspiel jeden Abend bewundern konnte. Schlau gebaut, diese Terrasse.

Und so sehen alte Bauernhäuser in den Vogesen aus. Schon ziemlich gemütlich. Die Sonnenuntergangsterrasse ist links am Haus ein wenig zu erkennen. Ihr seht: auch hier hatte ich eine schöne Zeit.

Fahrt zum Zielhafen

Ein Beitrag zum Themengebiet segeln, geschrieben am 29. Juli 2010 von Markus Sorger

Nun komme ich dann doch zum traurigen Teil der Segelreise: zum letzten Tag. Mir hat die Zeit dort sehr, sehr gefallen und ich bin hin und her gerissen, ob ich nicht doch noch mal wie früher eine ganze Saison …… oder wenigstens mal zwei Monate am Stück …… mal sehen. Mein Monsterbookje (zu deutsch: Musterungsbuch, also mein Seemannsbuch) gibt es ja noch.

Da halbwegs gutes Wetter und auch etwas Wind war, nutzte ich die Gelegenheit noch mal für ein paar Bilder. Hier stehe ich vorne auf der Spitze des Klüverbaums. Die Stortemelk ist schon ein schönes, kleines Schiffchen. Und schnell ist sie auch. Die Kollegen sehen traditionell bei Regatten das Kielwasser dieses Schiffs. Was sicher auch an Mike und seiner Liebe zum Segeln liegt.

Hier jetzt mal zwei Panoramen, die im Gegensatz zu sonst vertikal funktionieren. Natürlich sind sie größerklickbar und da sieht man dann beim unteren auch, daß das Stitching nicht so ganz gut geworden ist. Da muß ich in einer ruhigen Minute mal meine Lieblingsgraphikerin fragen, ob sie das nicht besser kann, aber zur Zeit ist das schlecht und darum sind die Bilder erstmal so, wie sie halt sind.

Hier wird noch ein letztes Mal Jagt auf Makrelen gemacht. Leider mit sehr begrenztem Erfolg; wir waren wohl zu schnell, dann ist der Haken schneller als die Fische schwimmen können und dann können sie eben nicht zubeißen.

Ja …… so sieht das nun an Bord aus.

Gegen Abend kamen wir dann in Cherbourg an. Die Hafeneinfahrt ist von mächtigen Verteidigungsanlagen gesäumt, der Hafen muß also zu Kriegszeiten mal sehr wichtig gewesen sein.

Abends gingen wir ausnahmsweise essen und kochten nicht selbst und am nächsten Morgen war meine Zeit an Bord leider wieder vorbei. Ich sitze wieder zuhause und habe gleichzeitig Heim- und Fernweh. Heimweh nach dem Schiff und Fernweh des Segelns wegen.

Lieber Mike, liebe Marly, es war schön bei Euch. Ich bin dankbar für Eure Freundschaft und komme sehr gern wieder. Vielleicht ja tatsächlich für länger. Wir werden es sehen.

Für alle anderen: die Stortemelk kann man mieten und es gibt auch einzelne Reisen für Individualreisende. Ich will der offiziellen Homepage ja nicht vorgreifen, aber für 2011 sind wieder tolle Fahrten geplant. Schreibt Mike & Marly ’ne Mail, dann informieren sie Euch ganz sicher gern, wenn alles genau eingetütet ist.

Hier wird das Segel – Blog nun wieder zum tour – blog. Am Wochenende fliege ich mit den Gregorian nach Kroatien, dort spielen wir einige OpenAirs, unter anderem im Amphitheater Pula. Ich bin schon gespannt.

Blaue Stunde

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 28. Juli 2010 von Markus Sorger

Chronologisch paßt das jetzt nicht so richig, denn mit meinem Segelbericht bin ich ja noch gar nicht fertig, aber aus aktuellem Anlaß schiebe ich mal eben etwas zwischen. Seit vorgestern und noch bis Sonntag hat der Kollege Batz den Hafen blau illuminiert. Das Ganze nennt sich Blue Port und ist tatsächlich zur blauen Stunde eine sehr lauschige Sache. Falls das Wetter mitspielt sollten alle die rund um Hamburg wohnen mal hingeh’n.

Unverantwortlich

Ein Beitrag zum Themengebiet Eindrücke, Empfindungen, Reaktionen, geschrieben am 27. Juli 2010 von Markus Sorger

In diesen Tagen wirft man Behörden und dem Veranstalter in Duisburg vor, unverantwortlich gehandelt zu haben. Nach allem was ich von Kollegen und aus dem Medien weiß, scheint es tatsächlich unvorstellbare Naivität in der Vorbereitung und massive Fehler in der Durchführung gegeben zu haben. Tatsächlich aber komplett bescheuert finde ich das Verhalten des geifernden Publikums in diesen Tagen. Ich kam heute auf dem Weg von meinen Eltern zurück nach Hamburg auf der A59 am Veranstaltungsgelände vorbei. Die Autobahn ist an dieser Stelle in jede Richtung zweispurig und hat keinen Seitenstreifen. Das hielt aber trotzdem zwei Fahrer nicht davon ab, rechts ranzufahren, auszusteigen und mit dem Handy Photos zu schießen. An einer Stelle, an der der Verkehr sowieso zäh fließt, weil natürlich auch alle Vorbeifahrenden schauen wollen. Die Gefahr, gerade durch so eine Parksituation einen massiven Unfall zu verursachen, ist ja doch ziemlich groß.

Darüber hinaus konnte man beobachten, wie gut 30 Leute sich einen steilen Hang hochgearbeitet hatten, sich am Bauzaun festhielten, damit sie nicht wieder hinunterstürzen und auch Bilder schossen. Es fällt mir nur sehr schwer, diesen Personen nicht zu wünschen, daß der Bauzaun umkippen möge und die Gaffer sich beim Absturz böse verletzen. Mannmannmann, was für Idioten.

Auf der anderen Seite kann ich es fast verstehen. Die Medien halten so unverblümt drauf, da muß man ja abstumpfen und selbst auch mal ein Auge drauf werfen.

Gold Beach

Ein Beitrag zum Themengebiet segeln, geschrieben am 25. Juli 2010 von Markus Sorger

Der folgende Tag war sehr windstill und so waren wir bereit für alle möglichen Blödsinn. Nicht nur, daß der Klabautermann uns besuchte, auch wir bauten beispielsweise Burgen aus Tau.

Während der Fahrt (ehrlicherweise sollte man es Dümpelei nennen) wurden auch Arbeiten außerbords erledigt. Hier erneuert Felix gerade einen Spanner, der den Klüverbaum hält.

Und auch wenn es nicht wirklich Wind gab und wir teilweise durch dichte Nebelbänke fuhren, so war wenigstens Zeit für ein paar nette Bilder — wenngleich natürlich ein bißchen mehr Wind in den Segeln stehen könnte. Das untere Bild ist größerklichbar, das nächste natürlich auch.

Tagesziel war die Gold Beach, das Landungsgebiet der Engländer am D-Day, bei Arromanches les Bains. Die Alliierten hatten hier in den Tagen danach ein künstliches Hafenbecken geschaffen, das für uns Ankerplatz werden sollte. Die Formation aus mittlerweile halb untergegangenen Betonanlegern sieht schon interessant aus.

Hier ein Blick auf unser Schiff, das in der Bucht ankert.

Die Stadt Arromanches les Bains ist weder schön, noch besonders touristisch erschlossen. Alles dreht sich um die Invasion und das macht den Ort dann recht schnell recht langweilig. Interessant finde ich, daß auch heute noch junge Soldaten den Ort besuchen. Hier im Bild ist eine niederländische Truppe zu sehen. Und natürlich eine Menge Veteranen laufen hier herum. Na ja.

Hier nun eines der ganz wenigen schönen Häuser im Ort……

…… und die direkt daneben liegende Kirche. Ansonsten entwickelt sich keinerlei „französischer Charme“. Schade eigentlich.

Und weil es eben nichts zu sehen gibt, hier noch mal die Pontons im Abendlicht.