Archiv für März 2007




Rigging for Runaways

Ein Beitrag zum Themengebiet Technik, geschrieben am 29. März 2007 von Markus Sorger

So eine Fachmesse zeigt den aktuellen Stand der Technik —  sollte man meinen. Tatsächlich gibt es hier aber einiges, das man sich im realen Leben nun wirklich nicht erlauben darf. Besonders fällt mir dabei seit vielen Jahren das Thema Rigging auf. Gut, zugegeben, in Taiwan und China, oder woher sonst manche Billiganbieter kommen, ist der Rohstoff Mensch eine gut nachwachsende Recurce, da muß man vielleicht nicht besonders aufpassen. Aber ich wundere mich, daß die Frankfurter Messe diese Konstruktionen durchgehen läßt. Hier mal ein paar Bilder von meinem zweitägigen Messebesuch. Bei allen Situationen bewegen sich Menschen unter den gehängten Dingen.

gefröscheltes Stahlseil

Dieses Cluster mit drei Boxen hängt an einfach gefröschelten Stahlseilen. Mal abgesehen davon, daß wir bitte gar nicht mehr fröscheln und schon gar nicht nur mit einer Klemme, ist er hier sogar auch noch falsch aufgesetzt. „Never saddle a dead horse“ heißt der Merkspruch. Was heißt: den Sattel der Drahtklemme nie auf das tote Ende setzen.

Safen wäre klasse

Erst mal vorweg: der hier sichtbare Hersteller der Motoren hat nichts mit den Boxen zu tun, die darunter hängen. Die Motoren sind fein und sie sind sogar nach BGV-C1, müssen also nicht gesafed werden. Aber was ist den mit den Schlingen oben in der Truss ?  Drunter hängen lange und große Bananen eines sehr bekannten Herstellers und ich hoffe einfach mal, daß die Schlingen Steelflex sind und ich das einfach nur nicht erkenne; denn dann wäre ja alles gut.

gar nichts gut

Hier ist aber ganz sicher gar nichts gut. Der Handkettenzug ist sicher nicht mehr geTÜVt, es ist nichts gesafed, das sind bestimmt keine Steelflex und außerdem ist der Winkel der Schlingen so flach, daß es echt schon weh tut. Drunter hängt eine asiatische 8er – Banane. Der Stand gehört spontan stillgelegt und die Messeleitung, die sowas durchgehen läßt, in eine Schulung.

Cluster an 'nem Spiegelkugelmotor

Der Effekt ist klasse, die Ausführung aber nicht. Der Standbetreiber hat sich wahrscheinlich gedacht, daß man statt einer Spiegelkugel ja auch ein Lautsprechercluster an so einen Spiegelkugelmotor hängen kann, damit er sich fröhlich dreht. Leider ist der Motor eher von der billigen Sorte und der Motorbolzen nicht zweifach gegen Durchfallen gesichert. Das auch hier der Winkel der Kette flacher als 120° ist, kommt noch hinzu.

Grüße aus dem Baumarkt

Auch hier hängt ein Billigcluster drunter. Der Motor ist aus dem Baumarkt, den Bindfaden hinten möchte ich nicht als Safety verstanden wissen und alles zusammen macht bestimmt Kopfweh, wenn’s einem auf den Dätz fällt.

Liebe Dozenten der zahlreichen Vorträge parallel zur Messe: kommt mal aus Euren Vortragsräumen raus und schaut Euch das wahre Leben an. Grauselig. Auf der anderen Seite muß es wohl noch viele Vorträge geben, wenn einem noch immer solche Beispiele begegnen. 

prolight + sound — zweiter Tag

Ein Beitrag zum Themengebiet Technik, geschrieben am 29. März 2007 von Markus Sorger
Bässe von Adamson

Auch vom zweiten Tag meines prolight + sound – Besuchs berichte ich Euch natürlich wieder gerne. Für mich war der Schwerpunkt heute anders als gestern. Hatte ich mir gestern einen ersten Überblick verschafft und lag das Interesse hauptsächlich an Halogenmovinglights, so ging es heute hauptsächlich um LineArrays und Video. Oben seht Ihr eine echte Legende, 21″ Subbässe von Adamson. Leider ist die Beleuchtung der Speakter nicht serienmäßig.

Soundbeamer von Meyer

Eine weitere Besonderheit seht ihr hier: Meyer, bei denen ich mich heute unter anderem länger aufhielt, zeigt uns einen Soundbeamer. Schallpegel in einem Abstand von 100m: 110dB. Allerdings auch dort noch extrem gerichtet, so daß man für eine gewisse Publikumsabdeckung einige von diesen Dingern aufstellen muß.

Lautsprecherstack von Function one

Daß ich sowas in Zeiten von hochtechnisierten Lautsprechersystemen noch mal sehen darf, hätte ich nicht gedacht: ein klassisches Stack, wie man es zumindest in der Livebeschallungsszene seit 15 Jahren eigentlich nicht mehr einsetzt. Dieser Lieferant kümmert sich auch ehrlicherweise eher um Diskotheken und da kommt es ja auch eher auf’s coole Aussehen an; akustische Werte sind da erst mal zweitrangig. Auf der anderen Seite sind die Bässe sicher überzeugend. Wenn ich sie nicht aufbauen muß, finde ich W-Bins bis heute sehr geil.

BeschallungsUFO

Auch das ist ein Lautsprechersystem. Allerdings eher aus der Abteilung „Spacemen are coming“. Es war leider nicht in Betrieb, sonst hätte ich’s mir mal angehört.

Der Aussenbereich; für ein größeres Bild einfach klicken

Wer glaubte, innen alles gesehen zu haben, konnte draußen auch jede Menge Lautsprecher in praxisgerechter Lautstärke hören. Dazu hatten sich verschiedene Speakerhersteller mit Kultour, einem Hersteller für mobile Bühnen, zusammengetan und präsentierten gemeinsam ihre Produkte. Das ist insofern klasse, weil es so in den Messehallen halbwegs akzeptabel ruhig war. Außerdem war der Spaziergang nach draußen bei dem wunderschönen Wetter auch eine willkommene Abwechslung.

interessanter Motor

Am Stand eines bekannten französischen Lautsprecherherstellers sah ich diesen hochinteressanten Motor, den ich bisher noch nicht kannte, der mich aber brennend interessiert: das Teil ist faktisch direkt in sein Case eingebaut, der Kettensack ist das Case, man scheint den Motor gar nicht mehr herausnehmen zu müssen. Wenn jemand etwas Näheres über dieses Modell weiß, würde ich mich über eine Info sehr freuen.

interessante Towerform

Für Gala – Situationen finde ich diese verdrehte Towerform sehr interessant. Leider ist sie in den Anschlüssen mit keinem gängigen System kompatibel, so daß man auf diesen Hersteller mit allen Teilen angewiesen ist. Schade.

Soweit mein sehr persönlicher Messeeindruck. Ich hoffe, den Branchenfremden war’s nicht allzu langweilig, den Insidern hat’s gefallen und allen, die die Messe noch besuchen wünsche ich viel Spaß. Meidet allerdings das Restaurant „Tivoli“ zwischen Halle 8 und 9. Das Essen ist mies und unverschämt teuer.

prolight + sound — erster Tag

Ein Beitrag zum Themengebiet Technik, geschrieben am 28. März 2007 von Markus Sorger

Immer im Frühjahr des Jahres gibt’s in Frankfurt die prolight + sound, die weltweit führende Messe für Veranstaltungstechnik. Entstanden ist sie aus der Musikmesse, der weltgrößten Messe für Musikinstrumente jeglicher Coleur. Aber auch die prolight + sound hat schon ein eigenes Kind geboren, die Media Systems, in der es um Medientechnik und Systemintegration für den Bereich der Festinstallationen geht. Alle drei Messen laufen parallel, ihnen sind zahlreiche Weiterbildungen und Kongresse angeschlossen und so ist hier in Frankfurt die Hölle los. Zehntausende von bekloppten Menschen, die sich irgendwie rund um Show ernähren. Und ich mittendrin.

Auf so einer Messe gibt es immer vieles zu sehen, einiges wird sich nie etablieren, manches zum Welterfolg. Euch möchte ich ein paar Dinge präsentieren, die mir aufgefallen sind. Aber glaubt nicht, daß das hier ein ernsthafter Messerundgang wird.

Der Stand von Ultralight

Eine Messe im Bereich Veranstaltungstechnik müßt ihr Euch so vorstellen: da stehen ganz viele Kerle mit heruntergelassenen Hosen herum und man kann entscheiden, wer denn den längsten hat. Beim Thema Rigging ist das Ergebnis ganz klar. Was die hier aufgebaut haben ist unfaßbar; ein irres Gebilde mit allen wirklich nur denkbaren Winkeln und Formen. Habt Ihr ganz toll gemacht Jungs. Und jetzt geht wieder in den Sandkasten, spielen.

Gerüstbau von Layher

Die Firma Layher stellt eigentlich Gerüstbaumaterial her. Ganz normal für jede Baustelle. Aber weil man das Material auch ganz toll zum Bau von wirklich großen OpenAir – Bühnen, Tribünen und FOH – Towern brauchen kann, sind im Laufe der Zeit einige Sonderteile speziell für unsere Branche dazugekommen und nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Oben seht Ihr beispielsweise das neue Protect – System, mit dem man sicher abgeschlossene Räume bauen kann. Eigentlich sind sie, wie links zu sehen, mit Stahlplatten, aber stattdessen kann man natürlich auch Glas einsetzen und hat so eine hervorragende VIP – Lounge.

Auch nagelneu von Layher ist ein eigenes Traversensystem. Richtige, schöne Vierpunkttraversen mit einer Schenkellänge von 30 und 40 Zentimetern. In einem unterscheiden sie sich aber von allen anderen Traversen im Markt: die Binder sind nicht 50mm im Durchmesser, sondern 48mm und passen so perfekt zu den sowieso immer benutzten Layher – Schellen, ohne die Traverse zu beschädigen. Eine sehr gute Idee.

Am Stand traf ich außerdem Johny Lechner, mit dem mich gemeinsame Abenteuer verbinden. Wenn sein neues Projekt was wird, dann stellt das sicher alles bisher dagewesene in den Schatten und ich werde hier davon berichten. Dir ganz viel Glück !

Auch Deko gibt's auf der Messe

Auf der Messe gibt’s nicht nur ernsthaft zu gebrauchendes Zeug, sondern auch ganz viel Scheiß. Wie beispielsweise diese traumhaft beleuchteten Bäume. Zugegeben, die sind wohl eher für Diskotheken gedacht. Wer’s mag…

Auffällig ist auch, was es alles für einen Schrott rund um das nun auch im Showbereich aufkommende Thema LED gibt. Jeder, wirklich jeder, der einen Lötkolben halten kann, hat für die Messe was zusammengebrutzelt und das hängt jetzt hier fröhlich blinkend und wartet auf Käufer. Lieber Gott, mach‘, daß ich mit sowas nie arbeiten muß.

Neue Ruflampe von ASL

Etwas sinnvolles gibt es von ASL: statt der bisher recht klobigen Ruflampen für’s Intercom gibt es jetzt diese kleine Lampe, die faktisch in einen XLR – Stecker eingebaut ist. Vor allen Dingen kann man bei der nicht mehr vergessen, den Buzzer auszuschalten und so gibt es an der ruhigsten Stelle eines Konzertes auch kein Mööp-mööp-mööp mehr. Außerdem kostet sie nur noch ein Bruchteil der bisherigen Call – Lampen.

Das neue XL8 von Midas

Midas baut jetzt auch endlich eine Digitalkonsole mit Namen XL8, ersten Berichten nach soll sie auch tatsächlich zu gebrauchen sein, nur das Design …… irgendwie erinnert mich das ein wenig an die Farbenfreude der beleuchteten Palmen zwei Bilder weiter oben.

Nein, das ist nicht das, was Ihr glaubt

Neinnein, das ist nicht das, was Ihr glaubt. Schaut mal genau hin. Sieht aber auch wirklich den Originalen SM57 und SM58 von Shure verblüffend ähnlich. Es sind aber Billigmikros von Adam Hall. Dabei sind die Originale schon äußerst bezahlbar. Das gibt es hier auf der Messe auch zuhauf: billige und billigste Kopien von guten Originalen. Es gibt unglaublich viele Stände mit asiatischem Personal, die vor einem Haufen … sorry … Ramsch sitzen und wahrscheinlich hier doch das Geschäft ihres Lebens machen. Hoffe ich mal für sie. Denn die Standmiete steht den Hotelzimmerpreisen sicher in nichts nach. Auf der anderen Seite hoffe ich einfach für die Käufer, daß niemand sein Geld für sowas ausgibt.

Diskokugel mit Lautsprecher

Zum Schluß noch was Versönliches: eine Diskokugel mit eingebautem Lautsprecher. Das hat schon wieder Charme. Und damit beende ich meinen heutigen Rundgang. Morgen gibt’s die zweite Ladung.

Hotel Ibis Frankfurt Airport, Kelsterbach

Ein Beitrag zum Themengebiet Hotels, geschrieben am 28. März 2007 von Markus Sorger
Mein Zimmer im Hotel Ibis Frankfurt Airport in Kelsterbach; für ein größeres Photo klicken

Heute und morgen bin ich auf der Messe für unsere Branche und darum habe ich mich bereits gestern Abend auf den Weg nach Frankfurt gemacht. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel die erste Irritation: der Taxifahrer schimpfte laut und ausführlich darüber, warum wir ihn denn mit so einer kurzen Fahrt belästigen würden, das sei unfair, wir sollten lieber anders sehen, daß wir zum Hotel kämen. Es wurde eine Fahrt für knapp 15,00€, ich hatte nicht den Eindruck, daß er unnötige Schnörkel fuhr, um den Fahrpreis zu erhöhen und ich frage mich, was er eigentlich von mir wollte. Zu laufen wäre diese Strecke jedenfalls nicht gewesen.

Auch der Rezeptionist zeichnete sich nicht gerade durch aufmerksame Höflichkeit aus und so waren wir froh, als wir dann endlich im Zimmer waren. Oben seht Ihr nun besagtes Zimmer; es ist ein Doppelzimmer, verfügt über keine Minibar oder sonstigen Luxus, das Haus hat zwei Sterne und kostet — 150,00€ die Nacht. Ba-by. Für eine Klosterkammer wäre der Raum ok., aber für 300,00€ bei zwei Nächten hätte ich mir etwas mehr Luxus gewünscht; zumal das Frühstück nicht im Preis enthalten ist. Es ist halt Messe.

Abends dann noch eben runter ins Restaurant. Da dann tatsächlich sehr freundliches Personal bei einer Küche, die nicht gerade glänzt. Ich hatte mir beispielsweise eine „Brotzeit“ bestellt und Käse/Schinken/Salami kam eindeutig aus dem eingeschweißten Billigstangebot; vielleicht kauft der Koch ja gegenüber beim Lidl ein. Dafür sind die Preise dort aber günstig: 0,3l Apfelschorle für 2,00€. Immerhin was.

frei

Ein Beitrag zum Themengebiet zuhause, geschrieben am 27. März 2007 von Markus Sorger
Blick über die Piazza am Schulterblatt

Nach der recht anstrengenden Woche habe ich mir gestern einen freien Tag gegönnt. Dazu passend war das Wetter einfach umwerfend schön (das ist es heute auch, aber ich muß doch noch ein paar Dinge erledigen), also beste Voraussetzungen, um sich am Schulterblatt in eines der zahlreichen Straßencafés zu setzen und Erdbeerkuchen mit Sahne zu essen.

Blick über den Dom in Hamburg

Außerdem haben wir uns einen nachmittägigen Besuch auf dem Dom gegönnt. Ich selbst bin ja mal abgesehen vom Riesenrad kein Freund der üblichen Fahrgeschäfte, sondern schlemme mich über das Gelände. Schokoananas, Reibekuchen, Dampfnudeln … mh.

Blick aus dem Riesenrad auf den Hamburger Hafen; für ein größeres Bild einfach klicken

Das aufgebaute Riesenrad ist dieses Mal nicht das, was hier sonst immer steht, sondern eins mit geschlossenen Kabinen. Darum war es mir leider nicht möglich, ein 360° – Photo zu schießen. Aber den Blick zum Hafen habe ich Euch trotzdem mitgebracht.

Der Hamburger Michel

Außerdem darf natürlich kein Photo vom Michel fehlen. Klar, oder ?

Schuhpreisblick

Kaum daß mir erzählt wurde, daß die Wohung aussehe wie bei Görtz, kamen wir an einem leider schon geschlossenen Schuhladen vorbei, in dessem Fenster natürlich drei Paar wunderschöne Stiefel standen. Und Frau tut alles, um einen Blick auf das Preisschild zu erhaschen…

Ihr seht, ein schöner Tag.

50 Jahre Ferrero — Showtag

Ein Beitrag zum Themengebiet Industriejobs, geschrieben am 24. März 2007 von Markus Sorger

Das fertige Zelt beim Ferrero - Jubiläum; für ein größeres Bild einfach draufklicken

Es ist soweit, wir sind fertig. Morgens waren noch ein paar Proben und auch ein Kinderchor hat seinen Soundcheck noch so eben geschafft; die Busse waren in einen Stau geraten und fast ’ne Stunde zu spät vor Ort. Trotzdem hieß es pünktlich um 14:00 Uhr: Einlaß.

Einlaßphase beim Ferrero - Jubiläum; das Bild kann man größerklicken

Wie erwartet wurde es auch gut voll und es ist schon ein tolles Gefühl, wenn nach einer Menge Arbeit dann alles so aussieht, wie man sich das vorgestellt hat und es den Leuten gefällt.

Blick in eine der Küchen; das Bild kann man größerklicken

Während das Publikum ins Zelt strömte und bei uns die Möglichkeit einer kurzen Entspannung war, gab es woanders große Hektik: in den Küchenanbauten lief jetzt alles auf Hochtouren, damit das Essen auch wirklich auf den Punkt fertig wird. 3.200 Menschen hochwertig zu verköstigen ist eine echte logistische Meisterleistung, die dem Lufthansa Party Service perfekt gelungen ist.

Beginn der Show

Mit dem Eintreffen des Firmenchefs Michele Ferrero (ja, der Mann heißt wirklich so) ging’s dann auch für uns los. Ferrero ist eine italienische Familie, die in Piermont eine Konditorei und Konfisserie hatte und im Laufe der Jahre einfach gewachsen ist. In Deutschland zur unangefochtenen Nummer eins (die Nummer zwei im deutschen Süßwarenmarkt macht gerade mal die Hälfte des Umsatzes). Michele sieht so aus, wie man sich einen italienischen Firmenpatriarchen vorstellt und die Veranstaltung war, Ihr werdet es noch sehen, insgesamt sehr italienisch gefärbt.

Dimmerwache

Eine Show bedeutet übrigens im Idealfall nicht für alle höchste Konzentration. Die Dimmerwache beispielsweise hat oft gar nichts zu tun; hier lernt der Kollege für seine bevorstehende Meisterprüfung. Läuft aber was schief, dann muß er in kürzester Zeit wirklich alles geben, damit es nicht dunkel bleibt.

Testimonials von Ferrero: Barbara Schöneberger und Vitali Klitschko

Neben den üblichen Reden gab es auch Besuch von berühmten Werbefiguren Ferreros. Hier erklärt Vitali Klitschko beispielsweise der moderierenden Barbara Schöneberger, wie man die Dopingkontrollen ganz locker unterlaufen kann: mit KinderCountry.

al Bano beim Ferrero - Geburtstag; für ein größeres Bild einfach klicken

Fast zum Schluß dann der Auftritt von al Bano Carese, der dem Zelt schon sehr einheizte. Das Photo finde ich persönlich schon deshalb ganz witzig, weil es so aussieht, als käme das Spotlicht aus der Kamera — was aber natürlich nicht so ist.

al Bano bei Ferrero

Und hier könnt Ihr die italienische Seele der Ferrero – Mitarbeiter sehen. Es gab wirklich echte Tränen, kreischende Frauen und Begeisterungsstürme für diesen Künstler, der in Deutschland ja nicht sooooo bekannt ist, aber in Italien eine ganz große Nummer. Immerhin hat er es zu über 29 Millionen verkauften Platten gebracht.

Abschlußfeuerwerk bei Ferrero

Bei Firmenfeiern zieht sich das Ende ja oft endlos hin. Hier hat man es ganz geschickt gelöst: um 23:30 Uhr gab es einfach draußen vor dem Zelt ein großes, von Zündwerk hervorragend designtes und abgeschossenes Feuerwerk, das mir wirklich gut gefallen hat und danach war das Zelt zu. Feierabend. Nur für uns blieb ein kleiner Teilabbau, damit in der Nacht Gastro und Bühnenbau schon was tun konnte.

50 Jahre Ferrero — Probentag

Ein Beitrag zum Themengebiet Industriejobs, geschrieben am 23. März 2007 von Markus Sorger

Einleuchten und Blumenstecken beim Ferrero - Jubiläum

Am Probentag ging es dann erst mal mit Feinheiten weiter. Die letzten Positionen wurden festgelegt und eingeleuchtet — Ihr seht oben unseren Lichtchef Gogo am Rednerpult einem anderen Kollegen im Rigg Anweisungen geben, wie’s denn jetzt genau werden soll. Parallel dazu ist die Dekoabteilung dabei, es wirklich schön zu machen, während der Backliner schon Instrumente aufbaut.

Die Tischdekoration beim Ferrero - Geburtstag

Im Saal haben die Gastronomen die Tische weiter vorbereitet und man kann schon erahnen, daß es mal richtig festlich werden wird. Ab 12:00 Uhr kommen die ersten Redner, probieren ihre Präsentationen, „erfühlen“ die Bühne und probieren Mikros. Auch die Chefabteilung von Ferrero trifft ein — und stellt fest, daß zwei große Dekoelemente rechts und links von der Bühne in natura nicht so wirken, wie sie sich das vorgestellt haben. Man entscheidet sich dazu, sie kurzfristig komplett neu zu bauen. Das ist eigentlich nicht unsere Baustelle, aber da alles miteinander verzahnt ist, geht es auch für uns später wieder bis tief in die Nacht.

Probe von al Bano Carese

Nachmittags auch Soundcheck von al Bano, der den Showteil der Veranstaltung beisteuern wird. Beim Eintreffen der Band stellen wir fest, daß wir im Vorfeld falsche Unterlagen bekommen haben und alles für eine ganz andere Besetzung vorbereiteten. Anderthalb Stunden Umbau, bis es dann so ist, wie wir es tatsächlich brauchen.

50 Jahre Ferrero — Aufbautag

Ein Beitrag zum Themengebiet Industriejobs, geschrieben am 22. März 2007 von Markus Sorger

Unsere Stromversorung im Zelt

Während wir im Zelt fleißig Licht, Ton, Video und Deko bauten, ging es auch draußen weiter. Hier seht Ihr beispielsweise zwei Generatoren der etwas größeren Art, die für den Showstrom sorgen. Die Firma aggreko hat sich darauf spezialisiert, auch größere Mengen Strom dahin zu bringen, wo es eigentlich keinen gibt. Bei uns heißt das: sieben dreiphasige 125 Ampere – Anschlüsse (an jeden einzelnen könnte man ein Vierfamilienhaus anschließen), plus zwei dreiphasige 63 Ampere Anschlüsse. Nur für unsere Technik. Die Gastro mit ihren Küchen kommt da noch extra; auch die müssen ja für 3.200 Leute kochen.

Während des Aufbaus; für ein gößeres Bild einfach draufklicken

Auch drinnen tut sich einiges, wie Ihr unschwer erkennen könnt. Dabei müssen wir uns den Platz mit den Kollegen der Gastro teilen, die parallel zu uns schon die ersten Tische aufbauen und auch beginnen, diese einzudecken. Das ist für uns zwar etwas ärgerlich, aber natürlich wollen die auch fertig werden.

Durch ein kleines Riggingproblem brauchen wir zur Erreichung des Tagesziels vier Stunden länger, als ursprünglich geplant. Sowas geht dann schon mal an die Substanz, weil da einfach dann Schlaf fehlt und die anderen Gewerke nicht weiterkommen. Auf der anderen Seite ist es immens wichtig, die Tagesziele auch zu erreichen, weil man sich sonst völlige Hektik in den nächsten Tag holt und das will ja auch keiner.

50 Jahre Ferrero — Riggingtag

Ein Beitrag zum Themengebiet Industriejobs, geschrieben am 21. März 2007 von Markus Sorger

Die Ferrero - Werksfeuerwehr

Nein, nein, ruhig bleiben; es ist nichts passiert. Dieses Fahrzeug der Ferrero – Werksfeuerwehr sah ich nur und ich fand’s recht witzig, weil ich mir vorstellte, daß die Leute hier ein Feuer nicht mit Wasser, sondern natürlich mit flüssiger Schokolade bekämpfen. Und statt Löschdecken kippen sie einfach ’ne Großpackung Duplo drauf. Das ist alles.

Der Aufbau beim Ferrero - Geburtstag

Wir beschäftigen uns heute damit, einen Groundsupport aufzubauen. An die Zeltdachkonstruktion kann man unser Licht, Ton und Video nicht hängen und so bauen wir zwölf Tower (Trägertürme) auf, an denen wir unsere Alukonstruktion dann hochziehen. Die Vorbereitungen dazu könnt Ihr oben schon sehen.

Das Außengelände; für ein größeres Bild einfach klicken

Wenn man mal das Bild größerklickt dann seht Ihr, daß der Untergrund für das Zelt extra hergerichtet wurde. Ganz links wurde massiv Erde entfernt, dafür in der Mitte des Zelts unterfüttert. Trotzdem ist der verfestigte Schotterboden, auf dem wir unseren Groundsupport stellen, nicht eben. Er hat einen Höhenunterschied von gut 60cm, den wir natürlich ausgleichen müssen, damit die ganze Konstruktion später gerade und sicher steht. Außerdem sehr Ihr oben, daß extra auch Straßen und ähnliches genaut wurde, damit wir mit unseren LKW auch rankommen. Ach so: nicht daß Ihr denkt, für den Besucher sieht das alles auch so häßlich aus. Das ist natürlich nur die Hinteransicht; von vorne ist alles schick. 

Tagesziel nach dem Riggingtag; für ein größeres Bild einfach draufklicken

Abends war aber trotz der Schwierigkeiten das Tagesziel erreicht, das Rigg stand und morgen können wir dann unseren ganzen Kram da hineinhängen. Und wer ganz genau hinsieht, der wird feststellen, daß ich mein Stativ zuhause vergessen habe und deshalb ein paar Trussen im Panorama ganz schön krumm aussehen. Aber ich kann Euch verraten, daß es in Natura natürlich alles gerade ist ;-) 

50 Jahre Ferrero — Vorbereitungstag

Ein Beitrag zum Themengebiet Industriejobs, geschrieben am 20. März 2007 von Markus Sorger

Bis zum Ende der Woche bin ich gewissermaßen im Namen der goldenen Kugel unterwegs. Ferrero wird 50 und das muß gefeiert werden. Das Schöne an so einer Feier ist, daß sie Unmengen Technik bedeutet und da komme ich ins Spiel, hurra. Als ich die Anfrage über meinen zukünftigen Arbeitgeber in.plan bekam, war ich ein wenig beruhigt. Ich mag nämlich die klassischen Ferrero – Produkte nicht sonderlich und so dachte ich, daß ich hier nicht so zunehmen würde. Mittlerweile weiß ich, daß die ganzen KINDER – Produkte (Schokolade, Ü-Eier, Schokobons) auch von Ferrero sind und so wird es eine schwere Zeit……

Seit ein paar Tagen bin ich bei Europcar ein First – Kunde, was heißt, daß ich in den letzten zwei Jahren so viel mit deren Autos auf der Straße war, daß sie mich nun besonders pflegen. Gebucht war ein Auto in der Golf – Klasse, bekommen habe ich einen E220, da will ich mich nicht wirklich beklagen. Fast nicht. Ich finde die Lenkung bei dem Wagen etwas sehr direkt; bei 200km/h muß man das Steuer schon sehr ruhig halten, das habe ich schon angenehmer erlebt. Und die eingebaute Navi ist nicht richtig doll; mein externes Navigon finde ich deutlich besser. Aber komfortabel ist die Kiste schon.

Das Zelt bei meiner Ankunft; für ein größeres Bild einfach draufklicken

Und das ist der Ort des Geschehens für die nächsten Tage: ein 100m x 50m großes Hauptzelt plus einer ganzen Reihe an Nebenzelten, die uns de Boer hier hingebaut hat. Am heutigen Tage wurde hier ein wenig eingemessen, Riggingmaterial geladen, verteilt und kontrolliert. Außerdem haben wir uns eingerichtet und festgestellt, daß das Sauwetter auch seine Vorteile hat. Wäre es etwas wärmer, dann würde die Heizung im Zeit während der Bauphase ausgeschaltet bleiben. So besteht aber Schneegefahr und das heißt, daß geheizt werden muß, damit auf keinen Fall Schnee auf dem Zelt liegenbleibt. Find‘ ich gut, dann friere ich mir nicht den Ast ab.

Unter’m Strich glaube ich übrigens, daß ich in den nächsten Tagen gar nicht so großen Hunger auf Schokoladenprodukte haben werde, sondern eher auf Chips und Käse, also was Herzhaftes. Grund ist der permanente Schokoladengeruch, der hier direkt neben der Fabrik herrscht. Irgendwann wird das tatsächlich etwas viel und ich will lieber ein Kontrastprogramm dazu. Obwohl … jetzt ein wenig Kinderschokolade …