Archiv für das Themengebiet 'Filme'




Krabat

Ein Beitrag zum Themengebiet Filme, geschrieben am 19. August 2008 von Markus Sorger

Eines der Bücher, die mich als Jugendlicher stark faszinierten ist Krabat von Otfried Preußler. Preußler hatte die deutlich brutalere sorbische Volkserzählung (unter anderem auch bearbeitet von Juij Brězan) über Krabat aufgegriffen und ein wirklich schönes … nennen wir es … Märchen daraus gemacht. Ich habe dieses Buch auch als Erwachsener noch sehr oft gelesen, es ist mit Abstand das Buch, das ich am liebsten vorlese.

Heute sah ich nun, daß dieses Werk verfilmt und als “besonders wertvoll” ausgezeichnet wurde. Der Kinostart soll am 09.10.2008 sein, alle bisherigen Vorabkritiken sind euphorisch.

Ich bin ja wirklich sehr gespannt. Wirklich sehr. Die unten zu sehende Vorschau ist mir ehrlicherweise etwas zu sensationslüstern (aber sie soll halt Leute in die Kinos ziehen), auf der anderen Seite scheint es tolle, in Rumänien gedrehte Bilder zu geben. Ich werde auf jeden Fall hin.

Skepsis…

Ein Beitrag zum Themengebiet Filme, geschrieben am 26. Juli 2008 von Markus Sorger

… ist in meinen Augen angezeigt, wenn ausgerechnet MTV den Klassiker “The Rocky Horror Picture Show” neu verfilmen will, wie gestern in den Musikwoche Branchennachrichten zu lesen war. Der Film soll im Herbst 2009 zu sehen sein. Ob das gutgeht ?

Watch this !

Ein Beitrag zum Themengebiet Filme, geschrieben am 30. Juni 2008 von Markus Sorger

This is Spinal Tap; Copyright: Rob Reiner

In den letzten Tagen wurde ich tatsächlich in meiner Eigenschaft als Blogger interviewt (wenn dieses Gespräch veröffentlicht werden sollte, werde ich es hier auch verlinken). In diesem Zusammenhang mußte ich an einen Film denken, den ich hier noch nie vorstellte, der jedoch unbestreitbar der Musikfilm überhaupt ist: This is Spinal Tap (Fanseite, Wikipedia, Amazon). Rob Reiner, den Ihr sicher als Regisseur von Harry und Sally kennt und der mit dem vorgetäuschten Organsmus von Meg Ryan eine der bekanntesten Filmszenen überhaupt schuf, drehte mit seinem Regiedebut ein Werk, das heute weltweit in Musikerkreisen Kultstatus besitzt. Nicht wenige können ganze Szenen komplett auswendig.

Dabei ist die Hardrockband Spın̈al Tap nicht existent und die Dokumentation rund um eine Tournee dieser auf dem absteigenden Ast befindlichen Truppe ein Fake. Dies ist jedoch so gut gemacht, daß nach Erscheinen des Films viele zwar über Details der Umsetzung diskutierten, niemand aber die Existenz der Band in Frage stellte. Paßte doch die Handlung zu schön in übliche Klischees der Heavyszene. Genau das ist gewollt, der Streifen ist eine treffsichere satirische Abrechnung mit dem Rock ‘n’ Roll – Business. Genau das ist vielleicht der Grund für die relative Unbekanntheit außerhalb der Musikszene: viele der Gags sind für den Nichteingeweihten vielleicht nicht zu erkennen. Für Musiker und Techniker hingegen lohnt sich auch der zweite, zehnte, fünfundzwanzigste vergnügliche Abend mit der Dokumentation, die die Geschichten der angesagten Bands zwischen sechziger und achtziger Jahre aufnimmt, verquirlt und ironisch wiedergibt. Von mir bekommt der Film auf jeden Fall elf von zehn Punkten.

Gourmetküche

Ein Beitrag zum Themengebiet Filme, geschrieben am 21. Oktober 2007 von Markus Sorger

Filmausschnitt Ratatouille; Copyright: Pixar / Disney

Nach langer Zeit war ich mal wieder im Kino. Und weil Sonntag der ideale Tag für einen Filmbesuch mit kleiner Begleitung ist, sahen wir Ratatouille, das neueste Werk der disneyaufgekauften Pixar – Mannschaft. Der Film hat uns gefallen. Sowohl die sechsjährige Filmfachfrau als auch ich konnten herzhaft lachen und mitfiebern, auch wenn der Film zwischendurch mal eine kleine Länge hatte. Das grandiose Ende entschädigte aber für alles.

Filmausschnitt Ratatouille; Copyright: Pixar / Disney

Gefallen hat mir vor allem die Botschaft, daß eben nur ein krosses Baguette lecker, Fastfood ein Übel und frisches Obst & Gemüse ein Genuß ist. Wir reden von einem kommerziellen, amerikanischen Film. Außerdem wird der Besucher ermutigt, daß wirklich jeder kochen kann — wenn er sich nur ein wenig Mühe gibt. Es gibt nur eine echte Gefahr beim Sehen der Geschichte: daß einem bei den liebevoll zubereiteten Gerichten die Popcorns in der Hand plötzlich sehr schal schmecken. Aber das muß ja kein echtes Manko sein.

Full Metal Village

Ein Beitrag zum Themengebiet Filme, geschrieben am 2. Mai 2007 von Markus Sorger

Logo Full Metall Village; Copyright: Flying Moon Filmproduktion

Gestern war ich mal wieder im Kino und sah Full Metal Village, einen echten Heimatfilm über den Ort Wacken, in den ein Mal im Jahr mit über 40.000 Mann die Metal – Gemeinde zum Festival einfällt. Auch wenn das eigentliche Festival eher eine Randerscheinung des Films ist, sich dieser viel mehr auf die Bewohner des Dorfes konzentriert, so merkt man doch, daß die einwöchige Veranstaltung das Leben dort mittlerweile beeinflußt.

Der Regisseurin Sung-Hyung Cho ist ein wirklich tolles Portrait des Ortes und vor allem der Menschen gelungen. Man merkt dem Film an, daß er mit viel Ruhe und Zeit gedreht wurde. Die Menschen bewegen, sprechen, leben mit großem Vertrauen vor der Kamera und ermöglichen so einen direkten Dialog mit dem Publikum. Auch wenn es einige wirklich lustige Szenen gibt, wird niemand lächerlich gemacht, sondern mit großem, warmen Ernst gezeigt, wie die Wackener mit der Flut der mehr als 22-fachen Bewohnerzahl starken Besucher umgehen — und daß sie schon auch ein wenig stolz sind auf diese Veranstaltung, auch wenn sie sie nicht unbedingt immer verstehen.

Full Metal Village ist mal wieder ein Film, den ich auf’s Wärmste empfehlen kann, der toll unterhält, nie langweilig ist, sondern für einen gelungenen Abend sorgt. Hingeh’n !

Die Fälscher

Ein Beitrag zum Themengebiet Filme, geschrieben am 7. April 2007 von Markus Sorger

Filmausschnitt

Gestern war ich mal wieder im Kino und habe den Film “Die Fälscher” gesehen. Wieder einmal ein Film, der die NS – Zeit nach historisch verbürgten Quellen beleuchtet. Die deutsche Regierung beschließt, die eigene Finanzknappheit durch Geldfälschungen ausländischer Währungen auszugleichen. Gleichzeitig erhofft man eine Destabilisierung der feindlichen Wirtschaften. Im Laufe der Zeit gelingt die technisch hervorragende Fälschung von 130mio englischen Pfund — knapp 13% des umlaufenden Geldes und das Vierfache der Geldreserven der Bank of England.

Geldfälscher sind jüdische KZ – Insassen, die man nach ihren Fähigkeiten in ein besonders ausgestatteten Teil des KZs Sachsenhausen verbringt. Nachdem die Fälschung des englischen Pfunds relativ schnell gelingt, scheitert die Fälschung des US – Dollars lange Zeit an inneren Diskussionen und Sabotage. Die Häftlinge sind untereinander uneinig, ob man das eigene, durchaus luxuriöse Überleben dadurch sichern darf, daß man seinem Peiniger zuarbeitet; wenn man auch im goldenen Käfig lebt, so geht das mörderische Leben drumherum an den Fälschern nicht ganz vorbei.

Filmausschnitt

Es sind vor allem jene Szenen, die von der Befreiung des Lagers erzählen, die unter die Haut gehen. Zum ersten Mal werden die Fälscher wirklich unmittelbar mit der grausamen Wirklichkeit des Lagerlebens konfrontiert. Als die anderen Mithäftlinge im KZ in den abgeschotteten Bereich des Lagers eindringen, sind sie davon überzeugt, als Häftlinge verkleidete SS-Männer vor sich zu haben, so gut genährt und gesund wirken die Spezialisten. In dieser Szene wird der moralische Konflikt, das Dilemma der Fälscher mit großer Wucht sicht- und spürbar.

Mir hat der Film sehr gut gefallen; er zeigt sehr intensiv, wie sehr man sich selbst teilweise verleugnen und erniedrigen mußte, um zu überleben. Ich habe mir im Nachhinein überlegt, ob und wie ich eigentlich ein solches KZ überlebt hätte. Ich glaube, ich kann einfach im entscheidenen Moment den Mund nicht halten.

Der gute Hirte

Ein Beitrag zum Themengebiet Filme, geschrieben am 7. März 2007 von Markus Sorger

Der gute Hirte; Copyright: http://movies.uip.de/dergutehirte/

Gestern Abend war ich seit längerem mal wieder im Kino und wir haben uns für “Der gute Hirte” entschieden, einen Film über die Enstehungsgeschichte der CIA und deren militärischen Vorgängerorganisation OSS. Dieser Film erfüllt sicher nicht den Anspruch an einfache Unterhaltung. Ehrlicherweise ist er ohne Vorbildung kaum in Gänze zu erfassen. Robert deNiro, der in “Der gute Hirte” nicht nur schauspielert, sondern auch Regie führt, hat ein Werk geschaffen, das schlicht davon ausgeht, daß die jüngere Geschichte der USA präsent ist. Es wird nichts erklärt, es gibt keine versteckten Fußnoten. Das macht den Film für viele jüngere Besucher (und auch für ältere, die sich nie ernsthaft für Politik interessiert haben) wahrscheinlich langweilig. Dabei ist er nur lang; langweilig fand ich ihn nicht.

Wenn man sich an die kräftigen Zeitsprünge im Film gewöhnt hat, dann zeichnet dieses Werk ein genaues Bild über einen Mann, der sich der Sache der USA verschrieben hat und sicher kein Wort zu viel spricht. Über einen Mann, der bereit ist alles zu opfern, der vielleicht nicht konsequent genug ist, um sich, seine Ehe, seine Liebe (was in diesem Fall durchaus zwei verschiedene Paar Schuhe sind) und seinen Sohn zu retten. Dies alles für den Geheimdienst, für die Gegenspionage.

Ich habe selten einen so ruhigen Film gesehen, der so dicht gefilmt und so hervorragend gespielt wurde. Die Besetzungsliste liest sich wie das who is who Hollywoods und ausnahmsweise wurden nicht einfach mal möglichst viele große Namen in einen Film hineingeballert, sondern jeder spielt ganz intensiv das, was er am besten kann. Herausgekommen ist ein Werk, in dem es überhaupt nur eine laute Szene gibt, jedoch viele, die vor Ruhe schreien.

Wer sich den Film noch ansehen möchte, sollte vorher noch mal schnell seine Kenntnisse über alles rund um das Schweinebuchtdesaster, den Kalten Krieg und über die Zeit zwischen 1940 und 1962 auffrischen. Erst dann wird sich dieses Werk in seiner ganzen Kraft erschließen. Lohnenswert ist der Besuch dann auf jeden Fall. Wer nur mal eben einen netten Abend haben möchte sollte sich einen anderen Film auswählen. Drei Stunden werden dann tatsächlich etwas lang.

Prestige — Die Meister der Magie

Ein Beitrag zum Themengebiet Filme, geschrieben am 27. Januar 2007 von Markus Sorger

Filmausschnitt aus The Prestige; Copyright beim Verleih

Nachdem ich in den letzten Tagen so viel zu tun hatte, daß ich nicht zum Bloggen kam, will ich jetzt mal ein wenig reinhauen und nachtragen, was alles so war. Dienstag habe ich mir den Film “The Prestige — Die Meister der Magie” angesehen; eine gute Entscheidung, wie ich finde. Dirk hat ja auch schon recht ausführlich über dieses Werk geschrieben und so will ich gar nicht so sehr auf den Film an sich eingehen, sondern mehr auf meine eigenen Empfindungen dazu.

Filmausschnitt aus The Prestige; Copyright beim Verleih

Ich hatte bisher beruflich mit zwei Zauberern, Illusionisten, Magiern, wie immer man sie nun nennen will, zu tun. Natürlich kennen vielleicht eine Hand voll enger Mitarbeiter die Tricks. Aber schon die Ton- und für die Shows eminent wichtigen Lichttechniker kennen nicht mehr alle Details und jeder muß einen Vertrag unterschreiben, der ihn unter Meidung einer deutlich sechsstelligen Geldstrafe verbietet, überhaupt nur irgendwas über die Tricks außerhalb der Show zu erzählen. Von daher kann ich die Manie, mit der im Film von den Figuren versucht wird, die Geheimnisse zu wahren, sehr gut nachvollziehen.

Interessant finde ich eher, daß überhaupt so viele Tricks gezeigt und deren teilweise blutiges Geheimnis gelüftet werden. Zwar ist es heute weitaus schwieriger, Nummern zu bringen, bei denen ein Tier stirbt; der Tierschutz ist eine medienwirksame Sache und könnte das Image einer Show schwer beschädigen. Auch ist es ja tatsächlich so, daß ein durch die Gegend gezauberter Elefant wirklich nur ein Mal existiert. Trotzdem hätte ich damit nicht gerechnet.

Filmausschnitt aus The Prestige; Copyright beim Verleih

Auch bemerkenswert, daß der als Erfinder nicht unumstrittene Thomas Alva Edison im Film nicht gut wegkommt und Nikola Tesla, dessen Forschungen, obwohl unbekannter, uns heute im täglichen Leben sicher mehr beeinflussen als die Edisons, ein Gerät erfindet, das es (zum Glück) bis heute nicht gibt und die blutigen Zaubertricks gewissermaßen zu seinem Höhepunkt treibt. Bei Tesla rieb ich mir übrigens erst mal die Augen, aber es war tatsächlich David Bowie; whow.

Der Film ist konsequent gezeichnet. Er hat, wenn man ihn aufmerksam beobachtet, nicht wirklich Überraschungen; wenn man nicht genau aufpaßt sind die Überraschungen aber um so größer. Er ist bis ins Detail richtig gut gemacht und unterhält bis zur letzten Minute wirklich hervorragend. Ein Besuch lohnt also unbedingt.

Mein Führer — Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler

Ein Beitrag zum Themengebiet Filme, geschrieben am 16. Januar 2007 von Markus Sorger

Filmausschnitt aus

Gestern habe ich mir im Kino den Film “Mein Führer” angesehen, der im Vorfeld ja kontrovers diskutiert wurde. Im Wesentlichen wohl von Menschen, die ihn nicht gesehen hatten. Diese Diskussion hat dem Film nicht gut getan, denn nun sitzen Leute im Saal, die etwas erwarten, was es nicht gibt. “Mein Führer” ist keine Fortsetzung von “00Schneider” mit anderen Mitteln, sondern ernsthaftes Kino; auch wenn es als Klamauk verkauft wird, ist es Komik. Daß da Helge Schneider eine Hauptrolle spielt ist für den Film fast egal. Ulrich Mühe spielt nämlich als Adolf Grünbaum die Hauptrolle und Hitler steht dahinter deutlich zurück.

Vor dem Kinobesuch also die Frage, ob man über Hitler lachen darf; auch noch mal angestoßen durch meine Mutter, die bei einem Telephonat vielleicht eine Stunde vorher deutlich entsetzt war, daß ich mir diesen Film ansehe. Ja, man darf. Ganz sicher in diesem Film und auch überhaupt. Daß ein einzelner kranker Mann ein ganzes dummes Volk so verführen und Millionen in den Abgrund stürzen konnte, hat neben aller Tragik auch etwas Lächerliches. Warum soll ich also Hitler als so etwas Erhöhtes darstellen, daß man darüber nicht auch lachen dürfte. Das käme einer Vergötterung aus anderer Richtung gleich und das wird ja wohl auch niemand wollen.

Filmausschnitt aus

Nach dem Kinobesuch bin ich nun hin und her gerissen, wie ich den Film finde. Sehenswert ist er ganz sicher. Er ist lustig und bewegend. Er verliert nie Stil. Er hat eine gute Geschichte. Die Schauspieler geben alle wirklich ihr Bestes. Und Helge Schneider sehe ich das erste Mal überhaupt wirklich als ernsthaften Schauspieler und nicht als Ulknudel. Trotzdem habe ich den Eindruck, der Weg sei nicht konsequent zuende gegangen. Als habe man Angst vor seiner eigenen Courage gehabt. Hitler wird nie ernsthaft verscheißert, so wie das Walter Moers beispielsweise in seinem genialen Comic gemacht hat. Auf der anderen Seite wird die tragische Seite des Films nie ganz bis zum Ende durchgezogen. Und so bin ich am Ende etwas zerrissen, weil man sich beim Dreh wohl nicht zwischen Komik und Tragik entscheiden konnte und ich das trotz tragischen Endes beim Sehen dann auch nicht kann.

Wie Ihr Euch denken könnt war ich nicht allein im Kino und natürlich haben wir uns nach dem Film noch darüber unterhalten. Melanie fand den Film beispielsweise gerade in der Mischung hervorragend gemacht und hätte eine deutlichere Verlagerung des Schwerpunkts in eine bestimmte Richtung abgelehnt. Und so kann ich Euch nur empfehlen, sich nicht auf die kontroversen Meinungen anderer zu verlassen, sondern eine eigene Meinung zu bilden und den Film anzusehen. Sehenswert ist der Film meiner Meinung nach allemal, auch wenn gestern der ein oder andere jugendliche Besucher offensichtlich enttäuscht aus dem Kino ging, weil er mit falschen Erwartungen kam.

Die Rotkäppchen – Verschwörung

Ein Beitrag zum Themengebiet Filme, geschrieben am 31. Dezember 2006 von Markus Sorger

Die Rotkäppchen - Verschwörung

STOP ! Du denkst “Ach, ein Kinderzeichentrickweihnachtsfilm” und willst weiterklicken ? Bleib’ mal da, denn Du liegst ziemlich falsch. Natürlich ist es Zeichentrick und natürlich können sich diesen Film auch Kinder ansehen. Aber die werden kaum den kompletten Witz des Films verstehen; den verstehst nur Du als (halbwegs) Erwachsener. Und damit kann ich das Fazit meines Artikels auch schon direkt in den ersten Absatz schreiben: ein unbedingt sehenswerter, weil urkomischer Film; auch für Kinder. So. Und jetzt kannst Du Dir immer noch überlegen, ob Du weiterklickst.

Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich in den Film nur deshalb gegangen, weil Max Raabe die Stimme des ermittlenden Kommissars, ein Frosch, spricht. Und … na ja … gut … ich will ja ehrlich sein … und außerdem, weil ich Sarah Kuttner echt mag und die spricht immerhin das Rotkäppchen. Daß ich dann tatsächlich so perfekt unterhalten würde, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet. Die Rotkäppchen – Verschwörung rollt das Grimm’sche Märchen als Kriminalfall auf. Dies mit vielen Wendungen, die das Ende nicht vorhersehen lassen und mit deutschen Synchronstimmen (eben die bereits erwähnten Sarah Kuttner & Max Raabe, aber auch Hans Werner Olm als Großmutter, Axel Prahl als Wolf, Jan Delay als jodelnde, countrysingende Ziege und Smudo als plüschigen, aber verbrecherischen Hasen) die perfekt gewählt sind.

Natürlich will ich hier die Story neben dem Euch ja sowieso schon bekannten Märchen nicht wiedergeben. Kann Euch aber versichern, daß der Film zeichnerisch gut gemacht ist, die Geschichte witzig erzählt und daß der Kinobesuch — egal welchen Alters Eure Begleitung ist — sicher ein Erfolg werden wird. Also: warum sitzt Du noch vor’m Rechner und bist noch nicht auf’m Weg ins Kino ?