Archiv für das Themengebiet 'Venues'

Zitadelle Spandau

Ein Beitrag zum Themengebiet Gregorian, Venues, geschrieben am 1. September 2010 von Markus Sorger

Unser letztes Konzert der Gregorian – Sommertermine spielten wir in der Zitadelle Spandau (Wikipedia), einer alten Burg vor Berlin. Insgesamt ist die Anlage nicht ganz so wuchtig wie die Marienburg in Malbork, aber doch schon überzeugend groß. Ehrlicherweise hatte ich am Samstag keine echte Photographierlust und durch einen nebenher laufenden Videodreh auch gar nicht immer Zeit, durch das Gelände zu laufen, so daß ich Euch nur einen sehr unzureichenden Überblick geben kann. Insgesamt ist die Anlage aber sicher besuchenswert.

Die Bühne steht im Burghof und ist von Bäumen sehr idyllisch umgeben, so daß man da durchaus auch eine schöne Zeit verbringen kann; zumal da ja sogar Bänke unter den Bäumen stehen.

Rund um die Burg ist ein Wassergraben; ich stehe gerade auf der Brücke, die Festland von der Burg trennt und die natürlich auch eine Zugbrücke hat, allerdings nicht so ein ausgeklügeltes System wie die Deutschritter auf der Marienburg.

Der Turm hier hat seine Fundamente aus dem 14. Jahrhundert, die Burg selbst ist allerdings erst um 16. Jahrhundert entstanden.

Es gibt viele schöne Kleinigkeiten, wie beispielsweise diesen Wasserspeier hier, der als Springbrunnen umgenutzt wurde. Der mit Schutztoren gesicherte kleine Hafen innerhalb der Burg ist sowieso recht gemütlich.

Nur wenige Schritte weiter scheint ein Künstler zu arbeiten, es ist dort auf jedenfall sehr kreativ chaotisch.

Wie in jeder richtigen Burg gibt es ganz viele verwinkelte Ecken, Aufgänge und Durchgänge. Es ist bestimmt ein großer Spaß, als Kind des Hausmeisters dort aufzuwachsen.

Der Nebel, der sich hier an der Burg entlangzieht ist übrigens ein Überbleibsel unseres Videodrehs. Für die im Herbst erscheinende neue CD der Gregorian wurden tagsüber einige Szenen gedreht, bei der wir heftigst hazerten. Das machte schon auch ganz schönen Spaß und sah sehr mystisch aus.

Mystisch ist ein gutes Stichwort: Nachts wird die Burg recht mystisch beleuchtet; nicht einfach in einer Farbe, sondern sehr bunt, was in Natura schon recht gut aussieht. Ihr seht: eine gute Umgebung für unser letztes Konzert.

Artikel versenden oder Artikel drucken

Backstageblick

Ein Beitrag zum Themengebiet Gregorian, Venues, geschrieben am 1. September 2010 von Markus Sorger

In der Phantasie der meisten Leute ist ja der Backstagebereich die Gegend, wo noch Milch & Honig fließen, wo zu allem bereite Frauen mit leicht geöffnetem Mund auf einen warten, wo der Champagner spritzt und das Koks einfach so herumliegt. Und so ist das ja auch. In unseren Träumen. In Wirklichkeit ist es Backstage sehr oft abgeranzt und erbärmlich. Eine sehr wohltuende Ausnahme erlebten wir in der Zitadelle Berlin, wo es tatsächlich mal richtig schön war. Die Räume schön gestaltet, warm ausgeleuchtet, mit Kunst an den Wänden. Da könnten sich so manch andere Spielstätten mal ein Beispiel dran nehmen.

Es gab mehrere sehr nett gestaltete Sitzecken für jeden Geschmack und natürlich auch große Ledersofalandschaften, die ich — Ihr ahnt es schon — natürlich nicht zeigen kann, weil da gerade das pralle Backstageleben abgeht.

Sehr gefallen hat mit tatsächlich auch die ausgestellte Kunst dort; sehr einfache, aber doch in meinen Augen geschmackvolle Kombinationen aus Holz und Stein, die mich anregten, doch mal ähnliches zu versuchen.

Nicht photographiert, aber doch umwerfend gut: das Catering dort. Die Kollegen vom KLR Terror Catering zauberten ein so gutes Essen mit toller Auswahl, daß wir uns einig waren, dieses Unternehmen niemals mit auf Tour nehmen zu dürfen. Jeder von uns hätte am Ende sicher zehn Kilo zugenommen. Es war wirklich richtig, richtig lecker.

Artikel versenden oder Artikel drucken

Trinitatis – Kirche in Finsterwalde

Ein Beitrag zum Themengebiet Gregorian, Venues, geschrieben am 28. August 2010 von Markus Sorger

Gestern waren wir also im Rahmen der Finsterwalder Sängertage in der Trinitatis – Kirche. Das ist ein sehr schöner Bau aus dem 16. Jahrhundert, der nicht nur in der Kirche selbst, sondern eben auch in den Nebenräumen schöne Perspektiven bietet. Leider war das Wetter äußerst bescheiden, so daß das Spiel mit Lichtstrahlen nicht ganz so gelang, wie ich es mir gewünscht hätte.

Die Dachstühle solcher Kirchen faszinieren mich immer besonders. Sie sehen einfach stets sehr gut aus und haben ja auch richtig etwas zu tragen.

Kirchglocken wiegen oft mehrere Tonnen und bilden durch ihre Bewegung noch einmal eine dynamische Last. Da kommen dann ganz schnell richtig hohe Werte zusammen, die durch das Gestühl aufgefangen werden müssen — auch bei Wind und Wetter.

Hochinteressant fand ich auch diese Treppenstufen. Jede einzelne Stufe ist auf einem Stück gefertigt. Es ist also nicht eine gerade Platte auf einer sich drehenden Unterkonstruktion, sondern eben alles aus einem Stück gearbeitet.

Und so sieht die Kirche dann im Inneren aus. Für uns insofern eine Herausforderung, als daß der Altarraum insgesamt überhaupt nur 8m breit ist. Statt üblicherweise 10m x 5m Bewegingsfläche für die Mönche hatten wir hier nur 6m x 3m. Ging aber natürlich trotzdem.

Artikel versenden oder Artikel drucken

Das Venue in Malbork

Ein Beitrag zum Themengebiet Gregorian, Venues, geschrieben am 22. August 2010 von Markus Sorger

Als allerletztes möchte ich Euch noch das Venue zeigen, in dem wir in Malbork spielten. Wie man an der Tribüne sehen kann, ist diese Spielstätte ursprünglich nicht für Konzerte gebaut, sondern für Ritterspiele. Hier werden Eroberungsschlachten und andere historische Begebenheiten rund um die Burg nachgespielt, da sprengen ganze Pferdegruppen über das Gelände und ich kann mir vorstellen, daß das richtig sehenswert ist. Für unser Konzert wurde nur der mittlere Teil der Tribüne und der Platz vor der Bühne genutzt. Strom gibt es reichlich, alle andere Infrastruktur muß hingebaut werden. Etwas … irritierend … ist der Bach, der zwischen Tribüne und plattem Gelände verläuft. Der riecht so, als führe er unter dem Toilettenturm der Burg entlang. Aber man gewöhnt sich dran.

Sonst ist aber alles gut und auch die örtlich gestellte Bühne machte einen recht vertrauenswürdigen Eindruck. Kann man also machen.

Artikel versenden oder Artikel drucken

Der Platz in Zadar

Ein Beitrag zum Themengebiet Gregorian, Venues, geschrieben am 11. August 2010 von Markus Sorger

Auf der Ixus fand ich auch noch ein Photo von dem Platz auf dem wir spielten während des Aufbaus. Ganz lustig waren die Verkaufsstände rechts im Bild, an denen sich John erstmal eine Mütze kaufte, damit er sich keinen Sonnenstich holt. Außerdem gab es da natürlich alle möglichen Touriramsch.

Artikel versenden oder Artikel drucken

Amphitheater Pula

Ein Beitrag zum Themengebiet Gregorian, Venues, geschrieben am 9. August 2010 von Markus Sorger

Das letzte Konzert unserer kleinen Kroatien – Tour spielten wir im Amphitheater Pula, einem wirklich grandiosen Rahmen, wie ich finde. Das Theater ist noch (oder wieder) recht gut erhalten und es ist schon ein recht monumentales Gefühl, dort seine Show aufbauen zu dürfen.

Auch von außen macht das Gebäude mächtig was her, wobei mich ja kolossal stört, daß es rundherum stumpf mit recht häßlichen Gebäuden zugebaut ist. Ich finde ja, so ein Monument braucht Luft zum Atmen, egal, was Grundstücke in bester Innenstadtlage direkt am Wasser kosten.

Mittags zog dann beim Aufbau eine üble Gewitterfront heran, die uns so großes Kopfzerbrechen machte, daß sogar darüber nachgedacht wurde, die Show abzusagen.

Auf der anderen Seite ergaben sich so auch tolle Bilder. Man muß halt immer versuchen, das Positive zu sehen ;-)

Um 18:30 wurde dann das Konzert tatsächlich gecancelt …… um dann um 19:30 zu entscheiden, doch zu spielen. DAS ist Kroatien. Es gibt keine vernünftigen Wettervorhersagen, alles wird aus dem Bauch heraus gemacht, drumherum das reinste Chaos, aber natürlich gibt es dann zum Schluß eine pünktliche Show und die drei Nervenzusammenbrüche zählen nicht. Immerhin wurden wir nach dem Sturm mit einem wunderschönen Regenbogen entschädigt und es blieb dann auch trocken.

So erwartete das Theater nun unsere Gäste. Ich kann mich gar nicht oft genug wiederholen: das sieht alles schon sehr, sehr geil aus.

Ihr könnt nach diesen Bildern sicher verstehen, daß wir ganz heiß darauf waren, die Show endlich beginnen zu können. Der Park auf Lokrum, der Kirchplatz in Zadar, das waren schon tolle Locations, aber das hier, das war schon etwas ganz besonderes. Laßt Euch überraschen, wie es denn dann nun tatsächlich wurde.

Artikel versenden oder Artikel drucken

St. Gallen

Ein Beitrag zum Themengebiet Kastelruther Spatzen, Venues, geschrieben am 29. Mai 2010 von Markus Sorger

Nachdem wir in den letzten zwei Tagen mit den Spatzen in Hallen waren, die ich hier schon letztes Jahr vorstellte, gibt es heute eine fürs Blog neue Halle: die Sporthalle Kreuzbleiche in St. Gallen. Das ist eine Sporthalle, in der erfolgreich Handball gespielt wird und in der eben auch Konzerte veranstaltet werden. Im Gegensatz zum ersten Tag dieses Blocks, der ja doch etwas aufregend begann, und im Gegensatz zu gestern, bei der nun die Quote der Neulinge bei den Helfern etwas unglücklich hoch war, geht heute hier alles seinen gemütlichen Gang. Da es die nun endgültig letzte Show der “großen” Tour ist, haben wir beim Aufbau schon die Kabelbäume auseinandergeschnitten und werden dann beim Abbau alles resetten, aber auch das läuft sehr ruhig und unspektakulär ab.

Vielleicht hier später noch mehr.

Artikel versenden oder Artikel drucken

Kleinigkeiten

Ein Beitrag zum Themengebiet Kastelruther Spatzen, Venues, geschrieben am 13. April 2010 von Markus Sorger

Auch noch letzte Woche waren wir im Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart. Während des Tages fielen zwei Lifte aus: der Ladelift der Seitenbühne und der Personenlift. Beides kein echtes Problem, aber etwas lästig. Dafür gibt es auf der frisch renovierten Backstagetoilette des 1956 gebauten Hauses immer noch diesen Seifenspender, der mich heutzutage eher einen Parmesanraspler erinnert.

Über die begrenzten Riggingmöglichkeiten der Stadthalle Kassel erzählte ich ja schon. Unsere Traversenbox hingen wir an sechs Hauszüge, die hier auf Arbeitshöhe des Riggs zu sehen sind und die erstmal nicht so hochfahren wollten, wie wir es uns vorstellten. Erst gemeinsames Om – Sprechen war erfolgreich. Durch die Energie unserer Gedanken klappte es dann doch noch und das Konstrukt bewegte sich nach oben. Hurra.

Artikel versenden oder Artikel drucken

Hallen der letzten Woche

Ein Beitrag zum Themengebiet Kastelruther Spatzen, Venues, geschrieben am 12. April 2010 von Markus Sorger

Während ich also noch nichts über diese Woche erzählen kann, trage ich einfach mal ein paar Dinge der letzten Woche nach. Zuerst waren wir in der Stadthalle Lichtenfels. Das liegt in Bayern Franken und wenn man sich die vergangenen Veranstaltungen hier anschaut, dann scheint Lichtenfels echte Rock ‘n’ Roll – Hauptstadt zu sein. Es gibt regelmäßig sogar kleine Festivals mit gut lauter Stromgitarrenmusik. Möchte man erst mal gar nicht meinen. Die Hallentechniker sind nett und motiviert, die Halle selbst leider nicht so richtig hoch und riggen kann man gar nicht, es muß ein Groundsupport gebaut werden, was leider zusätzliche Höhe kostet.

Am nächsten Tag spielten wir in der Donauarena Regensburg. Hier ist die Hallenhöhe kein Problem. Das Raster im Dach liegt 6m auseinander, Punkte dazwischen muß man sich basteln. Insgesamt viel Platz, auch Backstage. Dafür aber weniger “Seele”; man kann halt nicht alles haben.

Artikel versenden oder Artikel drucken

ehrlich

Ein Beitrag zum Themengebiet Venues, geschrieben am 9. April 2010 von Markus Sorger

Ehrlichkeit in dieser wirklich schonungslosen Form ist selten in unserer Welt. Daß die Liederhalle zugibt, in jeder Hinsicht außergewöhnliche Veranstaltungen zu beherbergen finde ich mutig und ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung……

Artikel versenden oder Artikel drucken