Showshirts

Ein Beitrag zum Themengebiet im Netz, geschrieben am 2. Dezember 2013 von Markus Sorger

eines meiner Shirts

Manchmal hat man ja schöne Ideen zu T-Shirts, oder hat mal was gesehen, was man unbedingt auch mal haben möchte und so setze ich mich gerade daran und “baue” mir Shirts rund um die Veranstaltungstechnik. Die kann man nicht zu jeder Gelegenheit tragen (das oben abgebildete kommt bei einer Industrieveranstaltung sicher eher nicht so gut), aber trotzdem macht es ein gutes Gefühl, sie im Koffer zu haben. Meine sicher in den nächsten Wochen wachsende Kollektion kann man hier bewundern. Viel Spaß dabei.

Andreas Gabalier

Ein Beitrag zum Themengebiet Konzerte, Touren, geschrieben am 1. Dezember 2013 von Markus Sorger

Andreas Gabalier in der Porschearena Stuttgart

Gestern abend gab es in der Stadthalle Wien die letzte Show der aktuellen Andreas Gabalier – Tour, die von unserer Firma als technischer Generaldienstleister betreut wurde. Ich selbst war zwar auf Tour nicht mit dabei, durfte aber in der Vorbereitung ein paar technische Details “erfinden” und hatte die Gelegenheit, mir die Show in der Stuttgarter Porschearena anzusehen.

Andreas Gabalier in der Porschearena Stuttgart

Für die, die Andreas Gabalier noch nicht kennen, sei kurz erzählt, daß er ein junger, österreichischer Musiker ist, der eine ziemlich gekonnte Mischung aus Volksmusik und Rock ‘n’ Roll abliefert; daher nennt er sich selbst auch VolksRock’n’Roller. Nun mag der ein oder andere beim Wort Volksmusik vielleicht die Nase rümpfen, aber davon sollte man sich nicht allzu sehr leiten lassen. Gespielt werden die großen Arenen, unbestuhlt, mit Mojos vor der Bühne und das Ganze immer bis zum letzten Platz ausverkauft. Da kommt die Stimmung ganz allein (und ehrlicherweise kocht die Halle schon beim ersten Song).

Andreas Gabalier in der Porschearena Stuttgart

Die Tour ist schon recht üppig ausgestattet. Es gibt quasi als Backdrop eine Matrix aus 90 Movingheads und dann natürlich jede Menge Lampen über der Haupt- und der Satellitenbühne. An der Bühnenhinterkante hängen 50m² in vier Streifen verfahrbare LED – Wände, weitere 50m² hängen links und rechts der Bühne als “Fernseher”. Die PA besteht aus 15 MICA pro Seite und wird in den ganz großen Hallen mit MILO aufgestockt (die MICAs wandern dann nach außen).

Andreas Gabalier in der Porschearena Stuttgart

Andreas Gabalier in der Porschearena Stuttgart

Beim Publikum haben mich drei Dinge gewundert: wie viele wirklich junge Menschen da waren, wie lautstärkeresistent die älteren Besucher waren und wie hoch die Dirndlquote bei gleichzeitiger Rock ‘n’ Roll – Feierbereitschaft war.

Andreas Gabalier in der Porschearena Stuttgart

Andreas hat sich von einem befreundeten Schreiner einen ganz eigenen Flügel bauen lassen. Die Musiker unter uns reiben sich zwar mal kurz die Augen, aber die Idee und das Design fand ich für diese Show wirklich gut gelungen. Außerdem bin ich mir sicher, daß 90% des Publikums von den Beinen so abgelenkt waren, daß sie die musikalische Besonderheit gar nicht registrierten.

Andreas Gabalier in der Porschearena Stuttgart

Andreas Gabalier in der Porschearena Stuttgart

Sehr cool fand ich die Idee, Marshall – Cabinets mit PAR64 zu bestücken und dann eine Boxenwand “brennen” zu lassen.

Andreas Gabalier in der Porschearena Stuttgart

Andreas Gabalier in der Porschearena Stuttgart

Ich bin ganz ehrlich: ich fand das ein sehr gelungenes Produkt und hatte bei meinem Besuch in Stuttgart viel Spaß. Der Künstler nimmt sich und die Volksmusik nicht zu ernst, serviert damit eine unglaubliche Spielfreue und schickt das in jeder Hinsicht buntgemischte Publikum nach 2,5h Show mit einem breiten Lachen nach Hause. Mehr kann man wirklich nicht verlangen.

The Cyborgs

Ein Beitrag zum Themengebiet Konzerte, geschrieben am 30. November 2013 von Markus Sorger

The Cyborgs in der 7180 Bar

Gestern abend sah ich in der Crailsheimer 7180 Bar eine in mehrerlei Hinsicht recht bemerkenswerte Kapelle: The Cyborgs. Es ist ein Duo, das ein Trio simuliert. Die Rhythmusgruppe aus Baß und Schlaßzeug besteht aus einem Musiker, der mit der linken Hand auf einem Keyboard Baß spielt und mit seinen anderen drei Extremitäten das Schlagzeug bearbeitet. Damit ist schonmal gewährleistet, daß der Groove so auf dem Punkt ist, als … nun ja … wäre es ein Mann. Das Ganze technisch durchaus auf richtig gutem Niveau. Der zweite Musiker spielt Gitarre und singt.

The Cyborgs in der 7180 Bar

Bemerkenswert ist außerdem das Bühnenoutfit: die Musiker tragen die ganze Zeit Schweißerhauben, sind also inkognito. Wenn ich über die dieses Outfit ein wenig länger nachdenke, dann fallen mir da durchaus ein paar Nachteile ein: man schwitzt darunter wie hulle, kann nichts trinken und man sieht nix. Also jedenfalls nicht viel. Das Gesichtsfeld ist durch die kleine Glasöffnung sowieso schonmal sehr stark eingeschränkt und dann ist das Glas ja auch noch sehr dunkel getönt. Bei einer Show in einem recht dunklen Club wie gestern ist das also quasi ein Blindflug. Was die handwerkliche Leistung der Band nochmal deutlich hervorhebt.

The Cyborgs in der 7180 Bar

Wenn man sich an das Outfit und den lustigen italienischen Akzent im Englischen als Zuschauer erstmal gewöhnt hat, dann macht die Show der zwei durchaus großen Spaß. Die Musik ist eine Mischung aus Boogie und Blues, man kann gut dazu tanzen und so war die Stimmung in der Bar sehr schnell sehr gut. Knapp zwei Stunden ging das Konzert und ich fand’s schade, als es vorbei war.

The Cyborgs in der 7180 Bar

The Cyborgs sind heute abend noch in Schwäbisch Hall zu sehen und dann erstmal nur in Italien, wo sie auch herkommen. Ich habe gestern acht Euro Eintritt bezahlt und das war die Kapelle ganz locker wert. Wer also Gelegenheit hat, die beiden Robotermenschen zu sehen, der sollte das tun.

Führer

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 1. Oktober 2013 von Markus Sorger

Buch im Flughafen Istanbul

Zwei Tage nach meinem Treffen im Swiss – Flieger traf ich dann im Transitbereich des Istanbuler Flughafens auf dieses Buch. “Interessant” ist das Einzige, was mir dazu einfällt. Aber im Ausland wird ja gern mal zu solchen Bildern gegriffen.

Unverhofftes Treffen

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 1. Oktober 2013 von Markus Sorger

kleine Annehmlichkeiten

In diesen Tagen bin ich viel mit dem Flugzeug unterwegs und bei einem der Flüge stand ich plötzlich ganz unverhofft einem bekannten Gesicht gegenüber: ein Kollege, mit dem ich vor 16 Jahren bei der Titanic – Ausstellung zusammenarbeitete, ist heute Kabinenchef bei der Swiss. Wir haben uns seit sechs Jahren nicht gesehen und dementsprechend überrascht und erfreut waren wir über dieses Treffen, das mir dann noch ein paar Annehmlichkeiten brachte. Ich jedenfalls habe mich sehr gefreut und das nicht nur über die Schmunzelbrause.

Proben in Passau

Ein Beitrag zum Themengebiet Touren, geschrieben am 23. September 2013 von Markus Sorger

Materiallisten neben dem Produktionsbüro

Wenige Tage bevor ich mit den Gregorian erst nach Athen und dann wieder in russische Gefilde fliege bin ich zu Tourproben in Passau. Da helfe ich ein wenig, alles zum Laufen zu bekommen. In der Halle gibt es nicht nur beeindruckende Listenwände zu bestaunen, der genaue Beobachter sieht außerdem auch eine alte Bekannte, die dort mitfährt. Ich kann mir vorstellen, daß die Kollegen berichten werden.

Eingebrannt

Ein Beitrag zum Themengebiet Technik, geschrieben am 28. August 2013 von Markus Sorger

Manchmal bin ich über mich selbst verblüfft. Gerade hantierte ich an einem Rechner auf DOS – Ebene, das tat ich sicher … 15 ?  18 ? … Jahre nicht mehr, aber die Befehle waten noch präsent. Als ich den letzten Befehl nur um eine Kleinigkeit verändert wieder eingeben wollte, drückte ich wie selbstverständlich F8. Erst nachdem ich es tat ging mir auf, was ich da tat. Das war ja fast eine Stammhirnaktion. Ich bin doch sehr verwundert, was man so alles in den Tiefen seines Hirns abspeichert und wieder hervorzaubern kann, wenn man es braucht.

Das Ende

Ein Beitrag zum Themengebiet unterwegs, geschrieben am 17. August 2013 von Markus Sorger

Kiezimpressionen

Nein, nicht mein Ende, nicht das des Blogs (obwohl man ja damit rechnen könnte, so wenig, wie ich in den letzten Monaten blogte) und so Gott will auch nicht das Ende des netten. jungen Mannes, der sein Bett vor dem Kiezinternat sucht. Es ist das hoffentliche Ende meines deutlichen Kreatiefs, das mich die letzten Monate plagte und das sogar für einen harten Bruch des täglichen  Bilderstroms auf meinem Photoblog sorgte. Da jedenfalls geht es ab morgen weiter und zumindest für einen Monat gibt es auch Nachschub. Ich will mich bemühen, daß es dort dann auch danach wieder regelmäßig weitergeht.

Kiezimpressionen

Gestern Nacht war ich sehr kurz entschlossen zusammen mit Leuten vom Hamburger Photostammtisch auf dem Kiez unterwegs und es war eine schöne Runde, bei der nicht nur ein paar Bilder abgefallen sind, sondern ich wieder einige Dinge über meine Lieblingsstadt lernen konnte.

Kiezimpressionen

Unter anderem, daß Emanzipation auch bedeutet, Mädelkampftrinktruppen zu treffen, die für die Zahl der Flaschen auf dem Tisch noch ganz schön nüchtern waren.

Kiezimpressionen

Und daß es sich grundsätzlich und immer lohnt, freundlich zu sein. Aber das ist ja eigentlich ein alter Hut. Wichtig ist aber erstmal, daß es ab morgen dort wieder täglich weitergeht.

Tapefunde

Ein Beitrag zum Themengebiet alte Geschichten, geschrieben am 3. August 2013 von Markus Sorger

Ich habe ja schon geschrieben, daß ich diesen Wochen überall aufräume; Speicher, Keller, Wohnung, überall ziehe ich alte Kisten hervor und sortiere es aus. Heute habe ich mir mal eine Kiste mit alten DAT – Tapes (ein altes, digitales Tonkassettenformat, das sich außerhalb des Profibereichs nie durchgesetzt hat, obwohl es die Compactkassette ersetzen sollte) und CDs vorgenommen, auf denen Mitschnitte zu hören sind, die ich in den 80ern und 90ern als Tonmann oft illegal von Shows machte, die ich live mischte. Mann kommen da Erinnerungen hoch. Und ehrlicherweise ist die Tonqualität auch heute noch durchaus hörenswert. Das könnte ich so wohl nicht mehr. Ich muß mich eeeeeeecht mal wieder an Pulte stellen und den Schreibtisch Schreibtisch sein lassen. Dann bin ich vielleicht auch ausgeglichener.

Zuletzt hörte ich gerade ein Tape eines Musicals, das leider ein grandioser Flopp war, obwohl hochkarätig besetzt. Die Story hatte kein Happy End und sowas mögen die Leute halt nicht. Eigentlich ein Skandal, denn die Show war einfach umwerfend. Es gab vier Hauptrollen, ein gutes und ein böses Pärchen und der Solosong der bösen männlichen Hauptrolle mußte einfach knallen, das Pult mußte brennen. Jedenfalls bei mir. Wir waren zwei Tonleute am Frontpult, die sich abwechselten, und mein erklärtes Ziel in jeder Show die ich mischte war es, daß der Dirigent den eigentlich durchlaufenden Klicktrack am Ende des Songs stoppen mußte, weil das Publikum völlig ausrastete. Was mir meist gelang. Ich griff aber ehrlicherweise auch zu unlauteren Mitteln ;-)  So kaufte ich mir beispielsweise aus eigenem Geld eine dbx boombox (ein altes, analoges Effektgerät, das die tiefen Töne nochmal eine Oktave tiefer dazumischt) und setzte sie ausschließlich bei diesem Song ein. Großer Spaß.

Auf jeden Fall habe ich heute Abend noch einiges zu hören.

Archäologie

Ein Beitrag zum Themengebiet zuhause, geschrieben am 9. Juli 2013 von Markus Sorger

Seit 16 Jahren wohne ich nun in diesem Haus und seit zehn Jahren in dieser Wohnung. In dieser Zeit habe ich zwei andere Wohnungen aufgelöst und den Krempel daraus auch hier irgendwo untergebracht. Nun habe ich ein paar Tage frei und für den Sommer habe ich mir vorgenommen, meine Wohnung ganz grundlegend zu renovieren. Dazu gehört auch, Keller, Speicher und das “Spontanlager” unter meinem 80cm hohen Bett aufzuräumen. Ganz plötzlich kann ich ein wenig die Faszination eines Historikers oder Archäologen verstehen, der in lange verschütteten Stollen Dinge wieder zum Vorschein bringt. Ja, zugegeben, 95% des Krams, den ich da zutage fördere wandert direkt in den Müll, weitere 4% recht ungerührt in die Bucht, aber bei einem Prozent setze ich mich doch mal hin und schaue es mir wieder genauer an. Sehr, sehr schön.

Neben dieser sentimentalen Seite hat die ganze Aktion auch etwas sehr Befreiendes: Mann, habe ich plötzlich wieder viel Platz !